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Kampfansagen und ein Karriereende Leo Awards: Meyer und Bergmann wollen zu Olympia

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Es waren die besonderen Momente, die die 7. Nacht des Sports im Osnabrücker Alando Palais auszeichneten. Sinnbildlich für die gesamte Veranstaltung stand die Kategorie „Sportler des Jahres“, die Kickboxer Oliver Schawe gewann.

Osnabrück. Als Jonas Bergmann die Bühne als Zweitplatzierter jener Kategorie, passierte das kleine Missgeschick. Dem Schwimmer, der schon 2013 einen „Leo-Award“ gewonnen hatte, wurde irrtümlich auch die Trophäe für das Jahr 2015 kurz überreicht. Organisator Thorsten Pisker schritt ein und wies die Bühnencrew darauf hin, dass die Auszeichnung nicht für Bergmann sei. Die Antwort des 20-Jährigen: „Das ist nicht schlimm, da ich gesehen habe, wer gewinnt.“ Er meinte Kickboxer Oliver Schawe und in dieser Aussage steckt viel vom Geist der Nacht des Sports. Alle Sportler freuen sich mit den Gewinnern, Verlierer gibt es an diesem Abend nicht. „Olli Schawe hat es auch verdient“, sagte Bergmann später sportlich fair.

Unterschiedliche Ambitionen

Wie unterschiedlich die Ambitionen der Aktiven vor Ort sind, zeigte sich ebenfalls gut an den beiden Erstplatzierten. Während Bergmann auf einen Staffelplatz im deutschen Team bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro hofft, verkündete Schawe im Alando seinen Rücktritt vom aktiven Leistungssport. „Ich bin fast 47 Jahre alt. Nach den tollen Ereignissen und der Verletzung im letzten Jahr ist es einfach Zeit, Schluss zu machen“, sagte der Besitzer einer Kampfsportschule. 2015 war er zum zehnten Mal Weltmeister im Kickboxen geworden, hatte zwei große Turniere in den USA gewonnen, und das, obwohl er sich zu Beginn des Jahres das Kreuzband im Knie gerissen hatte.

Das gleiche Ziel wie Schwimmer Bergmann hat auch die Sportlerin des Jahres. Seglerin Leonie Meyer bezeichnete ihre Olympia-Chancen dabei als „relativ gut“. Der Leo-Award dient dabei vielleicht auch als Motivationshilfe. „Ich freue mich riesig, denn ich hätte niemals damit gerechnet. Segeln ist für die Osnabrücker Region ein weit entfernter Sport.“ Die in Kiel lebende Meyer hat sich mittlerweile ganz ihrem Sport verschrieben. „Ich bin an der Uni noch eingeschrieben, aber nicht ganz so oft da“, sagte sie schmunzelnd. An diesem Montag geht es für Meyer zur WM-Vorbereitung nach Florida.

Läufer wollen Bestzeit knacken

Ähnlichen Ehrgeiz zeigte auch die männliche Mannschaft des Jahres. Die 4x400-Meter-Staffel der LG Osnabrück war im vergangenen Jahr bei der Deutschen Meisterschaft Sechster geworden. Die aufgestellte Bestzeit soll in der neuen Saison gleich wieder wackeln. „Wir wollen in Kassel wieder angreifen, und vielleicht sind wir ja noch mal genauso schnell – oder vielleicht auch schneller“, formulierte Fabian Dammermann eine Kampfansage für sein Team. Nach zwei Aufstiegen in Folge sind die Volleyballerinnen des VfL Lintorf naturgemäß etwas zurückhaltender. Ein weiterer Aufstieg sei erst mal nicht das Ziel, erklärte das in voller Stärke angetretene weibliche Team des Jahres, das seinen Award lautstark feierte, sich bei der anschließenden Party allerdings etwas zurückhielt. Schließlich stand am Sonntag das Heimspiel in der Regionalliga gegen den Oldenburger TB auf dem Programm.

Tolischus an gleicher Stelle wieder geehrt

Nach einer weiteren Rekordbeteiligung wurde der Silvesterlauf des OTB zum Event des Jahres gewählt, der Medienpreis ging an die Facebook-Seite der LG Osnabrück. Nach seiner Wahl zum Fußballer des Jahres bei der Players Party an gleicher Stelle erhielt Max Tolischus vom TuS Bersenbrück auch den Fußball-Leo.

Jubeln durfte Jonas Bergmann übrigens auch noch. Janina Braun wurde zur Trainerin des Jahres gewählt und hatte eine einfache Erklärung, warum es möglich ist, so viel Zeit zu investieren. „Die Liebe zum Sport gehört einfach dazu.“ Das können sicherlich alle 600 Besucher unterschreiben.


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