Verlust ist gut für die Vereine Kreissportbund Osnabrück macht freiwillig größeres Minus

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Um Zuschüsse des Landessportbundes nicht zurückzahlen zu müssen, macht der Kreissportbund Osnabrück-Land freiwillig einen höheren Verlust und bezuschusst lieber die angeschlossenen Vereine. Symbolfoto: imago/SchöningUm Zuschüsse des Landessportbundes nicht zurückzahlen zu müssen, macht der Kreissportbund Osnabrück-Land freiwillig einen höheren Verlust und bezuschusst lieber die angeschlossenen Vereine. Symbolfoto: imago/Schöning

Wallenhorst. Selten dürfte jemand mit einem finanziellen Minus so zufrieden gewesen sein wie Ralf Lauxtermann: Der stellvertretende Vorsitzende des Kreissportbundes verkündete ganz unaufgeregt einen Verlust von 18126,29 Euro im vergangenen Jahr. „Die Finanzen sind solide“, konnte Lauxtermann trotzdem versichern, „der Verlust ist gewollt.“

Weil die Geschäfte in den Vorjahren so gut liefen und Überschüsse erzielt wurden, wuchs die Betriebsmittelrücklage nach dem Geschäftsjahr 2016 auf 142367,70 Euro an – die „praktisch maximal zulässige Höhe“, wie der Sportbund in seiner Jahresrechnung darlegte. Bei einer höheren Summe an eigenen Mitteln wäre der KSB Gefahr gelaufen, Zuschüsse des Landessportbundes zurückzahlen zu müssen.

Höhere Zuschüsse für die Vereine

Um dem zuvorzukommen, verteilte der Sportbund seine Zuschüsse großzügiger. Statt der geplanten 8000 Euro gab es 26810 Euro für die Clubs. Die gute Finanzlage solle schließlich den Vereinen zugutekommen, sagte Lauxtermann. „Damit lösen wir das Versprechen aus dem Jahr ein, dass wir die Einnahmen bei einer entsprechenden Rücklage wieder an die Vereine ausschütten“, erklärte er mit Blick auf die vor acht Jahren erhöhten Mitgliedsbeiträge.

Auch 2018 und 2019 sollen die Rücklagen schmelzen

Im Gesamtetat von rund 1,1 Millionen Euro sind 2018 und 2019 erneute Verluste eingeplant. „Wir wollen die Vereine weiter teilhaben lassen“, sagte Lauxtermann. So sollen die Rücklagen im Geschäftsjahr 2018 um 19000 Euro schrumpfen, 2019 um weitere 16300 Euro. Die Mitglieder des Kreissporttages stimmten den Plänen geschlossen zu. Gute Nachrichten gab es auch aus der Politik: Vertreter von Parteien und Verwaltung stellten eine Fortsetzung der bisherigen Sportförderungspraxis durch den Landkreis in Aussicht.


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