Sponsorensuche läuft Tigers steigen nach 38:24 auf

Von Johannes Zenker

Behalten die Oberhand: Mit ihrem 38:24-Erfolg gegen die Potsdam Royals gelingt den Osnabrück Tigers, hier gegen die Hannover Spartans, der Aufstieg. Foto: MartensBehalten die Oberhand: Mit ihrem 38:24-Erfolg gegen die Potsdam Royals gelingt den Osnabrück Tigers, hier gegen die Hannover Spartans, der Aufstieg. Foto: Martens

Potsdam. Das erste große Teilziel ist erreicht. Sportlich haben die Osnabrück Tigers am Sonntag mit dem Sieg bei den Potsdam Royals das Ticket für die Zweite Bundesliga gelöst. Ob der Verein auch wirtschaftlich für den Aufstieg gerüstet ist, entscheidet sich in den nächsten Wochen.

Dabei hatte den Fans der Tigers in der Schlussphase des zweiten Relegationsspiels der Atem gestockt. Eine Woche, nachdem die American Footballer im Heimspiel gegen Paderborn einen 14-Punkte-Vorsprung aus der Hand gegeben hatten, drohte sich dieses Szenario in Potsdam zu wiederholen. Doch diesmal behielten die Spieler die Nerven und retteten den Sieg über die Zeit.

„Das war ein extrem emotionales Spiel mit Schiedsrichterentscheidungen, wie ich sie in meiner 20-jährigen Karriere noch nicht erlebt habe“, resümierte Tigers- Sportdirektor Jovica Stojceski nach der Partie. Bereits im ersten Viertel hatten die Unparteiischen nach einem vermeintlichen Foul den Osnabrücker Defensivspezialisten Patrick Kelly vom Platz gestellt.

Konnten die Tigers diesen Verlust in der ersten Hälfte noch mit ihrem schnellen Offensivspiel kompensieren, gerieten sie danach zunehmend unter Druck. So schmolz die eigentlich komfortable 38:0-Pausenführung dahin, weil die Defensive der Gäste ohne ihren Chef nicht immer auf dem Posten war.

Umso größer fiel die Erleichterung aus, als beim Stand von 38:24 der Schlusspfiff ertönte. Noch auf dem Rasen lagen sich Spieler und Trainerteam in den Armen.

Während die Saison für die Akteure auf dem Platz vorbei ist, geht die Arbeit für die Verantwortlichen hinter den Kulissen erst richtig los. Noch fehlt dem Verein Geld, um den Aufstieg antreten zu können. „Nachdem die Jungs so toll gekämpft haben, müssen wir das einfach schaffen“, gibt sich Frank Seveker, Leiter für Marketing und Sponsorenakquise, kämpferisch.