Verwirrung um die Bälle Tischtennis vor dem Saisonstart

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jwit/spo Osnabrück/Oldendorf/Oesede Vor einem Jahr wurde die große Spielklassenreform im Tischtennis angekündigt, jetzt ist sie da. In den ranghöchsten Tischtennisligen startete der Spielbetrieb vor zwei Wochen. Dabei wird die 2. Bundesliga bei den Damen ebenso wie bei den Herren eingleisig gefahren, darunter gibt es eine zweigleisige 3. Liga, vier Regionalligen (Nord, West, Südwest und Süd) sowie zunächst neun Oberligen, in der Saison 2015/16 dann nur noch acht.

Mit dieser Reform wurden die Punktspielklassen analog zu den Turnierregionen, wie sie bei den Individualmeisterschaften bereits seit zwei Jahren bestehen, angepasst.

Große Verwirrung herrscht in den ranghöchsten Spielklassen bei den Spielmaterialien, und hier insbesondere bei den Bällen, die die Heimmannschaft für die Saison bestimmt. Dabei schwankt das Angebot vom traditionellen weißen Zelluloidexemplar bis hin zum orangefarbenen Plastikball.

Für eine Damenmannschaft in der 2. Bundesliga kann das bedeuten: An vier Spieltagen in Folge kommen vier verschiedene Bälle zum Einsatz! Auf die Materialwarte in den Vereinen warten also schwierige Aufgaben. Glück haben die Aktiven in den niedrigeren Ligen: Von der Verbandsliga bis hinunter zur untersten Kreisklasse wird – wie bisher – allerorts mit einem Zelluloidball gespielt.

Bei den Herren verlässt Peter Igel nach fünf erfolgreichen Jahren den Oberligisten SF Oesede. Der unorthodoxe Defensivspieler hat in dieser Zeit so manchen Punkt im Einzel und im Doppel für die Sportfreunde gewonnen. Die heikle Frage lautet, wer die Lücke schließen kann.

Oesede setzt auf den Nachwuchs aus der Region. Die ins Auge gefasste Verpflichtung von Talent Jonah Schlie (TSG Dissen) gelang zwar nicht, dafür kam aus Oldendorf mit Oliver Tüpker ein anderes Talent. In einer Oberliga, die ausgeglichener denn je erscheint, werden Carsten Dunkel & Co. von Beginn an gegen den Abstieg kämpfen müssen.

Frank Wehrkamp-Lemke und seine TSG Dissen gaben nur ein einjähriges Oberliga-Gastspiel. Nach dem Abstieg in die Verbandsliga zog es Talent Jonah Schlie zum VfL Westercelle. Der 48-jährige Hermann Sieker aus Niedermark ist sein Nachfolger. Neben Hittfeld und Ritterhude dürfte die TSG zum erweiterten Kreis der Titelaspiranten zählen.

Gleich fünf Teams aus der Region Osnabrück starten in der Landesliga, spannende Derbys sind vorprogrammiert. Die Spvg. Oldendorf verlor mit Garrett Hogg und Oliver Tüpker gleich zwei starke Punktesammler und dürfte über das Mittelmaß nicht hinauskommen. In etwa gleich stark, vielleicht sogar ein wenig ausgeglichener ist die Oeseder Reserve mit einem unveränderten Aufgebot. Deutlich schwächer einzuschätzen als im Vorjahr ist der Osnabrücker SC. Mit Alexander Dubs, Matthias Mötsch und Sebastian Kerssen orientierte sich gleich die Hälfte des erfolgreichen Aufsteigers anderweitig, Ersatz kam mit Thomas Levien und Markus Frankenberg aus der Reserve sowie mit Matthias Cramme vom Lokalrivalen Niedermark. „Klassenerhalt, nichts anderes zählt“, sagte Udo Schäffold, Kapitän des SVC Belm-Powe. Ähnlich stark einzuschätzen ist der TSV Venne mit dem langjährigen Zweitligaspieler Klaus Hellmann, im Vorjahr erfolgreichster Einzelspieler der Liga.

Wie sieht es bei den Damen aus? Drei der zehn Oberligisten in der Damenstaffel Nord-West kommen aus dem Landkreis Osnabrück. Die wohl größten Chancen, in den Kampf um die Titelvergabe einzugreifen, kann sich die erste Mannschaft der Spvg. Oldendorf ausrechnen. Mit einem Durchschnittsalter von nicht einmal 18 Jahren zählen Rica und Gina Henschen, Niina Shiiba und Nora Lambrecht nicht nur zu den „Jüngsten“ in dieser Spielklasse. Hier ist genügend Entwicklungspotenzial vorhanden, um im Aufstiegsfall in der kommenden Spielzeit auch eine Klasse höher in der Regionalliga bestehen zu können.In der zweiten Mannschaft aus dem Grönegau haben sich unterdessen die „Routiniers“ zusammengefunden. Maren Henke und ihre Teamgefährtinnen streben einen Platz im Mittelfeld der Oberliga an – ein realistisches Saisonziel.

Vergleichbar stark ist in dieser Spielklasse die erste Damenmannschaft des SV Wissingen einzuschätzen. Die Schützlinge von Sabine und Lutz Kameier sind auf den Positionen eins bis vier ausgeglichen besetzt. Zudem bringen sie mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren eine gute Mischung aus „Jung“ und „Alt“ mit.

In der Verbandsliga der Damen stellt Aufsteiger TSG Dissen vielleicht das routinierteste Aufgebot. Drei der vier gemeldeten Spielerinnen haben bereits in höheren Spielklassen Erfahrungen gesammelt. Ein Rang im Tabellenmittelfeld ist ein realistisches Ziel für Nicole Stromberg und Co.

Die zweite Mannschaft aus Wissingen hat mit Naomie Wösten, Claudia Stute gen. Käuper und Nora Küpker drei in der Verbandsliga erprobte Spielerinnen im Aufgebot. Ergänzt wird das Trio durch die erst 13 Jahre alte Lena Niekamp. Für den trainingsfleißigen Youngster ist der Sprung von der Niedersachsenliga der Mädchen in die Landesliga der Damen ein riesengroßer Schritt.

Auf ihren Erfahrungsschatz baut die dritte Mannschaft des SVW, die nach dem Aufstieg aus der Bezirksoberliga in unveränderter Besetzung in der Landesliga startet und dort mit Platz acht und dem damit verbundenen Klassenerhalt zufrieden wäre.


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