Mit Zusammenhalt zum Erfolg Landkreis Osnabrück und Kreissportbund ehren Sportler

Bei der Sportlerehrung erhielten Hannah Ronnsiek-Niederbröker (vorne, Zweite von links), Eduard Eida (vorne, Dritter von links) und die C-Junioren-Handballer des TV Bissendorf-Holte die Siegerpokale. Foto: André HavergoBei der Sportlerehrung erhielten Hannah Ronnsiek-Niederbröker (vorne, Zweite von links), Eduard Eida (vorne, Dritter von links) und die C-Junioren-Handballer des TV Bissendorf-Holte die Siegerpokale. Foto: André Havergo

Osnabrück. Der Landkreis Osnabrück und der Kreissportbund (KSB) Osnabrück-Land haben im Kreishaus in Osnabrück 131 Sportlerinnen und Sportler sowie neun Ehrenamtliche ausgezeichnet. Dabei stand die Ehrung unter dem Motto „Zusammenhalt“.

„Zusammenhalt ist im Sport sehr wichtig. Es kommt auf gegenseitige Unterstützung und die Gemeinschaft an. Da gibt es keinen Platz für Diskriminierung und Feindseligkeiten“, sagte Sarah Hensiek, die gemeinsam mit Stefanie Placke mit der gewohnten Lockerheit durch den Ehrungsmarathon führte. Der KSB-Vorsitzende Winfried Beckmann griff das Motto in seinem Grußwort auf. „Zusammenhalt ist ein gutes Wort. Aber ich habe auch ein gutes gefunden: Danke. Ich möchte mich für die herausragenden Leistungen im Landkreis Osnabrück und für das Ehrenamt bedanken. Das ist Höchste, was wir leisten können.“

„Heimliche Stars“

Auch Landrat Michael Lübbersmann lobte die ehrenamtlichen Helfer in den Vereinen. „Das sind die heimlichen Stars.“ Als Beispiel nannte er Peter Herrmann, der seit 1955 Mitglied beim SV Quitt Ankum ist, im Alter von 80 Jahren für den Verkauf im Stadion verantwortlich ist und jeden Tag dort ist. Für außergewöhnliche Leistungen im Sport hob der Landrat das Engagement von Andree Barthold und Marvin Bubel vom SV Hunteburg vor. Das Duo leitet ein Team, das an mehreren Tagen in der Woche das gesamte Trainingsgelände pflegt und jüngst Bauprojekte fertigstellte. In Summe kommt die Gruppe durch die ehrenamtlichen Arbeiten auf mehr als 800 Stunden. „Sie sind die Garantie dafür, dass das Vereinsleben läuft“, sagte Lübbersmann.

Von den 68 Einzelsportlern und elf Mannschaften, die im vergangenen Jahr zusammen 149 Titel sammelten, erhielten zwei Sportler und ein Team eine besondere Auszeichnung. Als Sportler des Jahres wurde Eduard Eida ausgezeichnet. Der Gewichtheber des SV Quitt Ankum hat ein erfolgreiches Jahr 2018 hinter sich. Er wurde in der Kategorie Jugend bis 74 Kilogramm Deutscher Meister im Kraftdreikampf Classik, Deutscher Meister im Bankdrücken und Deutscher Meister im Kreuzheben.

Ronsiek-Niederbröker will nach Tokio

Die meisten Stimmen bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres erhielt die Trampolinspringerin Hannah Ronsiek-Niederbröker vom SC Melle. Sie wurde Deutsche Vizemeisterin im Einzel und im Synchron sowie Deutsche Vizemeisterin in der Mannschaft. Zudem nahm die Mellerin im vergangenen November an der Jugend-WM in St. Petersburg in Russland. Dort erreichte Ronsiek-Niederbröker Platz 24 im Einzel und Rang 13 im Synchron. Die Turnerin hat sich auch schon neue Ziele gesetzt. „Ich möchte mich wieder für die Jugend-WM qualifizieren. Die ist dieses Mal in Tokio.“

Mannschaft des Jahres wurden die C-Junioren-Handballer des TV Bissendorf-Holte. Die von Sebastian Nüße und Stephen Millius trainierte Mannschaft wurde 2018 Niedersachsenmeister. Die Talente, die die Handball-Nationalspieler Patrick Wiencek und Uwe Gensheimer als Vorbilder nannten, blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück. Und wenn sie mal ein Spiel verlieren, ärgert sie das natürlich. Aber: „Wir halten zusammen“, so die Bissendorfer.


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