Familie Basketball Bei den Thamms dreht sich vieles um Basketball

Von Jürgen Schinke

Meine Nachrichten

Um das Thema OS-Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Das Ziel im Blick: Ein Leben ohne Basketball ist bei Familie Thamm nur schwer vorstellbar. Foto: Gert WestdörpDas Ziel im Blick: Ein Leben ohne Basketball ist bei Familie Thamm nur schwer vorstellbar. Foto: Gert Westdörp

Georgsmarienhütte. Ein kurzer Blick genügt. Automatisiert sind die Bewegungsabläufe - zielsicher fliegt die orangefarbene Kugel zum Korb. Präzise, den Wurf ungezählt häufig trainiert. Holger Thamm würde vermutlich auch dann treffen, wenn man ihn morgens um drei Uhr schlaftrunken aus den Federn holt. Achso, wir sind zu Besuch bei Familie Thamm, auch für die Ehefrau und den Nachwuchs gilt: Ein Leben ohne Basketball? Das wäre glatt wie Weihnachten ohne Tannenbaum.

Es reicht wirklich dieser kurze Augenblick. Gemeint ist der Wimpernschlag zwischen Wurfposition einnehmen, anvisieren und werfen. „Ja“, lacht der 45 Jahre alte Familienvater, „Basketball ist mein Leidenschaft. Den Ball in die Hand zu nehmen - und ihn dann oben reinwerfen - das übt immer schon einen unglaublichen Reiz aus“. Swish - dieses unverkennbare und typische Geräusch, wenn der Ball durch die Reuse zischt - das macht es aus. Was vom Durchschnittsbürger bestenfalls als Randaspekt wahrgenommen wird, klingt für den heutigen Korbjäger bei Oberligist TV Georgsmarienhütte wie Musik in der Ohren.

Im zarten Alter von acht Jahren nahmen die Dinge beim Post SV Osnabrück ihren Anfang. Neben der Zeit in Bramsche (Bundesligasaison 1990/91- 92), beim Osnabrücker BV und TSV Quakenbrück (bis 2002 in der 2. Bundesliga) oder jetzt im Spätherbst der Karriere beim TV GM-Hütte stehen eine Reihe an erfolgreichen Stationen in der sportlichen Vita. Und ein Ende ist nicht in Sicht, so ist die Teilnahme für den Inhaber einer Internetagentur bei der Maxi-EM in Ostrava (Altersklasse Ü45) gerade einmal einige Monate her. „Auch wenn man seine „Gräten“ manchmal merkt“, erzählt der 1, 97 Meter Mann, „ nach kurzer Zeit in der Halle sind sämtliche Beschwerden verflogen . Selbst im fortgeschrittenen Basketball-Alter“.

Und wieder - ein kurzer Blick genügt. Diesmal von Ehefrau Andrea, die ähnlich vom Basketballvirus infiziert ist und nur zustimmen kann. Nur logisch, dass aus dem Osnabrücker und der Quakenbrückerin ein Paar wurde. Inzwischen ist die Förderschullehrerin bei den Sportfreunden Oesede gelandet – und musste dort nach fünf Jahren Pause nicht lange zum Comeback überredet werden. Auch für die 39 Jahre alte Centerin ist die Basketballzeit mit unglaublich vielen schönen Momenten verbunden - wie etwa der Aufstieg in die 1. Regionalliga (mit Quakenbrück) oder „die Ära bei den Huskies mit tollem Team und sensationeller Atmosphäre in Hagen in der 2. Damen Basketball-Bundesliga“.

Basketball ohne die Thamms? Nein, das ist wahrlich keine Option. Selbstverständlich, dass den Garten auf dem Grundstück im Stadtteil Westerberg eine Korbanlage ziert. Und mit dem vier Jahre alten Nesthäkchen Smilla und vor allem Sohn Emil steht schon die nächste Generation in den Startlöchern. Der Achtjährige geht längst in der U10 bei Rot-Weiß Sutthausen auf Korbjagd.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN