DTTB-Bundesranglistenfinale Osnabrücker Jonah Schlie fährt zur Tischtennis-DM

Meine Nachrichten

Um das Thema OS-Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Hagen. Das Osnabrücker Tischtennis-Talent Jonah Schlie hat sich beim Bundesranglistenfinale des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB) in Hagen das letzte Ticket für die Deutschen Meisterschaften (DM) gesichert. Auch Anne Sewöster aus Wellingholzhausen und Sonja Busemann aus Bad Iburg fahren im März 2017 zur DM nach Bamberg.

Beim Bundesranglistenfinale qualifizieren sich sowohl bei den Herren als auch bei den Damen die ersten 13 Spieler für die Deutschen Meisterschaften im nächsten Jahr in Bamberg (3. bis 5. März 2017). Der 17-jährige Jonah Schlie war als Nachrücker in das Turnier gestartet, das bei den Herren Alexander Flemming vom Bayerischen Tischtennis Verband und bei den Damen Tanja Krämer vom Tischtennisverband Baden-Württemberg gewannen.

Niederlage im Achtelfinale

Nachdem der für den TSV Lunestedt spielende Voxtruper in der Gruppenphase nach drei Siegen und zwei Niederlagen Platz drei erreicht hatte, gewann das Talent in der Zwischenrunde gegen Björn Helbing vom 1. FC Köln mit 4:2. Weniger Glück hatte Schlie gegen den Kölner Björn Malessa. Nach 2:0-Satzführung hieß es am Ende 2:4. „Ich konnte das Niveau nicht halten. Am Ende war er dann doch besser“, sagte der Nachwuchsspieler. Nach dem Aus im Achtelfinale verlor der auf Position 32 gesetzte Schlie gegen Nils Hohmeyer mit 2:4 im Spiel um Platz 9 bis 16. (Weiterlesen: Schlagfertig: Jonah Schlie erobert die Tischtenniswelt)

Letzte Chance genutzt

Zu dem Zeitpunkt war klar, dass 17-Jährige die nächsten beiden Spiele gewinnen muss, um sich doch noch das Ticket für die Deutschen Meisterschaften zu sichern. Gegen den Linkshänder Fan Bo Meng gab Rechtshänder Schlie den ersten Satz mit 5:11 ab. Danach ließ er seinem Gegner keine Chance, gewann die nächsten vier Sätze mit 13:11, 13:11, 11:8 und 11:6 und besiegte Meng mit 4:1. Im Spiel um Platz 13 und damit um das letzte Ticket für die DM traf Schlie auf Tom Eise. Den Spieler aus Baden-Württemberg besiegte Schlie mit 4:2 (11:7, 11:6, 7:11, 11:7, 8:11 und 11:9). Als er den entscheidenden Ballwechsel für sich entschied, riss er die Arme in die Luft und jubelte vor Erleichterung und Freude. (Weiterlesen: Tischtennis: Jonah Schlieh startet stark in die EM)

Krönung des Wochenendes

Trainerin Christiane Praedel lobte ihren Schützling. „Jonah hat sehr gut gespielt. Erst sah es einfach aus, aber dann hat sich Eise gut auf ihn eingestellt.“ Dass er sich qualifiziert habe, sei die Krönung des Wochenendes. Schlie möchte sich jetzt auf die DM vorbereiten. „Ich werde fleißig trainieren und ein paar Turniere dafür nutzen.“ Und er hat sich auch schon etwas vorgenommen. „Ich möchte Erfahrung sammeln, einfach Spaß am Tischtennis spielen haben und das beste herausholen“, freut sich Schlie auf das Turnier.

Sewöster qualifiziert

Das darf sich auch Anne Sewöster. Nachdem die beim MTV Tostedt spielende Wellingholzhausenerin im vergangenen Jahr die Qualifikation verpasst hatte, löste sie dieses Mal das Ticket. „Sie hat insgesamt eine gute Leistung gezeigt“, sagte Praedel, die auch Sewöster betreut. Nach Platz drei in der Gruppenphase mit drei Siegen und zwei Pleiten und einem Sieg in der Zwischenrunde unterlag Sewöster der späteren Siegerin Krämer im Achtelfinale mit 0:4. Im Spiel um Platz 9 bis 16 besiegte Sewöster Laura Tiefenbrunner mit 4:1 und sicherte sich die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.

Busemann Gruppenerste

Sonja Busemann legte mit 5:0-Siegen in der Gruppenphase einen perfekten Start ins Turnier hin. Im Achtelfinale musste sich die Bad Iburgerin, die für den TSV Langstadt spielt, Julia Kaim geschlagen geben (1:4). Im Spiel um Platz 9 bis 16 schaffte Busemann mit einem 4:1-Sieg über Svenja Horlebein die Qualifikation für die DM.

„Kleine Enttäuschung“ für Shiiba

Diese hat in diesem Jahr Maria Shiiba verpasst. Die für den MTV Tostedt spielende Ankumerin war bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Laut Praedel habe es für die Spielerin trotz einer Leistung auf gutem Niveau nicht gereicht. „Für sie ist das schon eine kleine Enttäuschung. Aber sie hatte auch eine schwere Gruppe.“

Krieger zufrieden

Der Abteilungsleiter Tischtennis bei den Sportfreunde Oesede, Carsten Krieger, war mit dem Verlauf des Turniers zufrieden. „Das Team hat super funktioniert.“ Rund 50 Leute hätten geholfen. Dass die Sportfreunde das Turnier organisieren durften, ist für Krieger eine große Ehre. „Das zeigt, dass wir speziell auf Turnierebene in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet haben.“ Es sei immer viel Arbeit, aber sie außerordentlich Spaß. „Uns ist es wichtig, dass alle zufrieden sind. Dann sind wir auch zufrieden.“ (Weiterlesen: Tischtennis-Spitzenspieler messen sich in Niedermark)

Lob und Kritik

Ein großes Lob gab es von Michael Althoff, Ressortleiter Erwachsenen-Sport beim DTTB. „Ein war ein hervorragend organisiertes Turnier“, sagte er bei der Siegerehrung. Es habe alles sehr gut funktioniert. Kritik äußerte Althoff am Teilnehmerfeld. „Es hat im Vorfeld viele Absagen gegeben. Das ist nicht zufriedenstellend.“ Er wolle an einem Konzept arbeiten, damit das Bundesranglistenfinale wieder attraktiver werde.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN