Aufsteiger trotz Pleite zuversichtlich Hagener Huskies kochen TSV Osnabrück in Basketball-Oberliga ab

Von Jürgen Schinke

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Durch die Mitte: Die Hagenerin Jessica Jurasch zieht im Spiel gegen den TSV Osnabrück energisch zum Korb. Foto: Michael GründelDurch die Mitte: Die Hagenerin Jessica Jurasch zieht im Spiel gegen den TSV Osnabrück energisch zum Korb. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Zwei Welten prallten aufeinander: Während die Liga-Frischlinge vom TSV Osnabrück noch dabei sind, sich in der Basketball-Oberliga zu akklimatisieren, atmen die arrivierten Frauen des Hagener SV gerade Höhenluft. Das Leistungsgefälle im Derby war offensichtlich. So wurde die Auseinandersetzung nicht unerwartet zu einer klaren Angelegenheit für die Gäste aus Hagen, die sich letztlich ohne allzu große Mühe mit 71:48 (41:22) behaupteten.

„Die Huskies haben verdient gewonnen“, erkannte Osnabrücks Coach Uta Wielage neidlos an, „sie haben ihre Ballgewinne und Rebounds konsequenter als wir in schnelle Punkte umgesetzt.“ Für den Aufsteiger, der sich zum Ende der Saison den Klassenerhalt auf die Fahne geschrieben hat, geriet insbesondere die erste Halbzeit zur Lehrstunde. Hier leistete sich das Heimteam viele Ballverluste, und auch bei den Rebounds ließ sich der TSV von den Hagenerinnen abkochen – schon nach zehn Minuten war der Rückstand beträchtlich (10:21). Diese Überlegenheit setzte sich fort, das HSV-Quartett Marie Herbermann (18 Punkte), Jessica Jurasch (17), Maike Hagedorn (14) und Selina Schröer (13) nutzte seine Chancen energisch und treffsicher. Wesentlich offener verlief das Match nach dem Seitenwechsel, aber zu diesem Zeitpunkt hatte der Tabellenführer die Punkte längst im Sack.

Die Korbjägerinnen vom TSV Osnabrück holten damit zum wiederholten Mal die Erfahrung ein, welch rauer Wind in der Oberliga weht. Dennoch, anders noch als vor zwei Jahren, als das Team gleich wieder sang- und klanglos abstieg, macht die Zwischenbilanz der Trainerin Mut. „In allen bisherigen Spielen – außer gegen Hagen – hatten wir eine reelle Siegchance“, sieht Wielage erkennbare Fortschritte, „200 erzielte und 205 kassierte Punkte in vier Partien belegen zudem die Richtigkeit des Aufstiegs.“ Bis Weihnachten warten noch richtungweisende Begegnungen auf den Tabellenachten, mindestens zwei davon sollen gewonnen werden.

In anderen Sphären schweben die Huskies. Ihren derzeitigen Schwung mit fünf Siegen am Stück wollen die Hagenerinnen mitnehmen, viel weiter denkt man am Teutoburger Wald noch nicht. „Wir sind ein Ausbildungsverein, aktuell lässt es sich gut mit der Oberliga leben“, sagt Peter Prien, schließt aber höhere sportliche Weihen nicht kategorisch aus. „Wenn Kader und Rahmenbedingungen stimmen“, so der HSV-Abteilungsleiter, „dann kann die Zweite Regionalliga durchaus ein Thema für uns werden.“


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