Weiblicher Nachwuchs dominiert Leichtathletik: Bald eine Mädchensportart?

Von Sportredaktion

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Osnabrück. 174 Nachwuchsathleten aus 17 Vereinen aus der Region Osnabrück, Emsland und der Grafschaft Bentheim kämpften bei der Regionsmeisterschaft der Leichtathleten im Lingener Emslandstadion um die Titel der Altersklassen U16 und U14. Auffällig: Mit 121 Mädchen gegenüber nur 53 Jungen entwickelt sich die Leichtathletik in jungen Altersklassen langsam zu einer Mädchensportart.

Weil diese Altersklassen den Einstieg in die Leichtathletik bilden, ging es in Lingen vor allem um das Kennenlernen des Erlebnisses Wettkampf. „Es war alles neu und aufregend für mich“ berichtet die 12-jährige Celina. „Ich war überrascht, wie selbstständig die Kinder ihren Zeitplan verfolgen: wissen, wann sie wo sein müssen und sich gemeinsam ohne weitere Anweisungen aufwärmen“, ist die Mutter der elfjährigen Pauline begeistert.

Aus der Stadt waren die LG Osnabrück und der OTB vertreten, aus dem Landkreis der SC Melle 03, der TV Georgsmarienhütte und der TuS Bersenbrück. Für Anton Siemer, Schüler- und Jugendwart im Bezirk Weser-Ems, eine bedenklich geringe Zahl: „Da kann von flächendeckender Leichtathletik nicht mehr die Rede sein.“ Erfreulich war aber, dass die Osnabrücker in der Summe 68 Medaillen holten, die sich auf den SC Melle (25, davon 9 erste Plätze), die LGO (24, 15 erste Plätze), den OTB (13, zwei erste Plätze), den TV Georgsmarienhütte (5, ein erster Platz) und Bersenbrück (eine Medaille) verteilten. Beeindruckend und schon fast Tradition: Drei von vier Staffelwettbewerben gingen, allesamt mit deutlichem Vorsprung, an die LG Osnabrück. Rückenwind für die Landesmeisterschaften in Celle, die es nur in der Altersklasse U16 gibt, nahmen Athleten wie Linus Vennemann, Dominic Götz und Sören Wienke (alle LGO) sowie Mattis Seelhöfer (Melle) mit.


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