Kickbox-Weltmeister Oliver Schawe Erst Erholung, dann wieder Vorbereitung

Von Malte Schlaack

Weltmeister: Kickboxer Oliver Schawe. Foto: privatWeltmeister: Kickboxer Oliver Schawe. Foto: privat

Osnabrück. Aller Aufwand und alle Schmerzen haben sich gelohnt. Der Wallenhorster Oliver Schawe hat in Portugal seinen zehnten Weltmeisterschaftstitel im Kickboxen geholt. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland stehen für den 46-jährigen zwei Dinge im Vordergrund: Erholung und Vorbereitung.

Erholung braucht dabei in erster Linie Schawes Knie. Nach einem Kreuzbandriss im Januar hatte sich der Besitzer einer Kampfsportschule gegen eine Operation und für eine konservative Behandlung entschieden. Das ermöglichte ihm allerdings erst die Teilnahme an der WM in Portimao. In zwei Kämpfen hatte er sich dort dann erneut das Knie verdreht und dabei überstreckt. Schawe hielt aber durch und belohnte sich mit seinem zehnten Titel. „Mit der Vorgeschichte ist es natürlich noch etwas schöner und jetzt lege ich erstmal etwas Eis auf das Knie“, sagt Schawe, der schon wieder große Pläne hat.

Ende Juni soll es mit einem Team zum größten Kickbox-Turnier der Welt, den US Open, nach Orlando und kurz danach nach Las Vegas in die USA gehen. „Ein Sieg bei den US Open fehlt noch in meiner Sammlung“, sagt Schawe, der hofft, dass sich sein Knie bis dahin wieder erholt und belastbar ist, zumal er noch einen weiteren hochattraktiven Kampf in Aussicht hat. Von Verbandsseite hat der zehnfache Weltmeister das Angebot bekommen, im kommenden Jahr einen Profi-WM-Kampf vor großem Publikum zu bestreiten. Da rücken auch Gedanken an das eigentlich geplante Karriereende erst einmal in den Hintergrund. „So lange der sportliche Reiz da ist, bin ich dabei“, sagt Schawe.


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