Rennfahrer Joel Volluz gewinnt 48. Bergrennen in Borgloh begeistert Fahrer und Fans

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Borgloh. 25.000 Motorsport-Fans besuchten am Wochenende nach Aussage des MSC Osnabrück das 48. Internationale Osnabrücker ADAC Bergrennen am Uphöfener Berg in Hilter-Borgloh – ein neuer Rekord. Der Streckenrekord wurde allerdings nicht gebrochen. Am Ende stand der Schweizer Joel Volluz ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Schon im letzten Jahr sprachen die Organisatoren des Internationalen Osnabrücker ADAC Bergrennens in Borgloh von einer Veranstaltung, die so leicht nicht zu toppen sei. Zur 48. Auflage musste sich Organisationsleiter Bernd Stegmann nun widersprechen: „Wir haben die Abläufe noch einmal optimiert und ich muss sagen: das war das schönste und erfolgreichste Bergrennen, das wir je veranstaltet haben.“ Und in guter, alter Manier stand am Ende ein Schweizer ganz oben auf dem Treppchen.

Schweizer Rennfahrer Joel Volluz gewinnt Bergrennen

Der Eidgenosse Joel Volluz verwies in seinem Osella FA 30 die Konkurrenz mit drei überragenden Läufen auf die Plätze. Schon nach dem ersten Durchgang führte der Schweizer das Klassement an, und gab seine Führung bis zum Ende auch nicht mehr her.

Im dritten Lauf verbesserte er seine Bestleistung sogar noch einmal und kam so auf eine Gesamtzeit von 2:36.902 Min. Somit war er über eine Sekunde schneller als sein Landsmann Eric Berguerand, der noch im letzten Jahr zum König am Uphöfener Berg gekrönt wurde. „Ich bin sehr zufrieden und glücklich über den Sieg. Heute war einfach ein perfekter Tag für mich, auch weil die Konkurrenz so unglaublich stark war“, sagte Volluz nach seinem Triumph. (Vor dem Bergrennen: Rennfahrer Berguerand im Interview)

Lob vom Sieger Joel Volluz

Und auch über die Strecke und die Organisation sprach er in den höchsten Tönen: „Die Strecke ist extrem technisch und höchst fordernd. Das fahrerische Können ist hier wirklich entscheidend. Man muss absolut mutig attackieren – aber so ist der Kurs hier nun einmal. Doch auch organisatorisch war das das Beste, was ich in meinen Rennen in Europa bisher gesehen habe.“ Nur eine Sache blieb dem 23-jährigen Schweizer verwehrt. Der Streckenrekord (51,434 Sekunden) seines Landsmannes Julien Ducommon blieb unangetastet. (Das Bergrennen in der Rückschau: die Höhepunkte 2015)

Über 400 ehrenamtliche Helfer sorgten für reibungslosen Ablauf

Über solche warmen Worte wird sich Bernd Stegmann mit Sicherheit freuen, schließlich steckt hinter all dem Spaß für die Fahrer und die Zuschauer jede Menge Arbeit. Über 400 ehrenamtliche Helfer hatten sich am Wochenende in Borgloh versammelt, damit die Veranstaltung reibungslos über die Bühne gehen konnte. Und das tat sie auch, sodass keine nennenswerten Zwischenfälle gemeldet werden mussten.

Besucherstärkstes Borgloher Bergrennen

Vor allem der enorme Zuschauerandrang imponierte dem Organisationsleiter: „Schon an diesem Freitag waren hier mehr Leute, als vor Jahren beim Training samstags. Und das, obwohl noch gar keine Autos auf der Strecke zu sehen waren. Insgesamt war es wohl das besucherstärkste Borgloher Bergrennen – ich tippe auf 25 000 Zuschauer plus X.“

Und diese Zuschauer hatten auf den Feldern an der Strecke bei fantastischem Wetter stets gute Laune, und feierten auch dann, wenn gerade keine Boliden mit einem Affenzahn der Berg hinauf bretterten. Die Rückfahrt der Wagen zurück zum Start wurde von den Fans teilweise sogar noch enthusiastischer bejubelt als die richtigen Läufe.

Elektroautos wieder am Start

Der E-Mobil-Bergcup, bei dem nur Elektroautos an den Start gingen, war vielleicht nicht der Zuschauermagnet Nummer Eins, allerdings hat auch er sich im dritten Jahr hintereinander bewährt. 26 von über 200 Teilnehmern aus 16 Nationen fuhren in diesem Jahr in den Autos, die man auf dem Weg nach oben auf den Berg geräuschmäßig nur erahnen kann.

Norbert Heisterkamp fuhr für den guten Zweck

Und auch der gute Zweck kam in Borgloh nicht zu kurz: Für den Preis von 75 Euro konnte man als Beifahrer von Schauspieler Norbert Heisterkamp in seinem PS-starken Mercedes mitfahren. Der Erlös dieser Fahrten ging zu 100 Prozent an die Organisation „Sportler 4 a childrens world e.V“, die sich für humanitäre Zwecke einsetzt.

„Vor dem Start habe ich noch kurz mit den Mitfahrern gesprochen. Als wir dann oben angekommen waren, konnte keiner der Beifahrer mehr so wirklich sprechen“, scherzte Heisterkamp am Mikrofon von Rennmoderator Matthias Witte. Für Stegmann ist der Einsatz für die gute Sache selbstverständlich: „Das Soziale wird immer seinen Platz beim Borgloher Bergrennen haben.“

Auch wenn die Aufräumarbeiten direkt nach dem letzten Fahrer begannen – gefeiert wurde trotzdem. „Natürlich mit Champagner“, verriet der glückliche Sieger Volluz am Ende mit einem Zwinkern.


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