In Ägypten Start in die Pro Tour Osnabrücker Gras auf der Fährte von Golfstar Kaymer

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Voller Vorfreude auf den Start in die dritthöchste Klasse für Europäer: Lukas Gras. Foto: EbenerVoller Vorfreude auf den Start in die dritthöchste Klasse für Europäer: Lukas Gras. Foto: Ebener

Osnabrück Das erste halbe Jahr als selbstständiger Golfer hat Lukas Gras vom Osnabrücker GC nach seinem abgeschlossenen BWL-Studium hinter sich. Am 15. Januar startet der 21-Jährige seine neue Herausforderung – die Pro Golf Tour 2019 als dritthöchste Klasse des Golfsports.

„Ich habe ein halbes Jahr darauf hintrainiert. Ich bin voller Vorfreude und gespannt auf den ersten Vergleich mit der Konkurrenz“, sagt Gras. Das erste von mindestens 22 Turnieren dieser Serie startet am 15. Januar mit den Red Sea Egyptian Classic im ägyptischen Golfclub Ain Sokhna. Weiter geht es eine Woche später im ägyptischen Ain Suchna, ehe bis zum 11. April acht Turniere in Marokko steigen. Danach verlagert sich das Geschehen nach Europa. Auf die rund fünf Turniere in Deutschland – der Serienplan ist noch nicht komplett – freut sich Gras besonders.

Am Dienstag ist der 21-Jährige nach Ägypten geflogen, „um mich eine Woche zu akklimatisieren, zu trainieren und mich an die Bedingungen und Beschaffenheiten zu gewöhnen“. Auch an das Leben als Profisportler mit seinen Herausforderungen muss sich Gras noch gewöhnen. „Die Selbstständigkeit war Neuland für mich. Dass sich der Tagesablauf als Profi nur um den Golf dreht, ist wie erwartet schön. Wie viel mehr dann aber zusätzlich dranhängt als das Training und die Wettkämpfe, war und ist aber schon etwas anders, als ich es mir vorgestellt hatte“, gesteht Gras und meint die bürokratische Arbeit wie die Reiseplanungen mit den Beantragungen des Visums und dem Buchen von Flügen und Mietwagen. Entsprechend dankbar ist der Osnabrücker für die Unterstützung seines Bruders Sebastian, seines Trainers Wolfgang Huget sowie seiner Sponsoren über deren finanzielle Unterstützung hinaus.

Rund 200 Golfer aus aller Welt starten bei der Golf Tour, ein knappes Drittel davon aus Deutschland. Die meisten Turniere haben ein Preisgeld zwischen 30000 und 40000 Euro. Jeder Euro Preisgeld eines Golfers entspricht einem Punkt. Die fünf Golfer mit der höchsten Punktzahl steigen am Ende der Serie in die Challenge Tour auf. Entsprechend sei es für ihn Pflicht, an allen Turnieren der Serie teilzunehmen. „Der schnellstmögliche Aufstieg ist mein Ziel – sportlich wie auch wirtschaftlich.“ Denn ohne Sponsoren ist die Pro Golf Tour nicht zu finanzieren. „Diese Tretmühle musste auch ein Martin Kaymer einst bewältigen“, sagt der 21-Jährige, der hofft, in 2019 sogar die ersten Einladungen für die Challenge Tour und vielleicht sogar für die European Tour als höchste Klasse für Golfer dieses Kontingents zu erhalten. Mehr Ruhm und Geld wäre dann nur noch auf der amerikanischen PGA-Tour zu erwerben.

In den letzten Monaten hat Gras sein Spiel weiter verfeinert. Er erklärt: „Durch das zeitlich ausgeweitete Training dreht man automatisch auch an den kleinen Schrauben, die vorher zu kurz kamen. Wir haben keine großen Veränderungen vorgenommen, aber die Feinarbeit intensiviert.“ Das soll sich ab dem 15. Januar auszahlen.

Mit Jahresbeginn ist die Homepage des Osnabrückers unter www.lukasgras.de online gegangen. „Dort plane ich regelmäßig über mein Golferleben und die Turniere zu berichten“, sagt er.


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