Turnwettkämpfe in Bad Iburg TG Borgloh-Wellendorf überzeugt bei Einteilung in neues Ligasystem

Lenart Albers

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Bad Iburg Als Chaostage hatte der Niedersächsische Turnerbund (NTB) den Wettkampf im Gerätturnen zur Einteilung in ein Ligasystem bezeichnet. Dank des Veranstalters TV Bad Iburg war das Chaos jedoch sehr überschaubar – mit gutem Ende für die TG Borgloh-Wellendorf.

„Das ist hier ein einmaliger Wettkampf, den es noch nie gab. Deshalb hatten wir mit deutlich größerem Chaos gerechnet“, erklärte Matthias Zappe als NTB-Wettkampfbeauftragter die Namensgebung. Ganz abwegig war der Chaosgedanke dabei nicht, denn eine Veranstaltung, bei der über zwei Tage verteilt 48 Teams mit 262 Turnerinnen aktiv waren, gab es noch nie in Niedersachsen. Nötig war eine solche Mammut-Veranstaltung, weil anhand der Ergebnisse eine Einteilung in fünf verschiedene Ligen vorgenommen wurde. Die besten Turnerinnen landeten in der ersten Landesliga, die schwächsten in der Bezirksliga.

Die Neueinteilung der Ligen hat vor allem drei Ziele: Mehr Wettkampf, größere Spannung und bessere Vergleichbarkeit der Leistungen. „Wer hier heute stark ist, kann also viel gewinnen. Bei einem schlechten Tag kann man aber auch einige Ligen nach unten rutschen“, stellte Zappe den Reiz der Veranstaltung heraus.

Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum es während der Wettkämpfe in der Halle eher ruhig anstatt chaotisch war: Der Eifer der Turnerinnen war groß, er wurde aber in Konzentration umgewandelt, sodass die Zuschauer spektakuläre Turnkunst bewundern konnten. Trubel herrschte nur auf der Tribüne, wo immer wieder die Zwischenergebnisse veröffentlicht wurden: Aktive, Trainer und Eltern wollten sich immer wieder auf den neuesten Stand bringen, mussten aber bis zum Ende des letzten Durchgangs am Sonntagabend auf ein endgültiges Ergebnis warten.

Am erfreulichsten war dies aus regionaler Sicht schließlich für die TG Borgloh-Wellendorf, die sich mit ihrer ersten Mannschaft den dritten Platz sicherte und so für die erste Landesliga qualifizierte. Eine Liga tiefer tritt ab sofort das Turn-Team Kiehn Group Lüneburg, eine Gemeinschaft verschiedener niedersächsischer Vereine, an. Mit den Iburgerinnen Isabella und Aurelia Bröskamp holte diese Gruppe insgesamt Platz 13. In der dritten Landesliga landeten der TuS Engter (18.) und die zweite Mannschaft der TG Borgloh-Wellendorf (20.). TuS Engter II (35.) und der Osnabrücker SC (37.) reihen sich zunächst in der Bezirksliga ein.

Hochzufrieden mit dem Wochenende war auch Organisatorin Annette Bröskamp vom TV Bad Iburg: „Es war genau das Gegenbild von Chaos, es lief alles optimal.“ Nur im allerletzten Durchgang erlitt eine Turnerin beim Abgang vom Barren eine Knieverletzung, ansonsten wurden die extra für das Wochenende neu gekaufte Kiste mit Kühlpacks nicht einmal gebraucht.

Für einen reibungslosen Ablauf sorgten am Wochenende nicht nur 40 Eltern, sondern auch 48 Kinder der Abteilung, die an den Kampfrichtertischen unterstützten. „Das war einfach eine tolle Teamleistung. So macht es Spaß, und wir haben uns gefreut, nach der Landesgartenschau mal wieder viele Gäste in Bad Iburg zu begrüßen“, strahlte Bröskamp am Ende von zwei langen Wettkampftagen, die dank guter Organisation nichts mit Chaos zu tun hatten.


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