Krasser Außenseiter HSG Osnabrück empfängt ersatzgeschwächt Topteam

Von Christian Detloff

Mächtig strecken muss sich die HSG Osnabrück mit Elias Küpper (links), um am Samstag zu punkten. Foto: FrankenbergMächtig strecken muss sich die HSG Osnabrück mit Elias Küpper (links), um am Samstag zu punkten. Foto: Frankenberg

Osnabrück. Als klarer Außenseiter treten die Männer von Handball-Verbandsligist HSG Osnabrück an diesem Samstag um 18 Uhr in der Sporthalle am Goethering zum Heimspiel gegen Spitzenreiter VfL Edewecht an. Eineinhalb Stunden später gastiert eine Klasse höher der bislang enttäuschende TV Bissendorf-Holte auf Augenhöhe bei der SG Neuenhaus/Uelsen.

Nach der klaren Niederlage beim Tabellendritten VfL Fredenbeck II (29:38) muss die HSG als Tabellenschlusslicht schon zwei Schippen drauflegen, um gegen den Tabellenführer Edewecht einen Punkt oder mehr verbuchen zu können. Zumal die Osnabrücker weiterhin auf wichtige Akteure verzichten müssen. Zwar kehren die Rückraumspieler Mathias Wygold, Christoph Barkhau und Nils Holzgrefe in den Kader zurück, dafür fallen der beste HSG-Torschütze, Hauke Rehme-Schlüter, Linksaußen Mirco Wolter und erneut auch Philipp Busch (rechter Rückraum) aus.

Immerhin holte die Mannschaft von Trainer Christoph Griefingholt alle fünf bisherigen Saisonpunkte vor heimischer Kulisse. Hoffnung gibt auch der Blick auf die Vorsaison, als die HSG mit dem TvdH Oldenburg und der SG Neuenhaus/Uelsen gleich gegen zwei Spitzenreiter für einen Coup gesorgt hatte.

Am Saisonende war Neuenhaus/Uelsen aufgestiegen, an diesem Samstag empfängt das Team in der Oberliga den elftplatzierten TV Bissendorf. Nach dem ersten Sieg zuletzt bei der SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn (39:32) will das Team um den herausragenden ehemaligen Zweitligaspieler Jörn Woltering erstmals auch in eigener Halle gewinnen. „Neuenhaus feiert anschließend seine Weihnachtsfeier und hat somit eine zusätzliche Motivationsspritze“, warnt Bissendorfs Trainer Timo Ortmeyer, dessen Mannschaft die letzten drei Spiele verloren hat, jedoch auswärts in der bisherigen Saison erfolgreicher als in den Heimspielen auftrat.

Der erfahrene Linkshänder Matthias Reiser, der zuletzt beim 29:39 gegen Neerstedt sein Comeback feierte, soll den Bissendorfer Jungspunden Halt geben. „Matthias ist eine Führungskraft, an der sich die anderen hochziehen sollen“, so Ortmeyer. Mit Ausnahme von Christian Rußwinkel und Max Kühn treten die Gäste in Bestbesetzung an. „Wir wollen gewinnen und den Abstand auf Neuenhaus auf fünf Punkte ausbauen“, sagt der Trainer.