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Frank Willenborg steigt auf Osnabrücker Schiedsrichter pfeift künftig Bundesliga

Künftig in der Bundesliga aktiv: Der Osnabrücker Schiedsrichter Frank Willenborg. Foto: imago/pmkKünftig in der Bundesliga aktiv: Der Osnabrücker Schiedsrichter Frank Willenborg. Foto: imago/pmk

Osnabrück. Er weiß es schon etwas länger, offiziell verkündet wurde es aber erst jetzt. Frank Willenborg aus Osnabrück wird künftig als Schiedsrichter Spiele in der Fußball-Bundesliga leiten.

Der Anruf von Herbert Fandel kam am Tag des DFB-Pokalfinals am 21. Mai. Der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichterausschusses teilte Willenborg mit, dass er ab der kommenden Saison im Oberhaus eingesetzt wird. „Auch wenn es erst nicht wirklich greifbar war, war ich sehr euphorisch und happy“, sagt Willenborg.

Nach der abgelaufenen Spielzeit waren Florian Meyer, Knut Kircher und Michael Weiner aus Altersgründen ausgeschieden, außerdem war Peter Sippel aus privaten Gründen zurückgetreten. Neben Willenborg komplettieren Benjamin Cortus (Rothenbach), Robert Kampka (Schornbach) und Harm Osmers (Hannover) das Bundesligateam der Schiedsrichter.. (Weiterlesen: Willenborg beim Länderspiel in den Niederlanden im Jahr 2010).

Seit 2007 in der 2. Bundesliga

Einige Medien hatten Unverständnis geäußert, dass nicht Bibiana Steinhaus als notenbeste Unparteiische der 2. Bundesliga aufsteigt. Der Grund dafür ist aber ganz einfach: In die Bewertung fließen neben weiteren Faktoren vor allem die Leistungen der Schiedsrichter über einen Zeitraum von mehreren Jahren ein. Willenborg gehört seit längerem bereits zu den Top-Referees des Fußball-Unterhauses und so ist seine Berufung eine logische Konsequenz.

Der Realschulleher stammt ursprünglich aus Friesoythe und pfeift immer noch für den SV Gehlenberg-Neuvrees. Während seines Studiums ist der 37-jährige Familienvater nach Osnabrück gekommen und sesshaft geworden. Jetzt wird Willenborg der erste Bundesligaschiedsrichter, der aus dem Bezirk Weser-Ems kommt. „Ich hoffe, dass es ein bisschen Sogwirkung hat. Als ich angefangen habe, habe ich nie gedacht, dass ich eines Tages mal in der Bundesliga pfeife. Das sollte man aber auch gar nicht, sondern vor allem mit Idealismus an die Sache gehen“, betont er.

Keine andere Vorbereitung für die Bundesliga

In der Vorbereitung auf seine Premierensaison in der Bundesliga wird Willenborg nichts anders machen als bisher. Seit der Saison 2007/08 pfeift er bereits in der 2. Bundesliga, die neue Spielklasse wird aber auch Veränderungen mit sich bringen. „Die mediale Präsenz ist um einiges höher, dessen bin ich mir bewusst“, sagt Willenborg. Auf sechs bis acht Einsätze wird er in seiner ersten Spielzeit ungefähr kommen. Einen „sanften Einstieg“ wird es nicht geben, zu groß ist das öffentliche Interesse und die Bedeutung der Spiele mittlerweile.

Neuland ist die Liga eins für den Osnabrücker nicht. Als Assistent, vor allem von Florian Meyer, war er schon in vielen Stadien aktiv. Die Zeit an der Linie ist ab jetzt aber vorbei, denn künftig wird Willenborg den Platz auch in der Bundesliga mit Pfeife in der Hand betreten. (Weiterlesen: So sieht Schiedsrichter Willenborg die EM).


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