Nach Bronze in Minsk zu Universiade Judoka Püschel mit Medaillen-Empfehlung nach Südkorea

Lea Püschel tritt in diesem Jahr erstmals bei den Frauen an und ist dabei auf internationalem Parkett unterwegs. Archivfoto: Thomas OsterfeldLea Püschel tritt in diesem Jahr erstmals bei den Frauen an und ist dabei auf internationalem Parkett unterwegs. Archivfoto: Thomas Osterfeld

spo/jka Minsk/Osnabrück. Lea Püschel von den Judo Crocodiles Osnabrück gehört zu den 120 deutschen Sportlern, die der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) zur Sommer-Universiade nach Südkorea entsendet. Erst am Wochenende hatte sie sich auf internationaler Ebene ins Rampenlicht gekämpft.

Bei den European Open in Minsk gewann Püschel Bronze, eine „richtig wichtige Medaille“, wie Crocodiles-Trainer Teja Ahlmeyer den dritten Platz einordnet. Aktuell gehört Püschel dem deutschen C-Kader an. Mit Bronze in Minsk habe sie aber ordentlich Punkte in der Rangliste gesammelt und möglicherweise Aufstiegsaussichten in der Nationalmannschaft, wenn zum Jahresauftakt 2016 der B-Kader nominiert wird, hofft Ahlmeyer. „Das ist schon eine Hausnummer und lässt für die Zukunft einiges offen“, ordnet er das Edelmetall ein.

International tritt Püschel, die während ihres Polizeistudiums in Hannover am Olympiastützpunkt Niedersachsen trainiert, ab dem 3. Juli in Südkorea in den Fokus. Sie ist eine von 18 Judoka im Team des Deutschen Hochschulsportverbandes, das an der 28. Sommer-Universiade in Gwangju teilnimmt. Mit rund 13000 Teilnehmern aus mehr als 150 Nationen ist die Universiade die größte Multi-Sportveranstaltung nach Olympischen Spielen, teilt der adh mit. Vom 3. bis 14. Juli stehen an zwölf Wettkampftagen 272 Entscheidungen in 21 Sportarten auf dem Programm. Der adh schickt ein rund 180-köpfiges Team nach Asien, darunter 120 Athleten. „Zur Sommer-Universiade werden viele Länder ihre Top-Athleten entsenden. Insbesondere die führenden Sportnationen aus Asien und Osteuropa treten in zahlreichen Sportarten mit ihren A-Kadern an. Im deutschen Universiade-Team stehen traditionell vor allem die Nachwuchsathleten im Vordergrund. Sie sollen über die Universiade Erfahrung sammeln und Motivation für zukünftige Zielwettkämpfe wie Weltmeisterschaften und Olympische Spiele schöpfen“, sagt adh-Sportdirektor Thorsten Hüsch in einer Mitteilung.