Die ganz besondere Reise Osnabrücker überreichen Südafrikanern Trikotsatz

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Osnabrück. Marion Hoppe wollte in Südafrika nicht nur Urlaub machen, sie wollte helfen. Der Fußball schien eine perfekte Plattform darzubieten. Mit einem Trikotsatz machte sich die 54-Jährige auf die Reise.

Es sollte eine ganz besondere Reise werden. Schließlich feierten die Osnabrücker Marion und Martin Hoppe in diesem Jahr ihre Silberhochzeit. Das Paar einigte sich auf Südafrika als Urlaubsziel. Doch das war der 54-Jährigen nicht genug, Marion Hoppe wollte etwas erleben, etwas Gutes tun. Ein Dreivierteljahr nahm sich die Sekretärin für die Planung Zeit. „Ich habe mich viel mit Südafrika beschäftigt“, erinnert sie sich und fügt mit einem Lachen hinzu: „Ich habe erfahren, dass dort enorm viele Menschen fußballverrückt sind.“ Der Entschluss stand fest. Die Sportart ist genau das, wo Marion Hoppe ansetzen wollte. Sie nahm mit einigen Vereinen aus der Region Osnabrück Kontakt auf, wollte Trikots für Kinder und Jugendliche in Südafrika sammeln.

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Mit Erfolg: Der Medienwart von Rot-Weiß Sutthausen Henning Köster war von der ersten Sekunde an begeistert, stellte ohne lange nachzudenken einen kompletten Trikotsatz zur Verfügung. Eine Organisation, der diesen empfangen sollte, war anschließend auch gefunden. Young Bafana widmet sich der Entwicklung von benachteiligten Kindern aus ärmeren Verhältnissen durch Bildungs- und Fußballprogramme.

Transport ist kein Problem

Der Transport des Trikotsatzes nach Südafrika stellte für die Hoppes kein Problem dar. „Schließlich haben wir uns dieses Mal im Flugzeug die Business-Class gegönnt. Wir durften also mehr Gepäck mitnehmen“, sagt die 54-Jährige mit einem Schmunzeln.

Zwölf Kinder in einem Auto

Wie gesagt, es sollte halt eine ganz besondere Reise werden. In der Nähe von Kapstadt verabredeten sich die Osnabrücker mit dem Gründer von Young Bafana Bernd Steinhage. In einem kleinen VW-Bus ging es anschließend in einen Township. Dann wurde es gemütlich im Auto. „Wir haben noch zwölf Kinder eingesammelt, einer musste sogar auf meinem Schoss sitzen. Aber sie passten noch rein“, berichtet Marion Hoppe. Sobald die Kinder das Auto verließen, zogen sie sich so schnell wie es nur ging ihre neuen Trikots über.

Erst lernen, dann kicken

Doch bevor es auf den Fußballplatz ging, hieß es erst einmal die Schulbank drücken. Englisch stand auf dem Programm. Doch so richtig konnten sich die Kinder, die ausschließlich dem Stamm der Xhosa angehören, nicht konzentrieren. „Sie wollten wohl sofort kicken gehen“, sagt die Sekretärin. Als es dann endlich soweit war, gab es für die Nachwuchsspieler kein Halten mehr.

Hoffnung auf ein besseres Leben

Fußball bedeutet für die Kinder mehr als zu schießen, zu dribbeln, zu passen, zu laufen. „Die Kinder sehen in diesem Sport eine Chance, entdeckt zu werden und ein besseres Leben zu führen“, bemerkt Marion Hoppe und wirkt für eine kurze Zeit nachdenklich. Für sie war es keine einmalige Sache – im Gegenteil. Sie möchte weiterhelfen und unterstützen. Dafür benötige es keine Silberhochzeits-Reise, sagt die 54-Jährige. Da gibt es zum Beispiel Dario Urbanski, der vor einigen Jahren nach Südafrika ausgewandert ist und selbst regelmäßig Fußballturniere für Kinder und Jugendliche ansetzt, ohne eine Organisation im Hintergrund. „Davon bin ich auch sehr beeindruckt“, verrät Marion Hoppe.

Auf der Suche nach weiteren Trikotsätzen

Hierfür ist sie weiter auf der Suche nach neuen Trikotsätzen. Denn ihr Südafrika-Trip mit allen Eindrücken lässt die Osnabrückerin einfach nicht los, schließlich war es eine ganz besondere Reise.


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