Halle erwartet hochkarätiges Feld Nach Aufwertung „in einem Atemzug mit großen Metropolen“

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Hauptdarsteller im Showprogramm der Gerry Weber Open sind (von links) Joachim Llambi, Carlo Thränhardt und Showbühnen-Moderator Sebastian Wiese. Foto: KemmeHauptdarsteller im Showprogramm der Gerry Weber Open sind (von links) Joachim Llambi, Carlo Thränhardt und Showbühnen-Moderator Sebastian Wiese. Foto: Kemme

Halle/Westfalen. „Wir betreten die Weltbühne.“ Mit viel Pathos leitete Pressechef Frank Hofen die erste Pressekonferenz zu den 23. Gerry Weber Open (GWO) vom 13. bis zum 21. Juni im westfälischen Halle ein. Mit der Aufnahme in die ATP-World-Tour-500-Serie ist das Turnier aufgewertet worden. „Halle wird nun in einem Atemzug mit den großen Metropolen der Welt genannt“, so Hofen.

In der Tat sticht Halle heraus in der Liste der Städte, die Tennisturniere austragen, in denen es 500 Weltranglistenpunkte zu gewinnen gibt: Washington, Peking, Tokio, Valencia, Dubai, Acapulco, Rotterdam und Basel veranstalten Hartplatzturniere. In Rio de Janeiro, Barcelona und Hamburg wird auf Sand gespielt, im Londoner Queens Club und in Halle auf Rasen. Nur die Grand-Slam- und Masters-Turniere sind noch hochwertiger als die 500er-Wettbewerbe.

Weil die ATP sich ein weiteres 500er-Turnier wünschte, gibt es ab 2015 drei statt vorher zwei Wochen Pause zwischen den Grand-Slam-Turnieren in Paris und Wimbledon. Halle, das die Preisgelder verdoppelt, findet in der zweiten Woche statt und ist auch deshalb für die Spieler noch attraktiver. „Wir rechnen mit einem noch besseren Starterfeld in der Breite“, sagt Marketingleiter Horst Erpenbeck, der sich freut, dass der TV-Vertrag mit dem ZDF um zwei Jahre verlängert wurde und Eurosport fast an jedem Tag drei Matches live übertragen will.

Mit dem Schweizer Roger Federer (ATP-Platz 2), dem Japaner Kei Nishikori (ATP 5) und dem Tschechen Tomas Berdych (ATP 9) haben drei Top-Ten-Spieler bereits zugesagt. Von den deutschen Spielern sind Philipp Kohlschreiber und Tommy Haas sicher dabei. „Die deutschen Spieler können es auch wegen des großen Wohlfühlfaktors kaum abwarten, hier wieder spielen zu können“, betonte Carlo Thränhardt, der Athletik- und Fitnesstrainer unter anderen von Kohlschreiber und dem deutschen Davis-Cup-Teams ist.

Wenn am 13. Juni zum elften Mal die Champions Trophy die GWO eröffnet, kommt es wieder zum Mixed-Duell mit aktuellen Spitzenspielerinnen und ehemaligen Tennis-Stars. Angelique Kerber (15. der Weltrangliste) und Michael Chang bestreiten im Anschluss an die Turnierauslosung auf dem Ronchin-Platz um 17 Uhr ein Kleinfeldtennis-Showduell mit Sabine Lisicki, die mit ihrer Halbfinalteilnahme beim WTA-Turnier in Indian Wells von WTA Platz 30 auf 21 sprang, und Henri Leconte. Michael Chang ist den Tennisfans vor allem durch seinen Sieg im Achtelfinale 1989 auf der roten Asche von Roland Garros in Paris gegen Ivan Lendl in guter Erinnerung geblieben. Der damals 17-jährige Chang spielte beim legendären Fünf-Satz-Sieg, von Krämpfen geschüttelt, viele Mondbälle, schlug sogar von unten auf und ebnete sich dennoch mit dem legendären Erfolg den Weg zum einzigen Grand-Slam-Titelgewinn seiner Karriere. Der bravourös kämpfende US-Amerikaner hatte auch dreimal an den Gerry Weber Open teilgenommen. Zweimal schied er in der ersten Runde aus (1993 und 2001), einmal erreichte er das Halbfinale (2000). Der Franzose Leconte, der 1993 das Debütturnier in Halle gewonnen hatte, ist indes mehr denn je dafür bekannt, dass er mit seiner Clownerie das Publikum begeistert und die Gegner aus dem Rhythmus bringt.

Ein weiteres Prominentendoppel steigt am 14. Juni. Um 15 Uhr spielen Thränhardt, Lars Riedel, Mario Basler und ein vierter bekannter Sportler auf Court 1. Carlo Thränhardt schwingt am 17. Juni, dem Ladys Day, ein zweites Mal das Racket. Dann trifft er auf Joachim Llambi, dem Juroren der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“. „Ich habe früher in der Bezirksliga gespielt – allerdings auf Asche“, so Llambi, der „schon immer ein Fan von Rasentennis“ und in den 90er-Jahren „öfter mal in Wimbledon“ Zuschauer war.

Llambi ist am Ladys Day von 13 bis 18 Uhr auf der Anlage. Der ehemalige Weltklassetänzer erklärte sich – ebenso wie Thränhardt und Hofen – bereit, dann auch das Tanzbein zu schwingen. Die passenden Tanzpartnerinnen werden noch gesucht.

Im Rahmenprogramm der Gerry Weber Open dürfen auch große Stars der Musikbranche nicht fehlen. Am 15. Juni nach Spielende tritt Mark Forster auf. Am „Kids Day“ bringt er seine Hits „Au Revoir“, „Flash mich“ und „Bauch und Kopf“ zum Besten. Am 17. Juni entzündet Jan Delay ein Feuerwerk der Rockmusik. Der 38-jährige Hamburger ist seit der zweiten Hälfte der 90er-Jahre für seine Verbalakrobatik mit näselnder Stimme in verschiedenen Musikgenres bekannt.

Tags darauf folgt der Auftritt von Sarah Connor, einer der erfolgreichsten deutschen Pop- und Soul-Sängerinnen der vergangenen Jahre. Mit „From Sarah with Love“, „Music Is the Key“, „Just One Last Dance“, „Living to Love You“ und „From Zero to Hero“ landete sie fünf Nummer-1-Hits und verkaufte über 7 Millionen Tonträger. Adel Tawil, die männliche Hälfte des erfolgreichen deutschen Pop-Duos „Ich + Ich“, beweist am 19. Juni sein großes stimmliches Können als Solokünstler. Am 20. Juli, dem Halbfinaltag, präsentiert Sasha unter anderem den Turniersong „Food Days“. Der Westfale, auch als Sänger des Rockabilly-Projekts „Dick Brave an Che Backbeats“ bekannt, hatte 1998 mit „If you believe“ seinen ersten großen Hit.


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