SGO glänzt, Australier schwärmt Herbst-Kurzbahngala: Fast 70 Prozent mit Bestzeit

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Osnabrück. Eine gelungene Vorbereitung auf die Kurzbahn-Bezirksmeisterschaften am übernächsten Wochenende am selben Ort war die Herbst-Kurzbahngala der SG Osnabrück im Nettebad mit 360 Schwimmern aus 22 Vereinen, darunter 17 niederländische und 15 australische Starter.

„Knapp 70 Prozent unserer Schwimmer haben mindestens eine, viele aber mehrere persönliche Bestzeiten aufgestellt“, berichtete Hilde Bergmann als Vorsitzende der gastgebenden SG Osnabrück. Insbesondere die jüngeren SGOler überraschten mit starken Leistungen und kompensierten den Nachteil, dass die Schwimmer aus Nord-Rhein-Westfalen wegen des früheren Sommerferien-Endes zweieinhalb Wochen eher ins Training eingestiegen waren. Jonathan Turck und Nikolai Siverin (Beide Jg. 2006) lieferten sich heiße Duelle, die Ersterer knapp gewann. Im Jahrgang 2005 gelang bei den Mädchen und Jungen im Finale über 100 Meter Lagen jeweils ein Doppelsieg: Lea Pfaff schlug vor Katja Sichwardt an und David Kurz vor Tjark Brandt. Charlotte Vornholt (Jg. 2004) landete acht Siege – knapp vor Haylie Kohstall, die über 200 Meter Brust siegte. Auch Kaderschwimmerin Sophie-Irene Vaks (Jg. 2003) erreichte durchgängig Podestplätze.

Im Gegensatz zu den jüngeren Teilnehmern starteten die älteren Schwimmer ab Jahrgang 2006 im Finale über 200 statt 100 Meter Lagen, das die besten acht pro Jahrgang erreichten. Zur Ermittlung der Endlaufteilnehmer waren die besten drei Vorläufe in verschiedenen Lagen in die persönliche Wertung eingegangen.

Unter den älteren SGO-Teilnehmern gelangen Leon Claus (Jg. 2001) ausschließlich erste und zweite Plätze. Siebenmal ganz oben auf dem Siegerpodest stand Stefan Pfeiffer (Jg. 98), auch Frederike Gründel und Joel Strauß (beide Jg. 97) erhielten ein großes Lob von Trainerin Janina Braun. Jonas Bergmann (Jg. 95), das sportliche SGO-Aushängeschild, verbesserte den fünf Jahre alten Stadtrekord über 200 Meter Lagen um 55 Hundertstelsekunden auf 2:10,54 Minuten.

Von der TSG Burg Gretesch waren Pia-Marieke Frerichs, Ole Fabian Frerichs und Tom Emrich am erfolgreichsten. Aus der Region machten zudem Lucia Penzel (TuS Bad Rothenfelde), Cedric Brauer, Ulrike Nestmann (beide TuS Bramsche), Sven Tapken, Annika Kornhage, Nico Linnemann, Svenia Runkel (alle TSV Ueffeln), Christina Tapken, Lidia Hackmann und Michal Adamczyk (alle TSV Quakenbrück) als Medaillengewinner besonders auf sich aufmerksam.

Apropos TSV Quakenbrück: Die SGO freute sich, dass der befreundete Klub erneut preisgünstig die elektronische Zeitmessung leihweise zur Verfügung stellte.

„Die Veranstaltung hier ist ganz anders als in Australien“, erklärte indes der 14-jährige Lewis Blackburn vom City of Sydney Aquatic Club, der sich kurz zu seiner Siegerehrung die australische Flagge um die Schulter gelegt hatte. „Hier herrscht mehr Spaß als bei uns, alles ist lockerer“, führte er aus. Beim Blick auf die zahlreichen Campingstühle am Hallenrand und teilweise zwischen ihren Starts „Uno“ spielenden Kids ergänzte Blackburn, der für gut neun Tage bei den Eltern von SGO-Schwimmer Arne Möller untergebracht war: „Das hier ist fast ein Happening. Ich mag es und würde gerne wiederkommen.“ Zunächst ist aber für 2015 ein Gegenbesuch der SGO-Schwimmer in Sydney geplant.


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