Bereit für die Amtsgeschäfte Jimmy Hartwig kehrt als Grünkohlkönig zurück nach Osnabrück

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Osnabrück/Bramsche. Für Jimmy Hartwig wird es eine Reise in die Vergangenheit, wenn er am Freitagabend in Engter im feierlichen Rahmen zum Grünkohlkönig des Fußballkreises Osnabrück-Land ernannt wird. In der Saison 1973/74 trug er das Trikot des VfL Osnabrück.

Von Kickers Offenbach war er an den VfL ausgeliehen. „Ich erinnere mich gern zurück und hatte ja einen eigenen Fanclub. Das waren Soldaten der britischen Rheinarmee, die mich auch gelegentlich zu sich in die Kaserne eingeladen haben. Die hatten immer das beste Fleisch“, grinst Hartwig. Am guten Essen soll es nicht mangeln, wenn sich der Fußballkreis am Freitagabend in Engter versammelt, um die Nachfolger von Christian II. (Kröger) und Berthold I. (Wesseler) zu krönen. Und Hartwig will im Gegenzug zu einem geselligen Abend beitragen: „Ich habe ja eine gewisse Erfahrung als Schauspieler. Und ich feile seit Tagen an meiner Rede, die sicherlich den ein oder anderen überraschen wird.“

Im Publikum werden zehn besondere Gäste zuhören, die zuvor in Bramsche für ihr ehrenamtliches Engagement im Fußball ausgezeichnet werden – nach einer reinen Männerrunde im Vorjahr dieses Mal mit doppelter Frauenpower. Martina Linnenbaum ist beim SV Grafeld seit 1989 nicht nur durch ihre aktive Fußballkarriere eine feste Größe, sondern trainiert auch Jugend- und Mädchenmannschaften. Bereits seit mehr als 30 Jahren fiebert Ursula Middendorf mit Eintracht Neuenkirchen mit. Sie unterstützte ihren Mann Werner während seiner Zeit als Vereinsvorsitzender und führt Woche für Woche bei Fußballspielen Regie im Vereinsheim.

Ein Übergewicht des Nordkreises ist auch bei den männlichen Ehrenämtlern zu verzeichnen: Kurt Lausmann vom SV Hesepe-Sögeln wird für seine Arbeit im Vorstand (seit 2001) geehrt, wobei die Organisation der jährlichen Werbewoche im Jugendfußball ebenso in seiner Hand liegt wie ein großes Verdienst um das Grammann-Turnier 2011. Vom Bippener SC wird Hubert Föcke ausgezeichnet, nach seiner aktiven Zeit 26 Jahre lang als Kassenwart im Vorstand engagiert und seit 2008 Betreuer der Herrenmannschaft. 16 Jahre als zweiter Vorsitzender von GW Schwagstorf und die anschließende Tätigkeit als Platzwart und Hausmeister bringen Karl-Heinz Hagen eine Ehrung ein. Hermann Havermann engagiert sich seit 1982 bei Fortuna Eggermühlen: Unter anderem ist er seit 1998 als Kassenwart für die gute wirtschaftliche Lage der Fortuna verantwortlich. Christian Speer machte sich bei BW Hollage zum Beispiel als Jugendleiter (18 Jahre) und Mitglied im Inter-C-Team (17 Jahre) einen Namen.

Im Südkreis kommt Fritz Wellmann zu Ehren, der seit 1993 Vorsitzender des TuS Glane ist und in den vergangenen Jahren Projekte wie den Neubau eines Kunstrasenplatzes und den Ausbau des Sportangebots im Verein vorangetrieben hat. Dietrich Grünkemeier gehört beim TV Wellingholzhausen seit 1969 zum Inventar, besser bekannt als „Didi“. Spielbetrieb, Jugendbetreuung und die Rentnergruppe „Soko 60“, die den Sportlatz pflegt, gehören zum Aufgabenspektrum. Beim SV Bad Rothenfelde kickt Michael Wernemann noch in der Ü40, hat Jugendmannschaften trainiert und betreut und organisiert das Ferdi-Fuchs-Hallenturnier.

Es ist ein illustres Volk, das Jimmy Hartwig gemeinsam mit einem regionalen, noch zu wählenden Co-Regenten, führen wird. Am Freitagabend wird im Saal Rothert voraussichtlich erst mal das herrschen, was Hartwig noch von der Bremer Brücke kennt: „Eine fantastische Atmosphäre“, wie sich der 60-Jährige erinnert, der den VfL nicht aus den Augen verloren hat: „Ich verfolge das Geschehen aus der Ferne, und weiß, dass der VfL momentan ganz gut dasteht. Aber grundsätzlich gilt doch, dass dieser Verein eigentlich ein Top-Zweitligaclub sein muss.“ Eine Einschätzung, die Hartwigs Untertanen in der Region schmecken dürfte.


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