Vom 22. bis 26. April 2015 Horses & Dreams: In Hagen starteten große Karrieren

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Titelverteidiger bei Horses & Dreams: Springreiter Holger Wulschner mit Fine Lady. Foto: Michael GründelTitelverteidiger bei Horses & Dreams: Springreiter Holger Wulschner mit Fine Lady. Foto: Michael Gründel

Hagen. Das internationale Pferdesportfestival Horses & Dreams eröffnet traditionell die Freiluftsaison im internationalen Turnierkalender. Die Veranstaltung ist gleichzeitig vom 22. bis 26. April 2015 Auftaktstation der wichtigsten Serien in Deutschland: Der DKB-Riders Tour der Springreiter, der Meggle Champions, des Louisdor-Preises und des Nürnberger Burg-Pokals der Dressurreiter.

Das internationale Pferdesportfestival Horses & Dreams feiert ein kleines Jubiläum: Vom 22. bis 26. April findet das Viersterne-Turnier zum 10. Mal statt. Und wenn es nach Hausherr Ulli Kasselmann geht, wird es auch in den nächsten 20 Jahren noch ausgetragen werden. „Unser Turnierplatz hat ein neues Outfit bekommen. Das Konzept wurde überarbeitet, und vor allem die Infrastruktur wurde verbessert“, erklärte der Veranstalter. Bereits ab Ende April können diese Veränderungen optimal genutzt werden, denn im Turnierkalender 2015 stehen neben Horses & Dreams mit dem internationalen Jugendreiterfestival „Future Champions“ vom 16. bis 21.Juni und dem Dressur-Nationenpreis CDIO vom 8. bis 12. Juli zwei weitere Highlights auf dem Hof Kasselmann an.

Die Geschichte von Horses & Dreams hatte ihren Ursprung 1997. Vor 18 Jahren fand auf dem Hof Kasselmann das erste internationale Jugendreiterfestival statt. Das Turnier hatte etwas von Zeltlageratmosphäre mit sportlichem Anstrich. Aus aller Welt kamen Jugendliche, und etliche von ihnen sah man später auf den großen Bühnen des Reitsports wieder. So begann die große Karriere eines Marco Ehning auf dem Borgberg. „Ohne das Jugendreiterfestival in Hagen wäre ich vielleicht nicht da, wo ich jetzt bin“, sagte der dreimalige Weltcupsieger aus Borken.

Er sammelte seine ersten Nationenpreiserfahrungen im Osnabrücker Land genauso wie die Briten Robert Whitaker, Mannschaftsolympiasieger Ben Maher, die Team-Weltmeisterin Janne Friederike Meyer, Dressur-Team-Europameisterin Laura Bechtolsheimer oder die Olympiazweite von London mit der Mannschaft im Dressur-Viereck, Kristina Sprehe aus Dinklage. Aus dem „Aachen der Jugend“ ging das bekannte Turnier Horses & Dreams hervor.

2002 wurde das Jugendreiterfestival in „International Riders Festival – Horses & Dreams“ umbenannt. Eine Erfolgsgeschichte ging um die Welt. Vier Jahre später kam es am Fuße des Teutoburger Waldes zum ersten „Horses & Dreams“ als Pferdesportevent mit Lifestyle-Charakter. Gastländer wurden mit einbezogen in die Gestaltung des Turniers. Und die Besucher bekamen Gelegeneheit , ihre Länder vorzustellen. Folgende Gastländer präsentierten sich auf dem Hof Kasselmann:

2006: Horses & Dreams meets Oman, unter anderem mit einem Distanzritt

2007: Horses & Dreams meets China mit dem chinesischen Nationalzirkus

2008: Horses & Dreams meets America mit einem Konzert von Mike Love und Bruce Johnston von den Beach Boys

2009: Horses & Dreams meets Italy, unter anderem mit „Una Festa Italiana“ - einer italienische Nacht mit Opernarien und Duetten

2010: Horses & Dreams meets Mexiko

2011: Horses & Dreams meets Germany

2012: Horses & Dreams meets Great Britain im Jahr der Olympischen Spiele in London mit dem Start fast der kompletten britischen Dressurmannschaft

2013: Horses & Dreams meets Russia

2014: Horses & Dreams meets Brazil

2015: Horses & Dreams meets Australia

Das Turnier wurde 2009 erstmals im Fernsehen live übertragen, seit 2011 ist es Teil der Riders Tour, der hochkarätigsten Springsportserie in Deutschland. 2012 wurde das Turnier sowohl in der Dressur als auch im Springen auf Viersterne-Niveau aufgewertet, der jeweils zweithöchsten Turnierkategorien.

Neben den regulären Turnieren wurden im Jahr 2005 auf dem Hof Kasselmann auch die Dressur-Europameisterschaften ausgetragen, nachdem Moskau als ursprünglich geplanter Veranstaltungsort finanzielle Schwierigkeiten hatte und von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) als Gastgeber gestrichen wurde. Innerhalb von weniger als zwei Wochen schafften es Ulli Kasselmann und sein Team, das Championat im Osnabrücker Land auf die Beine zu stellen.

Osnabrück und sein Umland profitieren von Horses & Dreams. Die Kaufkraft in der Region steigt während des Pferdesportfestival und die Hotelkapazitäten sind voll ausgeschöpft. Insofern ist das Turnier ein nicht zu unterschätzender wirtschaftlicher Faktor. Nachdem die Besucherzahlen beim ersten Horses & Dreams 20 000 Zuschauer umfassten, stieg die Zahl bis zum Jahr 2014 auf fast 70 000 Besucher.


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