Passanten staunen in der Innenstadt WSV startet mit 80 Teilnehmern Paddelsaison auf der Hase

Von Sportredaktion

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Trotz des niedrigen Wasserstandes hatten die Fahrer auf der Hase großen Spaß. Foto: LintelTrotz des niedrigen Wasserstandes hatten die Fahrer auf der Hase großen Spaß. Foto: Lintel

Volles Haus herrschte am Samstag auf der Hase: Zum „Anpaddeln“ der Wassersportsaison fand eine große Ausfahrt über den Osnabrücker Stadtfluss statt, bei der über 80 Teilnehmer in rund 70 Booten dabei waren.

Osnabrück. Die Tour, an der sich Mitglieder der Osnabrücker Wassersportvereine und Gäste – sogar eine Frau aus den Niederlanden – beteiligten, führte vom Gut Stockum über rund 15 Flusskilometer quer durch die Innenstadt bis zum Wassersportzentrum in Eversburg. Diese Strecke wurde von etwa 25 Paddlern bewältigt. Einige Teilnehmer stiegen nach etwa zehn Kilometern an der Pernickelmühle in der Innenstadt aus. Weitere Bootsfahrer verließen den Fluss an der Römereschstraße nach 13 Kilometern, weil die Durchfahrt dort durch ein Firmengelände nicht möglich ist und die Boote auf dem letzten Abschnitt sonst zweimal umgesetzt werden müssen.

„Wir haben die Saison sonst meist auf dem Kanal zwischen Haste und der Hollager Schleuse gestartet und wollten es diesmal etwas anders machen. Dass es gut angekommen ist, zeigt die große Teilnehmerzahl“, freute sich Martin Volpers vom Wassersportverein (WSV) Osnabrück. Sein Verein und der Osnabrücker Kanu Club (OKC) hatten zu der Bootstour eingeladen. Am Tag nach dem Anpaddeln fand noch die 16. Kanurallye des WSV statt. Dabei stand die herausfordernde 24-Kilometer-Strecke von Eversburg über die Hase bis zum Mittellandkanal und zurück über den Stichkanal bis zu den Bootshäusern an.

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Bei der Tour durch die Innenstadt am Samstag ging es zwar vergleichsweise gemütlich zu, aber auch dieser Streckenabschnitt birgt einige sportliche Herausforderungen. Beispielsweise müssen drei Wehre passiert werden: Am alten Lokschuppen konnten die Teilnehmer am Samstag über die Gewässerkante fahren, dann rutschten sie an der Neuen Mühle mit großem Vergnügen durch den Fischborstenpass. An der Pernickelmühle mussten die Boote mühevoll umgesetzt werden. Die Kanuten zogen die Boote dort vor dem Wehr aus der Hase, trugen sie über die Brücke und ließen sie auf der gegenüberliegenden Seite vom Grundstück des Dom-Gemeindezentrums Pernickelmühle über zwei Leitern wieder aufs Wasser hinunterrutschen.

Die Boote wurden auf dem Hof von Martin Volpers an den Haken genommen. „Das Umsetzen an der Pernickelmühle ist immer etwas beschwerlich. Es gibt an diesem Wehr noch eine andere Möglichkeit, die Boote wieder aufs Wasser zu bekommen, aber dabei müssen sie noch weiter und über eine ganz enge Treppe getragen werden“, sagte Volpers. Einsitzer-Kajaks bringen zwölf bis 15 Kilogramm auf die Waage, große Zweisitzer kommen leicht auf ein Gewicht von über 30 Kilogramm – also eine schweißtreibende Aufgabe, die Boote zu tragen. Da sie nur einzeln wieder aufs Wasser gelassen werden konnten, stauten sich vor dem Gemeindezentrum, wo sonst häufig Autos parken, am Samstag zwischenzeitlich die Boote.

Die Kanuten wurden beim Umsetzen vielfach von Passanten angesprochen. Am meisten wurde darüber gestaunt, dass überhaupt Bootsfahrer auf dem Fluss unterwegs waren und dass es zulässig ist, die Hase in der Innenstadt zu befahren.

Zuvor auf dem belebten Herrenteichswall, an der Haseöffnung und entlang des Haseuferwegs, wo der Fluss vom Ufer aus eingesehen werden kann, hatten die Bootsfahrer viele neugierige Blicke auf sich gezogen. Einige Bootsfahrer wurden von Angehörigen und Freunden begleitet, die zu Fuß auf Brücken oder auf dem Herrenteichswall unterwegs waren und Fotos machten. „Wir haben zwar auch sonst schon Touren mit einigen Teilnehmern auf dem Innenstadt-Abschnitt der Hase gemacht – aber noch niemals mit einer so großen Truppe. Das hat wirklich großen Spaß gemacht – auch wenn es nicht ganz optimal war, weil der Wasserstand etwas niedrig war“, meinte Volpers.


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