Bundestrainer beruft Lekon Bohmter Schwimmerin im paralympischen Kader

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Im paralympischen Kader: Annika Lekon. Foto: Nicole LekonIm paralympischen Kader: Annika Lekon. Foto: Nicole Lekon

albe Espelkamp. Große Ehre für Annika Lekon: Die Schwimmerin vom TV Bohmte ist in den Einstiegskader der paralympischen Nationalmannschaft berufen worden. Auf dem Sprung dorthin ist auch der Meller Julian Gnaß.

Lekon schwimmt seit ihrem sechsten Lebensjahr in Bohmte und startet im Behindertensport für die BSG Espelkamp, die sich in diesem Bereich spezialisiert hat. Nach Rekorden und Titeln bei der Deutschen Meisterschaft des Behindertensportverbandes folgte nun der nächste große Erfolg für Lekon: Vom Bundestrainer wurde sie für den paralympischen D/C-Kader, den Einstiegskader der deutschen paralympischen Nationalmannschaft (A-Kader), berufen. Eine durchaus überraschende Entscheidung, denn die 15-Jährige erfüllte knapp noch nicht ganz die Vorgaben, die für eine solche Nominierung notwendig sind. „Weil Annikas Zeiten aber stark sind und sie einen riesigen Ehrgeiz hat, wurde sie trotzdem nominiert“, erklärt BSG-Jugendwart Horst Beneker, der Lekon als „Aushängeschild“ des Vereins bezeichnet.

Lekon zeigt sich bodenständig

Zumindest in Sachen Ehrgeiz stimmt Lekon lächelnd zu, zeigt sich ansonsten aber bodenständig: „Von den Paralympics zu sprechen, wäre viel zu früh. Das wäre natürlich später schön, aber momentan ist alles so gut.“ Erstmals überhaupt zum 15-köpfigen Kader zu gehören, sei für sie schon ein Traum. Immerhin viermal die Woche trainiert sie dafür im Becken. Hinzu kommen Krafttraining und physiotherapeutische Behandlungen sowie Wettkämpfe. Im Rahmen des Nationalkaders stehen ab jetzt außerdem vier bis fünf Lehrgänge in Wuppertal pro Jahr an – ein großer Aufwand, insbesondere für Annikas Mutter, die sie fahren muss. „Das lohnt sich aber bisher absolut“, sind sich beide einig.

Julian Gnaß will hoch hinaus

Einen ähnlichen Weg will auch Julian Gnaß von der TSG Burg Gretesch einschlagen, der im Behindertensport ebenfalls für Espelkamp startet. In den Landeskader hat der Zwölfjährige es schon geschafft. Im November kämpft er auf einem Sichtungslehrgang in Frankfurt darum, einen Platz in der paralympischen Jugendnationalmannschaft zu bekommen. Als konkretes Ziel hat er sich dies jedoch nicht gesetzt. „Das Wochenende wird wohl ziemlich anstrengend“, vermutet er und gibt zu: „Ein bisschen nervös bin ich auch.“ Grund zur Sorge besteht aber nicht: Sein Vater begleitet ihn, und zudem sind auf dem Lehrgang auch vier Trainer aus Espelkamp dabei – an Unterstützung mangelt es also nicht.


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