Im Gespräch mit Michael Brehe „In Deutschland konkurrenzlos...“ – der Rubbenbruchsee-Marathon

Von Stefan Alberti

Laufen ist seine Welt: Michael Brehe (Startnummer eins im Bayern-Trikot), Organisator des Rubbenbruchsee-Marathons. Foto: Swaantje HehmannLaufen ist seine Welt: Michael Brehe (Startnummer eins im Bayern-Trikot), Organisator des Rubbenbruchsee-Marathons. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Manchmal sollte man nicht lange reden, sondern gewisse Ideen einfach umsetzen. So ähnlich hat Michael Brehe gehandelt – und vor einigen Jahren den Rubbenbruchsee-Marathon ins Leben gerufen. Start der dritten Auflage: Samstag, 10. Dezember 2016, 11 Uhr. Ein Gespräch mit dem „Macher“.

Herr Brehe, so ein Marathon bedeutet doch reichlich Arbeit und Organisation. Wie schaffen Sie das?

Eigentlich möchte ich mich gar nicht so herausstellen.

Aber mit Ihnen steht und fällt der Marathon am Rubbenbruchsee.

Na ja, das stimmt. Das ist halt ein bisschen Arbeit, aber es sind auch nicht so viele Teilnehmer dabei. Ich möchte nur, dass es eine schöne Veranstaltung für alle wird.

Was heißt „nicht so viele Teilnehmer“?

Unterm Strich werden es rund 70 Teilnehmer sein. Das ist das Limit.

Was sicher auch mit dem zu bewältigenden Aufwand zusammenhängt.

Richtig. Wenn wir noch viel mehr Teilnehmer zulassen würden, wäre natürlich die Organisation für die Helfer aus meiner Familie und meinem Freundeskreis viel aufwendiger.

Und so sind Sie seit der ersten Auflage regelmäßig und schnell ausgebucht.

So ist es. Mit diesem Marathon im Dezember sind wir in Deutschland konkurrenzlos, was sich ja auch an so manchen Anmeldungen ablesen lässt.

Zum Beispiel?

In diesem Jahr ist ein Läufer aus Nordschweden dabei. Die Interessenten werden über das Internet auf unseren Lauf aufmerksam – und melden sich dann an. Ja, man kann sagen, dass unser Teilnehmerfeld international und bunt gemischt ist – vom „Ersttäter“ bis zum erfahrenen Teilnehmer mit mehreren Hundert Marathon- und Ultramarathon-Läufen in den Beinen. Oder anders ausgedrückt: vom jüngsten Teilnehmer, Jahrgang 1997, bis zum ältesten, Jahrgang 1943. Dass wir durchaus immer mehr im Fokus stehen, merke ich auch an den zunehmenden Anfragen von Laufvermittlern.

Die was konkret anfragen?

Sie bieten afrikanische Top-Läufer an, die natürlich so einen Marathon attraktiv machen können. Aber da sind wir wieder bei dem Aufwand und unserer Philosophie. Solche Top-Läufer verlangen dann auch eine Antrittsgage, die wir nicht zahlen wollen und können.

Sie laufen auch mit?

(lacht) Sicher. Ich laufe mit – und habe dann als Organisator auf der Strecke meine Ruhe.

Seit wann sind Sie dabei?

Seit 2003. Meinen ersten Marathon habe ich in München gelaufen. Damals ist dort die Frau meines Freundes auch gelaufen – und irgendwie wurde ich von diesem „Marathon-Virus“ infiziert.


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