Segel-Weltmeisterschaft Leonie Meyers Olympiatraum platzt bei der WM

Von Johannes Kapitza

Der Traum von Olympia ist 2016 zerplatzt: Elena Stoffers (vorn) und die Osnabrückerin Leonie Meyer wurden 21. bei der Segel-Weltmeisterschaft und haben keine Chance mehr auf einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Archivfoto: Sabine MeyerDer Traum von Olympia ist 2016 zerplatzt: Elena Stoffers (vorn) und die Osnabrückerin Leonie Meyer wurden 21. bei der Segel-Weltmeisterschaft und haben keine Chance mehr auf einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Archivfoto: Sabine Meyer

Im türkisblauen Wasser vor der Westküste Floridas haben die Olympiahoffnungen der Osnabrücker Seglerin Leonie Meyer ein jähes Ende genommen. Bei der Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Clearwater landete die 23-Jährige gemeinsam mit ihrer Partnerin Elena Stoffers auf dem 21. Platz – an sich im Weltvergleich der 49er-FX-Klasse keine schlechte Platzierung, aber zu wenig, um weiter im Rennen um einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mitzukämpfen.

Denn Victoria Jurczok und Anika Lorenz sicherten sich in Clearwater WM-Bronze. Schon bei der Europameisterschaft 2015 in Porto hatten die beiden gebürtigen Berlinerinnen vor Meyer/Stoffers abgeschnitten. Die EM in Porto und die WM in Clearwater waren vom deutschen Verband als zwei von drei Entscheidungsrennen um einen Startplatz in Rio ausgegeben worden. Im verbandsinternen Vergleich liegen Meyer/Stoffers auch noch hinter Tina Lutz und Susann Beucke auf Rang drei. Schon vor dem dritten Rio-relevanten Rennen um die Princess Sofia-Trophy Ende März/Anfang April vor Mallorca ist der Abstand der Osnabrückerin und ihre Kieler Vorschoterin auf das beste deutsche Team so groß, dass sie sich nicht mehr das Olympiaticket holen können. Meyer hatte sich vor der WM noch Chancen ausgerechnet, dafür aber als Ziel ausgegeben, als bestes deutsches Boot in Clearwater abzuschneiden, um den Rückstand der EM aufzuholen. Nach Platz zwei in der Auftaktregatta der WM fehlte Meyer und Stoffers allerdings das Glück: Vier Regatten schlossen sie im Mittelfeld ab, erst zum Ende der Qualifikationsrennen sprangen wieder bessere Ergebnisse und ein Startplatz unter den 25 Top-Teams der „gold-fleet“ heraus. Zwei durchwachsenen Finalrennen folgte ein gutes (Platz fünf), dann allerdings drei hintere Plätze, so dass das finale Medaillenrennen der besten zehn Boote ohne das Duo ausgetragen wurde.

Den WM-Titel in Clearwater sicherte sich mit einigem Abstand das dominierende spanische Duo Tamara Echegoyen/Berta Betanzos.