„Schiedsrichterei ist Mannschaftssport“ Julian Meckfessel leitet 60 Fußballspiele pro Jahr


Osnabrück. Schiedsrichter im Fußball – das ist ein Leistungssport mit Aufstiegschancen und Karrierepotenzial. Wer gut ist, kann viel Geld verdienen und wird zur öffentlichen Figur. Das sind die Themen für ein Gespräch mit dem Osnabrücker Schiedsrichter-Talent Julian Meckfessel, denkt der Reporter. Welch ein Irrtum.

Dabei könnte er durchaus ein bisschen träumen. Mit 14 Jahren hat er die Prüfung bestanden, mit 15 schon Bezirksliga gepfiffen und ist zu Beginn der Saison in die Landesliga aufgestiegen – mit gerade 18. Doch wenn man nach der Bundesliga fra

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Kurz gefragt

Wenn Schiedsrichter selbst spielen…

…sind sie genauso ehrgeizig und emotional wie andere. Allerdings haben wir in unserer Schiedrichter-Auswahl uns versprochen, nicht gegen Entscheidungen zu meckern. Und das halten wir.

Ist es ein Vorteil, als Schiedsrichter zwei Meter groß zu sein?

Ja, das ist es ganz sicher. Vor allem, wenn man noch sehr jung ist, kann das in kritischen Situationen eine Hilfe sein. Im Spaß sage ich immer: Die Spieler müssen dadurch zu mir aufschauen…“

Wenn man selbst ganz gut Fußball spielt, ist das…

…durchaus ein Vorteil. Ich habe mit fünf beim SC Lüstringen angefange, war dann drei Jahre beim VfL und bin seitdem beim SV Wissingen. Dort trainiere ich regelmäßig mit, aber Punktspiele mache ich nicht mehr.

An Fernseh-Reportern ärgert mich…

…wenn sie sich bei strittigen Szenen erst nach der zehnten Zeitlupe und Kamerabildern aus fünf Blickwinkeln festlegen und sagen: „Das hätte der Schiedsrichter aber sehen müssen.“

Bei der WM in Brasilien ist mir als Schiedsrichter aufgefallen…

…wie großartig die Assistenten bei Abseits-Entscheidungen waren. Unglaublich, mit welcher Präzision sie selbst bei höchstem Spieltempo die knappsten Abseitssituationen erkannt und richtig bewertet haben. Dafür habe ich sie echt bewundert. Leider ist das nicht richtig gewürdigt worden.

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