Schawe startet in Portugal Wallenhorster Kickboxer trotz Kreuzbandrisses zur WM

Von Sportredaktion

Viel Disziplin: Kickboxer Oliver Schawe fährt trotz eines Kreuzbandrisses zur WM nach Portugal. Archivfoto: Helmut KemmeViel Disziplin: Kickboxer Oliver Schawe fährt trotz eines Kreuzbandrisses zur WM nach Portugal. Archivfoto: Helmut Kemme

Wallenhorst. Der Wallenhorster Oliver Schawe startet trotz eines im Training erlittenen Kreuzbandrisses bei der Kickbox-WM der ISKA (International Sport Kickboxing Association) ab Mittwoch in Portugal.

Der 46 Jahre alte Kampfsport-Profi aus Wallenhorst, der sich am 7. Januar das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen hatte, entschied sich nach Beratung mit dem Kniespezialisten Dr. Draxler aus GMHütte gegen eine Operation und für eine konservative Behandlung. Mit verstärktem Muskelaufbau wurde das verletzte Knie in den letzten Monaten so stabilisiert, damit es den Belastungen eines Kickbox-Turniers auf Weltspitzenniveau standhält. Bei den letzten Maximalkrafttests wurde festgestellt, dass die Seitendifferenz zwischen dem gesunden und dem verletzten Knie kaum noch vorhanden ist. In der Endphase der Vorbereitung konnte Schawe unter Vollbelastung und mit Körperkontakt trainieren.

„Wenn alles glattgeht und das Knie hält, dann kann ich es zum WM-Titel schaffen“, meint Schawe, der im Schwergewicht antritt, in seiner bisherigen Karriere bereits neun WM-Titel, Worldcup-Siege und Europameistertitel gewann sowie an der Olympischen Spielen 1992 in Barcelona teilnahm. Er plant, am Ende des Jahres seine aktive Kämpferlaufban zu beenden und mit dem zehnten WM-Titel und einer Tour über Portugal, die USA und Steinfurt abzuschließen.

Der Weltverband ISKA ist einer der drei größten Kickbox-Verbände neben der WKU und der WAKO. Weiterhin fliegt der Inhaber der Kampfsportschule Schawe im Juli für zwei Wochen mit einem auserwählten und gesponsertem Elite-Team in die USA, um an dem größten Kickbox-Turnier der Welt, den US Open in Orlando und den Vegas Open im Spielerparadies Las Vegas teilzunehmen. „Da geht für mich ein Traum in Erfüllung“, sagt Schawe und ergänzt: „Ein Sieg bei den US Open im Kickboxen ist vergleichbar mit dem Wimbledon-Gewinn im Tennis.“. Beide Turniere werden in Amerika live im TV übertragen.

Zum Abschluss startet Schawe Anfang Oktober in Steinfurt. Dort findet die Weltmeisterschaft der IBF (International Budo Federation) im All Style Karate statt. Schawe und zwei seiner Schüler, Yannik Riemann und Niko Bartke, wurden in das All Star Legend Team nominiert. „Danach ist Schluss, es sei denn ich bekomme noch attraktive Kampfangebote“ sagt Schawe grinsend.


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