Völlig verkorkste erste Halbzeit 25:26 – Bissendorfer Handballer verlieren Oberliga-Topspiel

Von Karl-Heinz Klenke

Schwerer Stand gegen starke Gäste: Hier versucht sich Bissendorfs Marius Kluwe (rechts) durchzusetzen. Foto: GründelSchwerer Stand gegen starke Gäste: Hier versucht sich Bissendorfs Marius Kluwe (rechts) durchzusetzen. Foto: Gründel

Bissendorf Im Spitzenspiel der Handball-Oberliga unterlag der TV Bissendorf-Holte daheim vor rund 300 Zuschauern dem DHB-Amateur-Pokalsieger ATSV Habenhausen mit 25:26. Der TVB hatte vor der Partie noch eine minimale Chance auf den zweiten Tabellenplatz. Nach der Niederlage steht nun die Sicherung des drittes Platzes im Fokus.

In den ersten 13 Minuten war es ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Teams setzten auf Tempo-Handball. Beim Stand von 7:7 aber waren es die Gäste, die dem Spiel den Stempel aufdrückten. Gegen die körperlich starken Bremer hatten die Bissendorfer Angreifer um Fabian Rußwinkel große Probleme. Es war schwer, die Deckung zu überwinden – und im Tor der Habenhausener stand mit Daniel Sommerfeld ein Meister seines Fachs. Mehrfach reagierte der Gäste-Torhüter überragend. Dagegen waren die TVB-Keeper im ersten Abschnitt oft chancenlos. Damit machte sich in der Bissendorfer Abwehr große Verunsicherung breit. Der Halbzeitstand von 18:13 für Habenhausen war verdient.

Mehr Schwung nach einer Auszeit

„Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Die ersten 30 Minuten waren das Schlechteste, was wir in dieser Saison geboten haben“, sagte TVB-Trainer Henning Sohl. Gleich nach der Pause legten die Gäste noch einmal zu. Beim Stand von 17:24 in der 50. Minute sah alles nach einer deutlichen Niederlage aus. Doch dann sahen die Zuschauer nach einer Auszeit eine andere Bissendorfer Mannschaft. Die Gäste-Angreifer hatten nun große Probleme mit der jetzt sehr beweglichen und aggressiven Bissendorfer Deckung. Im Angriff suchten die Spieler um Fabian Rußwinkel jede sich bietende Tormöglichkeit – und als Christian Rußwinkel per Strafwurf auf 25:26 verkürzte, stand die Halle kopf. Sekunden später kamen die Bissendorfer noch einmal in Ballbesitz, konnten aber nicht mehr für das ersehnte glückliche Ende sorgen. „Wir haben in den letzten Minuten unsere Möglichkeiten nicht voll ausgeschöpft“, meinte Sohl.


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