Zweites Heimspiel, zweiter Sieg Bad Laers Volleyballerinnen bezwingen Aligse mit 3:1

Von Fabian Pieper

Meine Nachrichten

Um das Thema OS-Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Freude im Gesicht geschrieben stand (von links) Alina Hellmich, Vanessa Schowe, Laura Seete, Sara Szmuk, Franziska Stricker und Michelle Bollien nach dem Heimsieg über Aligse. Foto: Swaantje HehmannDie Freude im Gesicht geschrieben stand (von links) Alina Hellmich, Vanessa Schowe, Laura Seete, Sara Szmuk, Franziska Stricker und Michelle Bollien nach dem Heimsieg über Aligse. Foto: Swaantje Hehmann

Bad Laer. Volleyball-Zweitligist SV Bad Laer hat Aufsteiger SF Aligse verdient mit 3:1 (21:25, 25:20, 25:19, 25:16) bezwungen. Ausschlaggebend für den Erfolg vor eigenem Publikum war eine klare Leistungssteigerung der Bad Laerinnen, die einen 0:1-Satzrückstand im Verlauf des Spiels drehten.

Möglicherweise hatten die Spielerinnen noch das 0:3 aus der Vorwoche gegen Hamburg im Hinterkopf, was den nervösen Beginn erklären könnte. Zwar führte Bad Laer bis in die Mitte des ersten Satzes hinein noch knapp, doch zwei Gründe brachten den SVB im weiteren Verlauf mit 12:17 und 15:22 in Rückstand: Zum einen haderte die Mannschaft von Trainer Zoran Nikolic, der ohne seinen privat verhinderten Kollegen Frank Hörster auskommen musste, mit einer zu hohen Anzahl an technischen Ungenauigkeiten und Fehlern. Zum anderen erwies sich Aligses hochaufgeschossene Mittelblockerin Gesa von Harlessem als kaum zu stoppende Waffe. Das Aufbäumen des SVB kam in diesem Satz zu spät, weshalb die Gastgeber den ersten Satz 21:25 verloren. „Das war nichts“, kommentierte Nikolic trocken.

Das war dann aber auch das einzig Schlechte an diesem Abend. Denn von Beginn an des zweiten Satzes diktierte Bad Laer das Geschehen. Neben Kapitänin Franziska Bentrup, die zum zweiten Mal zur wertvollsten Spielerin ihres Teams gewählt wurde, spielte sich vor allem Sara Szmuk mit einigen wichtigen Punkten in den Vordergrund. 11:6 hieß es nach einer guten Anfangsphase, beim 20:15 schien nichts mehr anzubrennen. Doch auch Aligse bewies kurzzeitig Comeback-Qualitäten und verkürzte noch einmal auf 20:18. Gegen den 25:20-Schlusspunkt durch Alina Hellmich, die sich ein Sonderlob von ihrem Trainer verdiente, waren die Sportfreunde jedoch machtlos.

Mit dem Satzausgleich im Rücken stieg die Formkurve der Blau-Weißen weiter an. Im dritten Satz fiel das urlaubsbedingte Fehlen von Leistungsträgerin Johanna Müller kaum noch auf – auch, weil sie von der erst 17-jährigen Franziska Stricker, die ihr erstes Spiel über die volle Distanz machte, ordentlich vertreten wurde. In einem umkämpften Satz, in dem Bad Laer zwischenzeitlich 12:13 hinten lagen, war es Strickers Serie von starken Aufschlägen, die das Blatt zum 16:13 wendete. In letzter Konsequenz waren es allerdings die einfachen Fehler, die die Gäste, nach zwischenzeitlichem 18:18-Ausgleich, um einen Satzgewinn brachten. In der Schlussphase verschenkte Aligse einige Punkte, Bad Laer drehte das Spiel und hatte mit dem 25:19 im dritten Satz den ersten von drei möglichen Punkten sicher.

Beflügelt vom Spielverlauf gestaltete der SVB den vierten Satz sehr einseitig. Bei den Gästen, bei denen mit Katharina Büker und Karla Hanhoff zwei Ex-Laerinnen spielten, wehrte sich augenscheinlich nur noch von Harlessem. Ihre wuchtigen Angriffe durch die Mitte verhinderten jedoch nicht, dass Bad Laer auf 15:10 und 20:12 davonzog. Letztendlich war es ein Aufschlag der Gäste ins Aus, der für den 25:16-Satzgewinn aus Sicht der Gastgeberinnen führte. Damit behielt Bad Laer im zweiten Heimspiel der Saison die Punkte im Südkreis. „Wir freuen uns, dass man sieht, dass wir in die 2. Liga gehören“, sah Stricker einen verdienten Heimsieg ihres Teams. Nikolic, der sich noch mehr Konstanz im Spiel des SVB wünschte, pflichtete ihr bei: „Mit der Leistung von heute hätten wir in Hamburg nicht verloren.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN