Junior-Coaches im TuS Borgloh Minikicker begeistert: „Alles ist gut an den dreien“

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Spaß am Trainerjob: Die Borgloher Junior-Coaches (von links) Heinrich Frerich, Marcus Brörmann und Henry Stegmann arbeiten gern mit den Fußballjüngsten. Foto: PentermannSpaß am Trainerjob: Die Borgloher Junior-Coaches (von links) Heinrich Frerich, Marcus Brörmann und Henry Stegmann arbeiten gern mit den Fußballjüngsten. Foto: Pentermann

Borgloh. Auf ausschweifende Antworten wartet vergeblich, wer die Fußballjüngsten des TuS Borgloh nach der Arbeit ihrer Ko-Trainer fragt. Dafür bringen sie es auf den Punkt. „Gut. Richtig gut“, lautet vielfach die Stellungnahme zum Einsatz von Heinrich Frerich (14), Marcus Brörmann (15) und Henry Stegmann (15). Auf Nachfrage präzisiert Erik Prause (6): „Alles ist gut an den dreien.“

Seit April sind die drei Jugendfußballer, die gerne etwas mit Kindern unternehmen, die ersten Junior-Coaches im TuS. Das noch junge Junior-Coach-Programm für 14- bis 18-Jährige ist der Einstieg ins Trainerleben. Die vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) hervorgebrachte und finanzierte Ausbildung, die jüngst auch der Deutsche Fußball-Bund übernahm, umfasst 40 Einheiten an mehreren Tagen. „Ein straffes Programm. Aber sehr interessant“, sagt Frerich, der mit Stegmann Ko-Trainer der Minis ist. Nach dem Frühstück gingen die Einheiten los, die letzte fand nach dem Abendbrot statt.

Die Junior-Coach-Ausbildung wird in der NFV-Schule in Barsinghausen und regelmäßig auch regional angeboten – beispielsweise vom 26. bis 30. Januar 2015 in Fürstenau. Das Trio fand es spannend, vier Tage im professionellen Umfeld in Barsinghausen zu verbringen. Die Vorträge und Übungen waren sehr praxisnah. „Es wird einem mit auf den Weg gegeben, wie man am besten mit Kindern umgeht und wie wichtig es ist, Übungen nicht nur zu erklären, sondern auch vorzumachen“, erinnert sich Frerich. „Es ging auch um die Erstversorgung bei Verletzungen und was bei Notfällen zu tun ist“, so Brörmann, der Ko-Trainer der F1-Jugend ist. Stegmann ergänzt, dass Übungen nahegebracht wurden, die fordernd und dabei leicht verständlich sind: „Es wurde auch verdeutlicht, welche Übungen Kinder verwirren können.“

Alle drei können sich gut vorstellen, in Zukunft und dann auch langfristig einen Trainerjob in der TuS-Jugend zu übernehmen. „Das würde uns freuen, denn Nachwuchstrainer sind eher rar gesät“, sagt Jugendobmann Andreas Gollub. Noch seien sie für diese Aufgabe etwas zu still. „Gerade in Auswärtsspielen ist es wichtig, dass Trainer sich nicht einschüchtern lassen“, so Gollub.

Große Vorbilder haben die drei nicht. „Trainer zu sein macht Spaß, aber hauptberuflich kann ich es mir nicht vorstellen“, sagt Frerich, der wie Brörmann einst mit dem TuS beim weltweit größten Jugendturnier, dem einwöchigen Gothia Cup in Göteborg (Schweden), spielte. Alle drei freuen sich, für die nächsten Teilnahme fest als Betreuer eingeplant zu sein.

Die Unterrichtseinheiten zum Erwerb des Junior-Coach-Zertifikats werden übrigens beim Erwerb des Trainer-C-Scheins angerechnet. Junior-Coaches können mit bestimmten Aufgaben, beispielsweise als Assistenten in der Schulsport-AG, interessante Prämien gewinnen.


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