Neues Ritual ab Sommer für alle Stadtfußball Osnabrück: Einlaufen wie die Profis

Einlaufen mit Fair-Play-Handshake: Was die B-Junioren-Bundesliga-Fußballer des VfL Osnabrück vormachen, übernimmt ab sofort der gesamte Stadtfußballkreis. Foto: Nico-Andreas Paetzel/FuPaEinlaufen mit Fair-Play-Handshake: Was die B-Junioren-Bundesliga-Fußballer des VfL Osnabrück vormachen, übernimmt ab sofort der gesamte Stadtfußballkreis. Foto: Nico-Andreas Paetzel/FuPa

Osnabrück. Ab sofort gilt für alle offiziellen Verbandsspiele im Fußball-Kreis Osnabrück Stadt ein neues Einlauf-Ritual: Wie bei den Profis laufen die Fußballer beider Teams hinter dem Schiedsrichter auf das Feld. Dann stellen sie sich parallel zur Seitenlinie auf, bevor der Kapitän der Gastmannschaft seine Spieler am Referee und der Heimelf vorbeiführt, wobei sich alle Akteure per Handschlag begrüßen.

„Die Maßnahme ist Teil des Gewalt-Präventionskonzeptes im Rahmen des DFB-Masterplans und soll ab der kommenden Saison sowieso bei allen Verbandsspielen in Deutschland umgesetzt werden“, erklärt Frank Schmidt als Vorsitzender des Stadtfußball-Kreises. In Bayern oder Teilen Nordrhein-Westfalens ist der gemeinsame Einlauf der Teams bereits Usus, in Niedersachsen wird er bis dato nur in den höheren Jugendspielklassen und in der Oberliga durchgeführt. Landesliga, Bezirksliga und die Spielklassen im Landkreis Osnabrück bleiben noch bis Sommer von der Einlaufpflicht befreit.

Dass der Stadtfußballkreis nun das gemeinsame Einlaufen und der Handshake im Sinne des Fair-Play bereits vorab einführt, liegt schlicht daran, dass sich alle Vereinsvertreter auf dem jüngsten Senioren-Staffeltag einhellig dafür ausgesprochen haben, das zu tun. „Uns ist im Sinne der Ritualisierung wichtig, dass das gemeinsame Einlaufen und der Fair-Play-Handshake ausnahmslos bei jedem Spiel erfolgt. Dafür liegt die Verantwortung nicht allein beim Schiedsrichter, sondern vielmehr bei allen Beteiligten“, erklärt Schmidt.

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Denn da vorab geklärt werden muss, von welcher Seite aus eingelaufen wird, ob dies im Schritt- oder im Dauerlauftempo erfolgt und welche Spielfeld- oder Tribünenseite nach dem Aufreihen der Teams von den Fußballern primär begrüßt wird, sind Vorab-Absprachen zwischen den Kickern und dem Schiedsrichter notwendig. Schon diese Kontaktaufnahme soll im Vorfeld der Partie den Austausch zwischen den Teams fördern: Respekt anstatt Geringschätzung des Gegners ist das Kalkül mit dem Ziel, dass es beim späteren Spiel zu keiner Eskalation auf dem Feld kommt. „Wir werden Erfahrungen dazu sammeln und das Ganze im Sommer auswerten. Aber: Ich bin frohen Mutes, dass irgendwann gefragt wird, warum wir das Einlaufen nicht schon immer so gemacht haben“, freut sich Schmidt auf den „Fair-Play-Handshake“.

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