LGO, OTB und SC Melle stark Leichtathletik-DM: Staffel-Bronze für Seelhöfer

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spo Nürnberg. Eine Bronzemedaille, zwei neue persönliche Bestzeiten über 3000 Meter Hindernis und viele gute Endkampf-Platzierungen: die Leichtathleten aus Osnabrück Stadt und Land zeigten starke Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften im Nürnberger Grundig-Stadion.

Bronze gab es für den Melleraner Jannik Seelhöfer im Team der Startgemeinschaft Niedersachsen (Bredenbeck/ Delmenhorst/SC Melle 03) über 3 x 1000 Meter der männlichen Jugend U20. Im Vorlauf pausierte Seelhöfer – hatte er doch vor einer Woche bei der U20-EM in Eskilstuna (Schweden) Platz acht nach zwei kräftezehrenden Läufen, Vorlauf und Finale, über 3000 m Hindernis belegt. Im Finale demonstrierte Titelverteidiger Rehlingen seine Klasse, das Team Niedersachsen, für das Jannik als zweiter Läufer ins Rennen ging, kämpfte bis zur Zielgeraden mit dem TSV Bayer Leverkusen um Rang zwei. Am Ende stand die neue Jahresbestzeit von 7:33,63 Minuten, zu Silber fehlten nur fünf Zehntel.

Couragierte Rennen zeigte auch Vereinskollegin Ann-Christin Opitz bei Ihrem DM-Debüt. Als Startläuferin in der 3 x 800 Meter-Staffel half sie mit, sicher ins Finale einzuziehen. Hier konnte das Team nochmals um mehr als acht Sekunden zulegen – mit ihren Staffelkameradinnen der StG Niedersachsen (Bredenbeck/ Bad Harzburg/SC Melle) landete sie in 7:03,61 Minuten auf Rang sechs.

Dammerrmann stark in Staffel

Gleich zweimal musste das U20-Staffel-Team der LG Osnabrück über 4 x 400 Meter Jahresbestzeit laufen. Im Vorlauf sicherte Schlussläufer Fabian Dammermann mit einem fulminanten Endspurt den Einzug ins Finale, 3:25,16 Minuten bedeuteten sieben Zehntel Vorsprung zum undankbaren neunten Platz. Im Finale setzte Trainer Anton Siemer auf Angriff: mit Dammermann eröffnete Osnabrücks derzeit stärkster Viertelmeiler das Rennen. Mit Erfolg: Fabian übergab auf Rang drei, den Kimon Kassis, der ebenfalls wie Fabian unter der begehrten 50 Sekunden-Marke blieb, lange verteidigte. Felix Hasselmann als einer der jüngsten Finalteilnehmer lieferte erneut ein starkes Rennen, und Dennis Aisch sicherte am Ende Platz sechs mit bemerkenswerten 3:22,66 Minuten. Nur dreimal war eine Osnabrücker Staffel – allesamt im roten LG-Trikot – schneller. „Mit einem Team aus Eigengewächsen – sensationell“; freute sich Siemer. Und verwies auf die Chancenungleichheit: „Die ersten vier Teams kommen aus dem Osten, ihre Läufer leben in der Regel im Sportinternat. Damit trainieren sie doppelt bis dreimal so viel wie unsere Aktiven.“ Der Dank des LG-Teams ging noch aus dem Stadion an Sportarzt Stefan Schilling und die Physiotherapeuten des centrumed Athletik, die halfen, das Kimon und Fabian sich bemerkenswert schnell von im Mai erlittenen Muskelfaserrissen erholten. Nicht vergessen möchte Trainer Anton Siemer die Ersatzläufer Robin Becker und Jan Raßfeld, die mit in Nürnberg waren und jederzeit problemlos hätten eingesetzt werden.

„Es waren für mich die stimmungsvollsten Deutschen Meisterschaften der letzten Jahre. Das bei den Finalläufen der Jugendstaffeln schon fast 20000 Zuschauer im Stadion waren, habe ich noch nicht erlebt. Ein tolles Erlebnis für die Jugendlichen, dass sie nicht so schnell vergessen werden“, so Siemer.

Karsch und Palmowski überraschen

Tolle Leistungssteigerungen verzeichneten auch Marvin Karsch und Jana Palmowski (beide Osnabrücker TB) über 3000 Meter Hindernis. Beide überzeugten mit einem starken Schlusskilometer, pulverisierten ihre jeweilige persönliche Bestzeit – und beide erreichten den starken achten Rang bei den Senioren. Die Krankengymnastin Palmowski verbesserte dabei wie schon im Vorjahr ihre Zeit deutlich – nun um rund sieben Sekunden auf 10:42,93 Minuten. Karsch lief und sprang sogar neun Sekunden schneller als zuvor, knackte in 8:57,93 Minuten erstmals die Neun-Minuten-Marke und lag nur rund acht Sekunden hinter dem Uralt-Stadtrekord von Norbert Kepp aus dem Jahre 1967. In Osnabrück ist Karsch erst der Dritte, der nach Kepp und Maik Wollherr unter der Neun-Minuten-Marke geblieben ist.

Pech hatte Marie Zepter (LG Osnabrück) bei ihrer DM-Premiere bei den Frauen. Hochmotiviert ging sie an den Start – und stürzte an der dritten Hürde. Die 20-jährige, im Winter Deutsche Hochschulmeisterin über 400 Meter und amtierende Niedersachsenmeisterin über 400 Meter und 400 Meter Hürden, zeigte Kampfgeist, rappelte sich auf und beendete das Rennen als Zwölfte.Der Blick auf die Vorlaufergebnisse vergrößerte die Enttäuschung: Der Einzug ins Finale wäre durchaus möglich gewesen. Knapp, genauer gesagt wegen drei Hundertstelsekunden, scheiterte Alina Koop (OTB) am Einzug in den Endlauf über 800 Meter, wobei sie in 2:08,90 Minuten mit einer guten Zeit überzeugte. Vereinskollege Johannes Riemann trat über 110 Meter Hürden ins letzte Hindernis und hatte so keine Chance auf das Finalticket.


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