Almuth Schults Eierversorgung DFB-Charme-Offensive im Schulzentrum Sonnenhügel in Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema OS-Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Man nehme die Fußballnationalspielerinnen Almuth Schult und Babett Peter, eine Fußball-Freestylerin, eine Rope Skipperin sowie DFB-Maskottchen Paule – und fertig ist ein unterhaltsamer Vormittag für rund 300 Schüler des Schulzentrums Sonnenhügel.

Am Samstag (16 Uhr) empfängt Deutschlands Frauen-Nationalmannschaft in einem Testspiel an der Bremer Brücke die italienische Vertretung. Bis Mitte der Woche waren bereits knapp 5000 Karten für die Partie verkauft. Beste Voraussetzungen also, um im Vorfeld weitere Werbung in eigener Sache zu betreiben. „DFB macht Schule vor Ort“, lautete das Motto am Mittwochmorgen in der Sporthalle des Schulzentrums Sonnenhügel. Dort, wo auch eine von zahlreichen Eliteschulen des Fußballs zu Hause ist, ebenso das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, die Felix-Nussbaum-Schule sowie die Wittekind-Realschule.

„Das ist keine Belastung“

Allerdings mussten die Fünft- und Sechstklässler erst einmal rund eine Stunde auf die beiden Nationalspielerinnern warten. Während Schult und Peter auf der Autobahn im Stau standen, wurden die Schüler erfolgreich bespaßt. Von Paule, als DFB-Maskottchen begehrtes Selfie-Motiv und heimlicher Star des Vormittags. Von Fußball-Jongleurin Kalina Matysiak oder Rope Skipperin Nele Schumacher. Doch dann standen sie endlich auf der Bühne: Torhüterin Schult (die am Samstag wegen einer Sprunggelenksverletzung passen muss) und Abwehrspielerin Peter. Das Duo mischte sich unter die jungen Fans, beantwortete Fragen des Moderators Manuel Schulitz und der „Kinder-Pressekonferenz“. Dabei ließ Schult unbändigen Ehrgeiz durchblicken. Die gegenwärtige Tabellenführung ihres VfL Wolfsburg in der Frauen-Bundesliga mit der beeindruckenden Bilanz von acht Siegen in acht Spielen und 36:1 Toren kommentierte sie so: „Das ist ganz okay, aber das Gegentor hätte nicht sein müssen.“ Schult und Peter schilderten dem Nachwuchs auch den zeitlichen Aufwand, den sie seinerzeit für Schule und Fußball aufgewendet hätten. „Ist es eine Belastung, dass der Männerfußball beliebter ist als Frauenfußball?“, lautete eine weitere Frage. „Das ist keine Belastung“, antwortete Schult. Wenn sie sehe, dass ein Manuel Neuer kaum unerkannt in ein Restaurant gehen könne, „dann bin ich froh darüber, dass wir uns freier bewegen können“.

Hühner in Freilandhaltung

Bleiben wir weiter bei der Torhüterin: „Ich bin jemand, der gerne direkt kommuniziert. Lieber ein Gespräch am Tisch als über das Handy“, erklärte sie nach der Veranstaltung ihre Abneigung gegen die Kommunikation in sozialen Netzwerken. Vor diesem Hintergrund habe sie auch kein Verständnis für die Ehefrau von Fußballer Thomas Müller, die am vergangenen Wochenende Bayern Münchens Trainer Niko Kovac via Instagram kritisierte. „Das gehört sich nicht.“ Ihre Kritik würde Frau Müller dem Trainer wahrscheinlich nicht persönlich mitteilen.

Ansonsten? Hatte die Torhüterin für den Koch des Frauen-Nationalteams noch Eier im Kofferraum. „Die bringe ich regelmäßig vom elterlichen Hof mit.“ Ebenso stelle sie auch die Eier-Versorgung für ihre Kolleginnen beim VfL Wolfsburg und für einige Mitarbeiter der Geschäftsstelle sicher. Die Eier aus dem Hause Schult würden sehr geschätzt. „Ich denke, unsere Hühner in Freilandhaltung sind sehr glücklich – unter anderem deswegen, weil sie nicht nur das normale und übliche Futter bekommen.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN