Leichtathleten überzeugen bei DM in Jena Kein Medaillenlohn für starke Leistungen

Von Sportredaktion


Jena/Osnabrück. Mit drei Endkampf- und Endlauf-Platzierungen überzeugten die Osnabrücker Leichtathleten bei den deutschen U18- und U20-Meisterschaften in Jena – auch wenn die die Mitfavoriten Jannik Seelhöfer über 2000 m Hindernis und Ria Möllers (beide SC Melle) auf dem undankbaren vierten Platz landeten.

Seelhöfer musste seinen Auftritten bei der EM und U20-DM (Bronze) der letzten Wochen Tribut zollen. In der letzten Runde ließ der Meller abreißen.

Bei U20-DM in der Vorwoche gab es dreifach Bronze für Osnabrücker Leichtathleten Dennoch erzielte er in 5:44,87 Minuten eine neue Bestzeit. Indes sucht Möllers weiter nach ihrer Topform. Mit übersprungenen 3.80 Metern fehlten ihr 30 Zentimeter zur Titelverteidigung.

Leon Schröder (OTB) als positive Überraschung

Für die positive Überraschung des Wochenendes sorgte Leon Schröder vom OTB. Erst ganz spät hatte er das Ticket für Jena gelöst. Als Zweiter des Vorlaufs über 1500 Meter verbesserte er sich mit gewohnt starkem Endspurt auf 4:08.69 Minuten. Im taktisch geprägten Endlauf war die erfahrene Konkurrenz stärker, dennoch ist Platz sieben in 4:14,94 Minuten ein großer Erfolg. „Der Lauf war schwierig, aber dennoch habe ich nicht aufgegeben. Ich bin vollkommen zufrieden“, sagte der 17-Jährige.

Spurtstaffeln der LGO und des OTB verpassen Finale knapp

Auf den Plätzen neun und zehn verpassten die 4x100-m-Staffeln der LG Osnabrück (Dennis Aisch, Kimon Kassis, Fabian Dammermann und Jan Raßfeld) und des OTB (Daniel Wieczorek, Dominik Köpke, Malte Buchholz und Josh Pütz) das Finale, die LGO um nur 17 Hunderstelsekunden.

Fabian Dammermann überzeugt nach Trainer-Kritik

Platz zehn, Stadtrekord über 400 m mit 49,23 Sekunden und drittbester Starter des Jahrgangs 1997: Fabian Dammermann (LG Osnabrück) brachte die vielleicht hochkarätigste Osnabrücker Leistung. Dabei hatte es nach dem Vorlauf in 49,66 sec noch eine kleine „Krisensitzung“ zwischen Fabian und Trainer Anton Siemer gegeben, zu groß war die Enttäuschung über das verpasste A-Finale. Mit seiner Zeit als Zweiter des B-Finales hätte Fabian im A-Finale antreten dürfen – „und er wäre dort nicht letzter geworden“, ist sich Siemer sicher.

Tim Struckmann (SV Quitt Ankum) verkaufte sich über 200 Meter als Elfter in 22,15 Sekunden glänzend. Zum A-Finale fehlten ihm acht Hundertstelsekunden. Bemerkenswerte persönliche Bestzeiten erzielten Struckmann und Daniel Wieczorek (OTB) im Vorlauf über 100 m mit 11,00 bzw. 11,11 Sekunden, bevor im Zwischenlauf mit 11,18 (Rang 16) und 11,41 Sekunden (Rang 28) Endstation war.

LGO-Staffel mit großen Leistungssprung

Von Platz 33 der Meldeliste ins B-Finale und auf Gesamtrang Platz 13 – die 4 x 100-m-Staffel der LG Osnabrück in der U18 (Robin Becker. Eike Schöntag, Marian Backs, Felix Hasselmann) zeigte die größte Verbesserung und steigerte sich um eine halbe Sekunde auf beachtliche 44,27 Sekunden.

Dominik Köpke mit neuer Bestzeit

Platz 15 mit neuer Bestzeit von 56,31 Sekunden erlief sich Dominik Köpke (OTB) über 400 m der U20. Und haderte damit, acht der zehn Hürden mit dem „falschen“ Bein erwischt zu haben.

Mehr erhofft hatten sich über die 110 m Hürden Daniel Wieczorek (U18, 21. in 14,96 Sekunden mit starkem Gegenwind) und Malte Buchholz (U20, 18. in 15,33 Sekunden, beide OTB). Felix Hasselmann (LG Osnabrück) zahlte in Jena die Zeche für seine beiden tollen Läufe in der sechstplatzierten 4 x 400 m-Staffel bei der U20-DM in Nürnberg. Im dritten 400 m-Lauf binnen sieben Tagen langte es „nur“ noch zu 51,66 Sekunden und Rang 23 unter 35 Startern.

Josh Pütz nach Verletzungspech chancenlos

Josh Pütz (OTB) musste ausgerechnet vor der DM krankheitsbedingt pausieren. So war er über 800 m chancenlos und wurde anschließend zu allem Überfluss disqualifiziert. Auch Ann-Christin Opitz (SC Melle 03) hatte sich ihr DM-Debüt anders vorgestellt. Über 1500 m der U18 wurde sie in einen Sturz verwickelt. Tapfer lief sie das Rennen zu Ende, anschließend musste die Wunde am Knie geklammert werden.

Die 3x800 m-Frauenstaffel der LG Osnabrück (Cecilia Schowwe, Johanna Rasche und Marie Zepter) verkaufte sich auf Rang 18 gut und verpasste die eigene Bestzeit mit 7:12,38 nur knapp.