Verein braucht Geld für 2. Liga Tigers: Nach 56:56 fehlt noch ein Sieg zum Aufstieg

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Tigers-Quarterback Josh Dean (links) setzte auch gegen Paderborn seine Mitspieler mit gezielten Pässen in Szene. Foto: Swaantje HehmannTigers-Quarterback Josh Dean (links) setzte auch gegen Paderborn seine Mitspieler mit gezielten Pässen in Szene. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Ob sich die Osnabrück Tigers einen Aufstieg in die 2. Bundesliga finanziell leisten können, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Sportlich ist das Ziel in Reichweite: Zum Auftakt der Relegation spielten die American Footballer 56:56 gegen die Paderborn Dolphins.

Als die Tigers gegen Paderborn eine Minute vor dem Schlusspfiff den Ausgleich kassierten, herrschte Ratlosigkeit im Lager der Osnabrücker. Zum einen hatte das Team von Coach Danny Mitchell einen zwischenzeitlichen Vorsprung von 14 Punkten aus der Hand gegeben, zum anderen waren sich selbst die Verantwortlichen nicht sicher, ob es eine Nachspielzeit geben würde.

Es blieb in diesem ersten von insgesamt drei Relegationsspielen bei dem leistungsgerechten Unentschieden, das die Paderborner aufgrund ihres Schlussspurts wie einen Sieg feierten. Der auf Osnabrücker Seite überragende Patrick Kelly, der sowohl in der Defense als auch in der Offense zum Einsatz kam, blickte mit Argwohn auf die glücklichen Gegner und fand deutliche Worte: „Es ist schlimm, wie sich die Paderborner über ein Unentschieden freuen. Wir spielen immer auf Sieg, und das werden wir am Sonntag in Potsdam unter Beweis stellen.“

Da sich die beiden besten Relegationsteilnehmer für die 2. Bundesliga qualifizieren, würde den Tigers ein Sieg bei den Potsdam Royals zum Aufstieg reichen.

Das Spiel gegen Paderborn selbst bot den Footballfans auf der Sportanlage in Atter ein ungewohntes Bild: Mit den Dolphins war zum ersten Mal in diesem Jahr ein Team zu Gast, das den Tigers Paroli bieten konnte. Vor der zweitligareifen Kulisse von 1625 Zuschauern entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich beide Mannschaften vor allem in der Anfangsphase darum bemühten, mit weiten Pässen schnelle Touchdowns zu erzielen. Nachdem die Tigers mit einer knappen Führung (38:35) in die Pause gegangen waren, bauten sie den Vorsprung im dritten Viertel auf 14 Punkte aus. In der Folge verloren die Osnabrücker aber den Faden und versuchten in der Schlussphase, die Zeit herunterlaufen zu lassen, anstatt ihr zuvor effektives Offensivspiel fortzuführen. Die Konsequenz waren keine Punkte für die Tigers im letzten Viertel und der verdiente Ausgleich für die Paderborner.

Tigers-Trainer Mitchell war mit der Leistung seiner Mannschaft dennoch zufrieden: „Ich bin unglaublich stolz auf mein Team. Wir haben alles gegeben und dem Publikum ein tolles Spiel gezeigt. Es liegt nun an uns, die großartige Saison mit dem Aufstieg zu krönen.“

Sollten sich die Tigers sportlich für die 2. Liga qualifizieren, ist nach wie vor ungewiss, ob der Verein den Aufstieg finanziell stemmen kann. Bis zum 15. Oktober müssen die Lizenzierungsunterlagen beim Verband eingereicht werden. „Uns fehlen momentan noch 40000 Euro, die wir bis zu diesem Stichtag über neue Sponsoren oder Bürgen zusammenbekommen müssen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen“, erklärte Frank Seveker, Leiter für Marketing und Sponsorenakquise.


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