Erfolge aus 2016 gewürdigt Stadt Georgsmarienhütte ehrt 55 Sportler für Spitzenleistungen

Von Frank Muscheid

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Besondere Ehre: Taekwondoka Eduard Drewlau (r.) vom PSV GMHütte wird von Jutta Ulbricht für besondere Leistungen geehrt, links Bürgermeister Ansgar Pohlmann. Foto: André HavergoBesondere Ehre: Taekwondoka Eduard Drewlau (r.) vom PSV GMHütte wird von Jutta Ulbricht für besondere Leistungen geehrt, links Bürgermeister Ansgar Pohlmann. Foto: André Havergo

GMHütte. Medaillen sammeln sie auch in ihrer Heimatstadt: 55 erfolgreiche Sportler aus Georgsmarienhütte sind von der Stadt für besondere Leistungen im Jahr 2016 geehrt worden.

Ausgewählt hatte sie ein Gremium. Burkhard Hahn und Jürgen Grottendiek gehörten ihm für die Vereine an, Christoph Bensmann war für die Verwaltung dabei. Bensmann habe sich, so der Moderator und kommissarische Leiter der zuständigen Fachabteilung Michael Dreier, „in wochenlanger Arbeit in die Bestenlisten eingearbeitet“. Als politische Vertreterinnen aus dem Gremium nahmen der Vorsitzende des Fachausschusses Christoph Ruthemeyer und Stellvertreterin Jutta Olbricht die Ehrungen vor. Die Tanzformation „Funky Gagas“ von der SG Hankenberge-Wellendorf lockerte mit zwei erstklassigen Showeinlagen das Programm auf.

Pohlmann: Stadt legt Sportfundament

Ein „herzliches Willkommen“ sendete Bürgermeister Ansgar Pohlmann an Leistungsträger, Betreuende, Trainierende und Angehörige. Der Aufwand für die Ehrung sei nach der Entscheidung vor zwei Jahren gestiegen, die Meldungen aus den Vereinen für eine objektive Auswahl „zu verifizieren“. Neben den Verwaltungsmitarbeitern, die alles vorbereiteten, dankte er auch der DLRG, die für das Catering sorgte. Die sportliche Vielfalt in Vereinen und Verbänden sei für die Attraktivität der Stadt sehr wichtig, so Pohlmann. Für die Menschen sei es wichtig, Grenzen auszutesten, sich Ziele zu setzen. Sport habe in allen Generationen eine persönliche Bedeutung. Die Stadt versuche, dafür ein Fundament zu legen, ob nun mit Sportförderrichtlinien oder Anlagen wie der zentralen Leichtathletikstätte auf dem Rehlberg, für die dem Rat bis zum 6. April Modernisierungsvorschläge vorliegen sollen.

Trainieren für Sprinttriathlon-EM

Nicht persönlich annehmen konnten Fußballerin Anna-Maria Hegmann vom SV Meppen als NFV-Auswahlspielerin der U18 Juniorinnen und Eiskunstläufer Lukas Gneiding vom ESC Herford, der zum Beispiel den 4. Platz bei der NRW-Landesmeisterschaften belegte, ihre Ehrungen. Erster Geehrter auf der Bühne war Triathlet Florian Meene vom TVG: „Bei der ersten EM-Teilnahme in meiner Altersklasse bin ich mit dem 12. Platz absolut zufrieden“, so Meene. Als Teil der Deutschen Altersklassen-Nationalmannschaft sei das etwas Besonderes. Nun hoffe er auf die Nominierung für die Heim-EM, bis dahin gelte vor allem eins: „Trainieren.“ Auch für Hannelore Horst, Paulina Frankenberg, Jana Rohling, Jens Wiesenmüller und Hans Peter Igelbrink gab es Auszeichnungen unter anderem für erste Landesplätze in der Leichtathletik.

Ziel ist Olympia 2020

Der deutsche Taekwondo-Vizemeister Eduard Drewlau und Co-Trainer Mirvet Sinanovic vom PSV GMHütte, der für den Deutschen Meister Ivan Bulanovic die Ehrung annahm, sprachen über das Ziel Olympia 2020. „Es ist sehr realistisch. Momentan arbeiten wir sehr hart dran“, so Sinanovic, der die Sportler mit Wolfgang Kiss trainiert. „Es ist das höchste Ziel jeden Sportlers, dafür trainieren wir“, so auch Drewlau.

Neuer WM-Langbahn-Angriff

Wieder 2016 auf der Bühne: Speedwayfahrer Finn Loheider. Beim 12. WM-Platz in Polen habe er sich „zu hoch eingeschätzt, weil ich im ersten Jahr in der höheren Klasse gefahren bin.“ Auf der Langbahn startet er wohl einen neuen WM-Anlauf. Vincent Schrader segelte bei den Niedersachsenmeisterschaften in seiner Bootsklasse allen davon. Landesvizemeister Werner Korte ergänzte die Liste seines Kegeljahrs um die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Oberthal in der Senioren B-Klasse mit Platz 12 von 20. Als Profikegler habe man für 30 Wurf pro Bahn zwölf Minuten, erläuterte er seine „Liga“.

Starke Turnleistung

Als Turnerinnen für ihren 1. Landes- und 8. Bundesplatz bei „Jugend trainiert für Olympia“ ausgezeichnet wurden Yasmin Kätsch, Linnea Korbanka, Katharina Fritsch, Vera Schimmöller, Lena Schimmöller und Franziska Debbrecht. Sie hätten sich nach dem Aufruf „freiwillig“ als Team gefunden, erzählten die Schülerinnen des Gymnasiums Oesede. Der Lohn neben dem Sport: eine Woche Berlin mit Tour durchs Olympia-Stadion. Trainiert wurde im Verein. Mit entspannten Gesprächen geht es laut Tabata Guß, hochplatzierte Luftgewehrschützin vom Schützenverein Kloster Oesede, bei den Wettkämpfen zu. Das Wichtigste sei die Konzentration, jeder habe seine eigene Technik. Sie tritt für die SSG Teutoburger Wald an.

DLRG Heimat für Leistungsschwimmer

Richtig voll wurde es auf der Bühne dann durch die DLRG, „fast eine Mitglieder-Versammlung“, bemerkte Michael Dreier augenzwinkernd. Auszeichnungen gab es für viele Einzel- und Teamleistungen. Die Delegationsleiterin der Ortsgruppe Doreen Jansen nahm eine Auszeichnung für die Ortsgruppe und deren 1. Landesplatz bei den Clubmeisterschaften entgegen. Mit rasantem keltischem Formations-Tanz rundeten die Funky Gagas die beeindruckende „Leistungsschau“ der, laut Bürgermeister Pohlmann, „Sportstadt“ Georgsmarienhütte ab.


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