Kaum noch Sitzplätze DFB erwartet 6000 Zuschauer bei Frauenfußballspiel in Osnabrück

Von Mareike Bader und Benjamin Kraus

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Osnabrück. Am Samstag um 16 Uhr empfängt die Frauenfußball-Nationalelf beim ersten ernsthaften Testspiel zur WM 2019 die Auswahl Italiens an der Bremer Brücke. Nicht nur über 5000 Zuschauer und 60 Nachwuchskickerinnen freuen sich auf die Partie. Manche Mädchen sind dann schon zum zweiten Mal im Stadion-Einsatz.

Bis Donnerstagabend wurden über 5100 Karten für die Partie verkauft. „Das ist eine wirklich gute Zuschauerzahl für uns“, freut sich Florian Beck. Der DFB-Eventmanager lobt die Bedingungen und die Resonanz in Osnabrück. Insgesamt werden um die 6000 Zuschauer an der Bremer Brücke erwartet. Wer das Spiel am Samstag ab 16 Uhr nicht vor dem Fernseher, sondern lieber live im Stadion sehen will, kann noch bis Samstagmorgen, 10 Uhr, Karten online auf der Seite des DFB kaufen und sie an der Tageskasse abholen. Diese öffnet um 14.30 Uhr, dann gibt es dort auch noch Restkarten, ebenso tagsüber im VfL-Fanshop. Die Sitzplatzkarten seien fast ausverkauft, an der Tageskasse werde es eher Stehplatzkarten geben, sagt Beck. Die Preise liegen je nach Kategorie bei 15 bis 25 Euro, ermäßigt 10 bis 20 Euro. Karten für Kinder bis sechs Jahre kosten sechs Euro.

Martina Voss-Tecklenburg wird neue Trainerin

„Jedes Spiel, das jetzt kommt, muss ein Schritt sein, um besser zu werden – um am Ende eine erfolgreiche WM 2019 in Frankreich zu spielen“, erklärte Horst Hrubesch am Donnerstag im DFB-Lager in Marienfeld bei Harsewinkel zur Bedeutung der Partie in Osnabrück. Keinesfalls also nur Schaulaufen für den scheidenden Frauen-Bundestrainer, der nach den Partien in Osnabrück und Erfurt am Dienstag gegen Spanien sein Amt an Martina Voss-Tecklenburg übergeben wird. „Eine gute Trainerin, die zuletzt in der Schweiz richtig was aufgebaut hat – jetzt geht es darum, dass wir für sie erste Dinge mit Blick auf die WM 2019 aufbauen“, sagte Dzsenifer Marozsán. Die Kapitänin der Nationalelf wird nach überstandener Lungenembolie an der Bremer Brücke aber noch nicht selbst auf dem Platz stehen. (Weiterlesen: Kapitänin Marozsán erzählt von ihrer einschneidenden Krankheit)

„Der Rahmen stimmte zuletzt mit guten Ergebnissen in der geglückten WM-Qualifikation. Aber die Mädels wissen selbst: Mindestens 25 Prozent Leistungssteigerung sind bei fast jeder noch drin“, sagte Hrubesch. Eine Baustelle sei zuletzt auch die Chancenverwertung gewesen: Sollten hier gegen Italien Verbesserungen gelingen, dürfte dies auch die Fans vor Ort begeistern.

Osnabrücker unter den Einlaufkindern

Auf das Spiel freuen sich auch über 60 Mädchen, die das Geschehen begleiten. Die Nationalspielerinnen werden von 22 Einlaufkindern begleitet, drei Kinder gehen zudem mit dem Schiedsrichterteam aus Kroatien auf das Feld, darunter Spielerinnen aus der U12 des Mädchenstützpunkts Osnabrück. Hinzu kommen 34 Fahnenkinder aus der U16 der Stützpunkte Emsland, Vechta und Osnabrück, erklärt Frank Schmidt als Vorsitzender des Fußballkreises Osnabrück-Stadt. Die Ballmädchen aus dem unteren Jahrgang der Osnabrücker U16 haben am Samstag sogar schon ihren zweiten Einsatz, nach dem Spiel des VfL Osnabrück gegen KFC Uerdingen in der 3. Liga (2:1). Das Schiedsrichterteam reist am Freitag an, und im Anschluss an das Training der Italienerinnen (16 Uhr) selbst im Stadion trainieren.


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