Aufstiege werden zur Gewohnheit BBC Osnabrück schafft Durchmarsch in die 2. Regionalliga

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Meisterhaft: die BBC-Basketballer mit (hinten, von links) Oskar Sluzalek, Zeb Lovell, Jens Brockmüller und Torvoris Baker sowie (vorne, von links) Dario Scherz, Paul Santesteban Nedderhoff, Yannik Twiehaus, Trainer Ingo Twiehaus und Finn Kuhlmann. Foto: BBC Osnabrück/Andrea TwiehausMeisterhaft: die BBC-Basketballer mit (hinten, von links) Oskar Sluzalek, Zeb Lovell, Jens Brockmüller und Torvoris Baker sowie (vorne, von links) Dario Scherz, Paul Santesteban Nedderhoff, Yannik Twiehaus, Trainer Ingo Twiehaus und Finn Kuhlmann. Foto: BBC Osnabrück/Andrea Twiehaus

Osnabrück Es war kein ekstatischer Jubel, eher eine Genugtuung und der Stolz auf die geleistete Arbeit. Die Basketballer des BBC Osnabrück stehen nach einem Durchmarsch durch die Oberliga bereits als Meister fest. Eine Überraschung ist der erneute Aufstieg nicht.

Der 15. und damit vorentscheidende Sieg zum Titel des BBC trug wieder einmal den Beinamen „standesgemäß“. Bei der BSG Bremerhaven II gewannen die Osnabrücker mit 117:64. So oder so ähnlich sah es immer aus, wenn der Aufsteiger antrat. In lediglich vier Partien erzielte die Mannschaft weniger als 100 Punkte. Die Zahlen sind spektakulär: 1593:868 Korbpunkte bedeuten eine Differenz von plus 725. Oder anders ausgedrückt: Der BBC hat in dieser Saison im Schnitt mit 48 Zählern Unterschied gewonnen.

Forsch, aber vorsichtig

Die logische Konsequenz sind der vorzeitig feststehende Meistertitel und der damit verbundene Aufstieg in die 2. Regionalliga. „Es war jetzt nicht so, dass eine Zentnerlast von uns abgefallen ist. Dennoch haben wir natürlich gefeiert“, sagt Trainer Ingo Twiehaus. Als Aufsteiger hatte der BBC forsche Ziele ausgegeben, war mit Blick auf die neue Liga vor der Saison aber auch vorsichtig gewesen und hatte sich entsprechend vorbereitet.

Ein Blick auf die Bilanz könnte vermuten lassen, dass die Mannschaft massiv verstärkt wurde – das ist aber nicht der Fall. „Uns hat lediglich Jan-Luca Köster verlassen, dafür sind Paul Santesteban Nedderhoff und drei Jugendliche neu dabei. Sonst ist es der gleiche Kader wie in der Bezirksoberliga“, betont Twiehaus. Den Schlüssel zum Erfolg sieht der Coach im Lernwillen seiner Spieler sowie der mannschaftlichen Geschlossenheit.

Mehr als Baker und Lovell

In der Offensive wird das Team natürlich von den beiden Liga-Topscorern Torvoris Baker und Zeb Lovell getragen, aber das ist bei Weitem nicht alles. So agiert Finn Kuhlmann als Scharfschütze von außen (allein im Spiel gegen Bremerhaven sieben Dreier), Santesteban Nedderhoff ist der umsichtige Regisseur, der seine Mitspieler besser macht. „Wir sind nicht so wie andere darauf angewiesen, dass ein Amerikaner 40 Minuten durchspielt und alles macht“, sagt Twiehaus. Entsprechend hoch sei das Niveau auch im Training. „Da hatten wir teilweise mehr Wettbewerb als in den Spielen“, lacht der Coach.

Der Kader soll entsprechend auch nach dem Aufstieg jetzt zusammengehalten werden, ist aber für die 2. Regionalliga zu klein. Und es gibt noch ein anderes Problem. Baker ist US-Amerikaner, Lovell Neuseeländer. In der neuen Liga ist allerdings nur ein Spieler mit ausländischem Pass erlaubt. So versucht der BBC für Baker, der schon lange in Deutschland lebt, eine Sondergenehmigung zu bekommen.

Mehr als nur der Klassenerhalt

Dabei soll es aber nicht bleiben. „Wir wollen und müssen uns weiter verstärken“, verspricht Twiehaus, der Kontakt zu höherklassig erfahrenen Spielern hat, auch wenn er noch keine Namen verrät. Ein „normaler“ Aufsteiger will der BBC erneut nicht sein. „Wir bekommen viel Unterstützung über die GmbH, und die Gesellschafter wollen mehr. Unser Ziel wird jedenfalls nicht sein, dass wir nach dem Aufstieg einfach nur irgendwie drinbleiben“, betont der Trainer. So gibt es auch Bestrebungen, in der Schlosswallhalle noch mehr eine Heimspielatmosphäre zu schaffen. Auch wenn zuletzt schon immer rund 200 Zuschauer kamen. Erfolg macht eben sexy.


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