„Sterne des Sports“ verliehen „Breitensport-Oscars“ gehen nach Glane, Lintorf und Hagen

Von Lennart Albers

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Neu am Sternenhimmel vertreten (von links): Manuela Klünenberg (Meyer zu Reckendorf), Veronika Menkhaus (Reitverein St. Martinus Hagen), Fritz Wellmann (TuS Glane), Ole Rück (TuS Haste), Lars Herrmann (TuS Bad Essen) und Sabine Henschen (VfL Lintorf) nahmen Auszeichnungen für ihre Sportvereine entgegen. Foto: Swaantje HehmannNeu am Sternenhimmel vertreten (von links): Manuela Klünenberg (Meyer zu Reckendorf), Veronika Menkhaus (Reitverein St. Martinus Hagen), Fritz Wellmann (TuS Glane), Ole Rück (TuS Haste), Lars Herrmann (TuS Bad Essen) und Sabine Henschen (VfL Lintorf) nahmen Auszeichnungen für ihre Sportvereine entgegen. Foto: Swaantje Hehmann

Bad Iburg. Im Profifußball gibt es Sterne für Meistertitel, im Breitensport welche, die in ihrem Kern noch viel wertvoller sind als sportlicher Erfolg: In Glane sind die „Sterne des Sports“ an Vereine verliehen worden, die sich mit ihren Projekten durch gesellschaftspolitisches Engagement auszeichnen.

„Sie sind im Sport nicht für einen Sixpack aktiv, sondern sie bereichern durch ihr Engagement die Gesellschaft und schaffen Zusammenhalt“, eröffnete Heiko Engelhard, Vorstand der Volksbank Osnabrück, die Preisverleihung im Clubheim des TuS Glane. Die Bank richtet den Wettbewerb zusammen mit den Volksbanken Bramgau-Wittlage und GMHütte-Hagen-Bissendorf aus.

„Alle eingereichten Projekte sind einfach toll“

Engelhard lobte die Ehrenamtlichen für ihre tägliche Arbeit und schickte gleich eine wichtige Botschaft vorweg: „Es wird heute zwar auch Platzierungen geben, doch eigentlich kann man gar nicht wirklich unterscheiden, weil alle eingereichten Projekte einfach toll sind.“ Die Sterne des Sports werden seit 2004 vergeben und gelten als „Oscars des Breitensports“. Auf regionaler Ebene gibt es den Stern des Sports in Bronze, mit dem man sich über den Landesentscheid bis hin zum Bundesentscheid qualifizieren kann, wo der Bundespräsident die Sterne des Sports in Gold verteilt. Insgesamt drei erste und drei zweite Plätze sowie drei Ehrenurkunden wurden dabei vergeben.

Sportpark des Tus Glane wird gewürdigt

Die Sieger dieses Jahres trumpften dabei besonders mit generationsübergreifenden und grenzüberschreitenden Projekten auf. So sicherte sich der TuS Glane mit seinem neuen Sportpark einen ersten Platz, für den es nicht nur die bronzene Stern-Trophäe, sondern auch ein Preisgeld von 1000 Euro gibt. „Wir wollen Sport für alle. Familien, Senioren und Menschen mit und ohne Handicap sollen gemeinsam aktiv werden“, erklärte TuS-Vorsitzender Fritz Wellmann die Idee hinter dem Projekt, das vom ganzen Verein unterstützt wurde. Durch großes ehrenamtliches Engagement vieler Mitglieder wurden die Baukosten deutlich gesenkt.

Dartsanlage in Lintorf greift Trend auf

Mit einer ähnlichen Idee sicherte sich auch der VfL Lintorf einen ersten Platz: Auf Initiative von Maik Ebertfründ griff der Verein mit dem Dartssport einen Trend auf und baute mobile Dartsanlagen für die Turnhalle, die sich ebenfalls generationsübergreifend großer Beliebtheit erfreuen. „Wir haben etwas gesucht, was alle verbindet und was jeder spielen kann. Beim Darts sind jetzt Männer und Frauen aktiv, der jüngste Spieler ist 15, der älteste 75“, berichtete die VfL-Vorsitzende Sabine Henschen. Das Projekt wurde auch aufgrund der Kreativität ausgezeichnet, wie Jury-Mitglied Ralph Bode begründete: „Der VfL zeigt hier, wie man einen Trend aufnimmt und sich als Verein attraktiv aufstellt.“

Hagener Reiter denken an den guten Zweck

Der letzte große Stern in Bronze ging an den Reitverein St. Martinus aus Hagen und sein Turnier „Reiter helfen Kindern“. Der Wettbewerb findet seit 2007 alle zwei Jahre auf dem Hof Haunhorst statt und dient ausschließlich dem guten Zweck. So kam 2017 eine Spendensumme von 75000 Euro zusammen, die verschiedenen Einrichtungen zugutekam, die sich um schwer kranke Kinder kümmern. „Uns geht es allen gut, und deshalb arbeiten wir alle zwei Jahre hart zusammen, damit die Kinder einmal wieder ein Lächeln im Gesicht haben“, erklärte der 2. Vorsitzende Maximilian Holtmeyer stellvertretend für sein Team und versprach, dass die 1000 Euro Preisgeld im nächsten Sommer vervielfacht werden sollen.

Wedegärtner: Die Vielfalt beeindruckt

Nicht weniger lobenswert waren die Projekte, die „nur“ einen kleinen „Stern des Sports“ bekamen. Hierüber konnten sich der TuS Bad Essen, der TuS Haste und der Reiterhof Meyer zu Reckendorf freuen. Eine Ehrenurkunde für ihr Engagement bekamen zudem der Osnabrücker SC, die TSG Burg Gretesch und der Verein für Natursport und Kunst Hase-Ems. Dass am Ende aber eigentlich die Gesamtheit der Projekte einen nachhaltigen Eindruck hinterließ, brachte der frühere Kreissportbund-Vorsitzende Hans Wedegärtner in seinem Schlusswort auf den Punkt: „Was wir heute für eine Vielfalt erleben, finde ich unglaublich beeindruckend. Die Region kann stolz darauf sein.“


„Sterne des Sports“ 2018, Sieger und Platzierte

1. Platz:

Reitverein St. Martinus Hagen (Benefizturnier für schwerkranke Kinder), TuS Glane (Sportpark Glane – gemeinsam in Bewegung), VfL Lintorf (Darts-Trendsport und Bewegung für alle).

2. Platz:

TuS Haste (Gewaltprävention für Grundschüler – „Rangeln und Raufen“), Reiterhof Meyer zu Reckendorf (Springplatz für die Jugend), TuS Bad Essen (Basketballcamp „Never be Average“ – Sportcamp mit Schwerpunkt Persönlichkeitsentwicklung.

3. Platz:

Verein für Natursport und Kunst Hase-Ems (Zirkus der Kulturen), Osnabrücker SC (Feriencamp für Kinder mit und ohne Handicap), TSG Burg Gretesch (Robin-Hood-Wochenende – Aktiv im Wald).

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