An Lewandowskis Hand Mit den Stars ins Stadion: Achtjähriger aus Osnabrück beim Pokalfinale

Meine Nachrichten

Um das Thema OS-Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Berlin. Luca Dyckhoff ist eher zurückhaltend, für einen Achtjährigen kein Wunder. Inzwischen hat der F-Junioren-Kicker des SSC Dodesheide aber in Interviews ein bisschen Erfahrung. Dass er beim DFB-Pokalfinale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München als Einlaufkind den Stars ganz nah kam, war schließlich „schon in der Schule Gesprächsthema gewesen“, wie Vater Marc Dyckhoff berichtete. Und deswegen war Luca einen Tag nach seinem großen Auftritt geübt und konnte relativ professionell verkünden: „Es war cool!“

Am Samstagmorgen hatte er mit seinem Vater die Reise nach Berlin angetreten. Nach etwa drei Stunden Zugfahrt war die Hauptstadt erreicht. Dass das Vater-Sohn-Gespann das Pokalfinale im Stadion erlebte, war dem glücklichen Ausgang eines Gewinnspiels zu verdanken, das ein Sponsor veranstaltet hatte. „Meine Frau Britta hatte davon im Fernsehen gehört“, sagte Marc Dyckhoff. Kurz vor Toresschluss schickte die Familie noch eine E-Mail und erhielt wenig später den überraschenden Anruf, dass sie zu den Gewinnern gehörte.

Alle Versuche, an Karten für das Endspiel zu kommen, waren zuvor gescheitert. „Umso schöner, dass wir das Spiel dann doch noch live sehen konnten“, sagte Dyckhoff, der seinen Sohn begleitete. „Meine Frau hat mir den Vortritt gelassen“, freute sich der 34-Jährige und gab zu: „Ich hatte mir die Verhandlungen mit ihr schwieriger vorgestellt.“

Nach getaner Arbeit durften Luca und sein Vater die Partie im Stadion verfolgen. Eine Hotelübernachtung und eine Ausstattung mit Trikot, Hose und Stutzen gab es für den Achtjährigen obendrauf. Und natürlich das einmalige Erlebnis, an der Hand von Robert Lewandowski ins ausverkaufte Olympiastadion einzulaufen. Wen er an der Hand hielt, hatte er erst kurz vor dem Anpfiff erfahren. Als es dann ernst wurde, sei er nervös gewesen – zumindest „ein bisschen“, verriet der Achtjährige.

Der Ausgang des Spiels war zweitrangig – das Ergebnis war in jedem Fall in Lucas Sinne. „Er ist Dortmund-Sympathisant und Bayern-Fan – wie Kinder so sind“, sagte sein Vater. Ebenso war sich die Familie im Klaren darüber, dass das Pokalfinale nachhaltig neue Maßstäbe setzt. Wenn Luca im Juni seinen neunten Geburtstag feiert, „werden wir das wohl kaum toppen können, egal, mit welchem Geschenk“, sagt Marc Dyckhoff.

Bis dahin wird Luca noch ein paar Interviews gegeben und vom Pokalfinale berichtet haben: „Seine Mitschüler hatten alle den Auftrag, am Samstag um Viertel vor acht vorm Fernseher zu sitzen und nach Luca Ausschau zu halten“, sagt Marc Dyckhoff. Die ersten Bilder, die vom Fernseher abfotografiert waren, bekam der Vater schon am Sonntag per E-Mail nach Berlin geschickt und „Montagmorgen in der Klasse wird das wahrscheinlich das erste Thema im Stuhlkreis sein“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN