Bernd Fährrolfes unverzichtbar Bramscher Basketballer in der Einzelkritik

Von Sascha Knapek

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Der Kapitän, Bernd Fährrolfes (am Ball), war auch in der abgelaufenen Spielzeit wieder äußerst wichtig für die „Roten Teufel“.Der Kapitän, Bernd Fährrolfes (am Ball), war auch in der abgelaufenen Spielzeit wieder äußerst wichtig für die „Roten Teufel“.

Bramsche. Wer überzeugte, wer enttäuschte, wer hat noch Luft nach oben und wer hatte in der gerade abgelaufenen Saison welchen Anteil am Abschneiden der Basketball-Herren des TuS Bramsche? Zum Abschluss der Regionalligasaison 2014/15 werfen wir einen Blick auf den gesamten Kader der Red Devils.

Bobby Naubert (20 Spiele/25,8 Punkte pro Partie): Trotz unterschiedlicher Spielweise trat der US-Amerikaner in die großen Fußstapfen von Vorgänger Ray Jones. In jedem Spiel zog Naubert unermüdlich zum Korb und war vor allem bei Schnellangriffen nur selten zu stoppen. Er behielt die Übersicht und die Fäden des Bramscher Spiels so gut wie immer in den Händen. Was die erzielte Gesamtpunktzahl (515) angeht, war er die Nummer eins der gesamten Liga.

Boyan Tenev (20/14,6): Tenev kann ich ein Spiel dominieren, er kann aber auch vollkommen in der Versenkung verschwinden. Alles hängt davon ab, wie konsequent ihn der Gegner an der Dreierlinie verteidigt. Hat der Bulgare Platz, kann er heiß laufen. Steht man ihm auf den Füßen, ist sein Spiel zu eindimensional, um die Rolle eines Führungsspielers auszufüllen.

Daniel Meyer (19/13,9): „Dreier“ Meyer bleibt die dritte Offensivoption der „Teufel“. Seinen Punkteschnitt steigerte er erneut (10,5 in der Vorsaison) und übernahm auch in wichtigen Phasen mehr Verantwortung. Glanztagen wie gegen den TSV Neustadt (29 Punkte) standen aber noch zu viele Abtaucher (zum Beispiel gegen Westerstede) gegenüber, um eine noch wichtigere Rolle zu spielen.

Romello Steffen (17/11,1): Die große Stärke des Bramschers bleibt auch seine größte Schwäche. Steffen geht mit energischem Vorbild voran und kann mit seiner Schnelligkeit, seinen Ideen und seiner Energie den Unterschied ausmachen. Die Schwelle zum Überdrehen (samt negativer Körpersprache) ist bei dem Eigengewächs jedoch weiterhin ganz nah und noch zu häufig zu sehen.

Bernd Fährrolfes (18/11,0): Der Kapitän ist und bleibt der unangefochtene Anführer der Mannschaft. Wie wichtig Fährrolfes für das Team ist, sah man besonders bei der Heimniederlage gegen Westerstede. Der Center macht Ansagen, an denen sich vor allem die jüngeren Bramscher orientieren können. Sein Punkteschnitt ging zwar zurück. Nicht aber seine Wichtigkeit für das Mannschaftsgefüge.

Lukas Kleyböcker (20/7,8): Der junge Rückkehrer entpuppte sich sofort als gute Verstärkung. Vor allem sein ordentlicher Distanzwurf konnte überzeugen und auch in Sachen Spielverständnis sah man stetig Fortschritte. Luft nach oben gibt es in Sachen Athletik. Gegen schnellere Spieler war Kleyböcker manchmal einen Schritt zu langsam.

Marius Meyer (10/7,5): Berufsbedingt konnte der Polizist nur in jeder zweiten Partie auflaufen. Wenn er dabei war, halb er vor allem in der Defensive, die durch den Abgang von Florian Avermann entstandene Lücke auf der „Drei“ zu schließen. Als Teilzeitkraft fehlten allerdings der Rhythmus und die Pflichtspielminuten, um sich auf dem Spielfeld besser zu integrieren.

Heiner Fährrolfes (19/2,8): Dass der jüngere Fährrolfes-Bruder sich nach Verletzungen wieder zurückkämpft, merkte man vor allem zu Saisonbeginn. Mit dem Lauf der Spielzeit wurde der Center jedoch immer wichtiger und deutete besonders in der Defensive sein Potenzial an.

Hannes Campe (14/2,6): Nach drei Spielen für den TK Hannover kam der Center nach Bramsche. Hinter den Fährrolfes-Brüdern blieb er aber oft nur die dritte oder vierte Option auf den großen Positionen. Im Spielsystem der „Roten Teufel“ kam er nie richtig an.

José Benavente (10/2,4): Der Spanier kam zu Beginn der Rückrunde nach Bramsche und bot sich durch seine Schnelligkeit und sein Defensivverhalten für mehr als nur Kurzeinsätze an. Wenn der kleine Aufbauspieler an seinem unorthodoxen Wurf arbeitet, ist durchaus noch Luft nach oben.

David N’galala (15/1,3): In der Saisonmitte bekam der Rollenspieler verhältnismäßig viele Spielminuten und rechtfertigte das Vertrauen mit engagierten Vorstellungen. Zum Ende der Saison sah man ihn dann nur noch sporadisch auf Ersatzbank und Spielfeld.

Die Aushilfen: Der elf Akteure starke Stamm der Red Devils wurde in der abgelaufenen Saison von sechs Spielern ergänzt. Florian Wellbrock (9/0,1) beendete seine Karriere zur Saisonmitte, dafür kehrte Sasa Ilic (5/0,4) zum Ende der Spielzeit zurück. Außerdem streiften sich Yannik Rautenstrauch (6/0,7) und Nico Hackmann (1/8,0) das TuS-Trikot über. Sorkis Icho und Jesyn Dkhil blieben ohne Punkte.


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