Buenos Aires statt 2. Bundesliga Basketballerin Eichmeyer ab Montag bei Olympischen Jugendspielen

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Im Teamoutfit: Emma Eichmeyer. Foto: DOSB/picture-allianceIm Teamoutfit: Emma Eichmeyer. Foto: DOSB/picture-alliance

Osnabrück. Nach dem Saisonstart in die 2. Basketball-Bundesliga am Sonntag steht für Emma Eichmeyer von den Girolive-Panthers schon am Montag die nächste Auswärtsfahrt an: Die 18-Jährige reist mit der deutschen 3x3-Nationalmannschaft zu den Olympischen Jugendspielen nach Buenos Aires.

Um 21.55 Uhr soll der Flieger in Frankfurt (Main) abheben. Nach ein paar Tagen Eingewöhnung in Argentinien starten am 7. Oktober die Wettkämpfe mit Spielen gegen Rumänien (15.30 Uhr deutscher Zeit) und China (18.30 Uhr). Am 11. Oktober geht es gegen den Iran (15 Uhr) und Ungarn (17 Uhr) weiter. „Wir peilen erst mal das Viertelfinale an“, benennt Eichmeyer das Minimalziel. Das Turnier dürfe danach auch gerne mit deutscher Beteiligung weitergehen, „aber wir fangen erst mal klein an“. Um die K.-o.-Runde zu erreichen, die am 16. Oktober beginnt, muss Deutschland einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe erreichen.

Zwischen den Spieltagen bleibt neben dem Training auch noch Zeit für das umfangreiche Rahmenprogramm: Es gibt beispielsweise Workshops zur Persönlichkeitsbildung und zum Umgang mit Drucksituationen, ein Sport- und Spaßprogramm für die junge Generation und natürlich Wettkämpfe in anderen Sportarten, bei denen Eichmeyer die deutschen Athleten anfeuern will. In begleiteten Gruppen sollen auch Touren in die Slums möglich sein. „Ich will auch die andere Seite der Stadt und des Lebens in Argentinien sehen“, sagt die 18-Jährige.

Gute Bühne für internationalen Austausch

Die Olympischen Jugendspiele sind eine gute Bühne für den internationalen Austausch, findet sie. Die Wettkämpfe auf anspruchsvollem sportlichen Niveau sind offen für alle. Auch bei der Eröffnungsfeier, die am 6. Oktober auf einem großen Platz in der Stadt abgehalten wird, zahlen Zuschauer keinen Eintritt.

Wenn Eichmeyer dort mit den deutschen Athleten einläuft, wird auch die frühere Panthers-Spielerin Emily Enochs an ihrer Seite sein. Mit der 17-Jährigen verbindet Eichmeyer eine Freundschaft seit dem Kindergarten. Seit den frühen Jugendjahren teilen die beiden zudem die Leidenschaft für Basketball. „Wir haben uns früher fast jeden Tag gesehen“, sagt Eichmeyer. Ende August zog Enochs zum Studium in die USA. „Ich freue mich, Emily wiederzusehen. Wenn wir uns in Buenos Aires verabschieden, werde ich wahrscheinlich erst realisieren, dass sie für die nächsten Jahre so weit weg ist.“

Am Sonntagabend muss Eichmeyer erst mal von ihrem Team Abschied nehmen. „Das fällt mir schon schwer, jetzt wo wir in der Vorbereitung gerade in einen Flow gefunden haben“, sagt die 18-Jährige, die drei Ligaspiele verpassen wird, aber hofft: „Wenn ich erst mal in Argentinien bin, werde ich darüber hinwegkommen.“ Und am 20. Oktober ist sie ja schon zurück in Deutschland – zu einem spielfreien Wochenende der Panthers und rechtzeitig zum Start des Jurastudiums in Osnabrück. „Es ist schade, dass ich die Ersti-Woche verpasse, aber ich denke, ich werde in die Studiengruppen reinfinden“, ist sie optimistisch.


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