9:2-Sieg über Regionalliga-Zweiten Berlin Tischtennis: SF Oesede feiert Coup im Abstiegskampf

Von Peter Vorberg

An beiden Tagen ohne Niederlage: Oesedes Jannik Hehemann Foto: Stefan GelhotAn beiden Tagen ohne Niederlage: Oesedes Jannik Hehemann Foto: Stefan Gelhot

GMHütte Die Tischtennis-Männer der Sportfreunde Oesede haben sich Schwung geholt für die Endphase im Abstiegskampf der Regionalliga. Aus dem erhofften Punkt im „Heimspiel-Doppelpack“ wurden sogar zwei.

Nach der 5:9-Niederlage am Freitagabend gegen Hannover 96 feierten Jonah Schlie, Oliver Tüpker und Co. am Samstag einen grandiosen 9:2-Sieg gegen die Füchse Berlin.

„Das war so nicht zu erwarten“, zeigte sich Oesedes stark aufspielende Nummer zwei Oliver Tüpker am Samstagnachmittag sehr zufrieden. „Nach der Enttäuschung am Freitag sind wir alle mit 100 Prozent an die Platte gegangen und haben Berlin wohl überrascht.“ Nur rund 16 Stunden nach dem 5:9 gegen die Landeshauptstädter präsentierten sich die Oeseder gegen den Tabellenzweiten aus Berlin wie ausgewechselt. „Wir haben uns zusammengesetzt, die Doppel umgestellt, und plötzlich lief es“, meinte ein zufriedener Jonathan Habekost, der die beiden Tage wie auch Jannik Hehemann ohne Niederlage in Einzel und Doppel meisterte. Schlie und Hehemann blieben im Doppel zusammen, Tüpker bekam mit Habekost einen neuen Partner. Andreas Scholle wechselte zu Tobias Friedrich. „Dass wir alle drei Doppel gewinnen, hat uns Sicherheit gegeben“, meinten Jonah Schlie und Tüpker, die im Anschluss ihre ersten Einzel in starker Verfassung gegen Topspieler Martin Dietrich und Thomas Englert klar mit 3:0 gewannen und eine beruhigende 5:0-Führung herausspielten.

Füchse-Kapitän Martin Dietrich schüttelte mit dem Kopf. „Keine Ahnung, was heute los war. Das wir 0:3 hinten liegen nach den Doppeln, das hat wohl den Ausschlag gegeben. Danach hat Oesede befreit aufgespielt. Mit so einer hohen Niederlage haben wir nicht gerechnet.“

Hehemann erhöhte, ehe sich die Gäste etwas besser präsentierten. Tobias Jürgens sorgte mit dem 3:1-Sieg für das 7:1, Habekost mit dem 3:1 für das 8:2, ehe Tüpker den Sack mit einem 3:1 gegen Berlins Dietrich zumachte.

Vier Partien bleiben noch, um den Klassenerhalt, zumindest aber den aktuellen Relegationsplatz zu sichern. „Wir müssen in den nächsten Spielen gegen die direkten Konkurrenten nachlegen, sonst hat uns dieser Sieg nichts gebracht. Das Wochenende wird uns aber einen Schub verleihen“, denkt Hehemann. Tritt Oesede am Samstag (23. März, 16 Uhr) daheim gegen den SV Bolzum so auf wie gegen Berlin, ist der nächste Sieg machbar.

Die Oeseder hatten am Freitagabend auf eine Überraschung gegen den ersatzgeschwächten Spitzenreiter Hannover 96 gehofft. Dennoch traten mit Maximilian Dierks an Position eins und Dominik Jonack an drei der Niedersachsenmeister sowie der aktuell Zweite vom deutschen Jugend-Top-12-Turnier für 96 an. Nach den Doppeln stand es aus Oeseder Sicht 1:2 – ein Punkt mehr war der Wunsch gewesen.

Der gut aufgelegte Hehemann sorgte nach den ersten vier Einzeln für den zweiten Punkt zum 2:5. Habekost verkürzte auf 3:6, ehe Schlie gegen Dierks verlor. Er verspielte dabei trotz super Tischtennis eine 2:0-Satzführung noch – einer der Knackpunkte.

Die Oeseder spielten in vielen Einzeln gut mit, verloren aber in entscheidenden Phasen oft den Mut und die Nerven. Weil Tüpker sein Einzel gewann und Hehemann erneut punktete, blieb es bis zum 5:7 spannend. Andreas Scholle und Tobias Jürgens waren chancenlos – Endstand 5:9. „Hinten raus war es viel zu wenig, so kannst du nicht gewinnen“, war Tüpker enttäuscht, dass das Team die erhofften Punkte im mittleren und unteren Kreuz nicht geholt hatte.

Zur nächsten Saison verstärkt sich Oesede übrigens mit Tim Artarov (18, Münster/Gievenbeck). Zuletzt war dieser Spitzenspieler bei Borussia Münster in der NRW-Liga. Sein größter Erfolg ist die Deutsche Jugendmannschaftsmeisterschaft mit Ziehtrainer Peter Luthard.


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