2. Basketball-Regionalliga Bramsches Trainer Senger vor Wiedersehen mit OTB Titans

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Trainer Roland Senger trifft mit Bramsches Basketballern auf sein ehemaliges Team, die OTB Titans. Archivfoto: Michael GründelTrainer Roland Senger trifft mit Bramsches Basketballern auf sein ehemaliges Team, die OTB Titans. Archivfoto: Michael Gründel

Bramsche. Derbyzeit in der 2. Basketball-Regionalliga: Der TuS Bramsche und der Osnabrücker TB gehen nach Auftaktsiegen mutig ins direkte Duell, das für TuS-Trainer Roland Senger zum reizvollen Wiedersehen mit dem Ex-Klub wird.

Im ersten Heimspiel will sich der TuS gut präsentieren. „Ich bin auf eine positive Art hoch motiviert und will zeigen, dass ich in Bramsche einen guten Job mache“, sagt Senger.

Senger und OTB gehen getrennte Wege

In der vergangenen Spielzeit trainierte der 38-Jährige noch die OTB Titans. Nach der Saison gab er das Team ab. Chad Prewitt stand relativ früh als Nachfolger fest. Für Senger ging nicht nur das Engagement im Basketball beim Osnabrücker Turnerbund zu Ende. Als sich nach losen Gesprächen mit mehreren Vereinen herauskristallisierte, dass der TuS Bramsche den Trainer verpflichten wollte, war die OTB-Führung nicht erfreut: In einem Angestellten, der einen Ligakonkurrenten coacht und den eigenen Arbeitgeber sportlich schlagen will, sah der Turnerbund einen Interessenskonflikt. Senger zog seine Schlüsse, hat ab Oktober einen neuen Job und kann reibungslos seinem sportlichen Hobby in Bramsche nachgehen.

„Titans können Überraschungsmannschaft sein“

Bei den Titans gab es im Sommer einen kleinen personellen Umbruch. Mit den Spielern, die noch dort sind, pflege er weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis, sagt Senger und traut seinem früheren Klub eine gute Rolle zu: „Die Titans können eine Überraschungsmannschaft sein, wenn sie konstant spielen.“ Zum Saisonstart besiegte der OTB den TK Hannover mit 81:65. US-Spielmacher Denzel Brito ist ein Unterschiedsspieler. „Er macht das Team deutlich stärker. Wenn man ihn kontrolliert, hat man gute Chancen, ein Spiel zu gewinnen, auch wenn die anderen Spieler nicht zu unterschätzen sind“, sagt Senger.

OTB-Coach Prewitt: Schwerstes Auswärtsspiel der Saison

Den ehemaligen Coach auf der gegnerischen Bank zu sehen, könne „eine Extra-Motivation für einige Spieler“ sein, hofft OTB-Trainer Prewitt. „Im Basketball hat man immer eine Chance“, sagt er. Der frühere Profi der Artland Dragons weiß aber auch, dass das Gastspiel in Bramsche am Samstag (19.15 Uhr) „das schwerste Auswärtsspiel der Saison ist“. Das gilt nicht nur, weil der Titans-Kader in der Vorbereitung erst spät komplett war und „noch viel zu tun“ ist, sondern vor allem wegen des Gegners. „Bramsche gehört zu den besseren Teams der Liga“, weiß Prewitt.

Senger: Individuell die stärkste Mannschaft der Liga

Für viele Beobachter sind die „Red Devils“ nach zwei verpassten Anläufen in diesem Jahr Aufstiegsfavorit Nummer eins. Sie siegten zum Saisonstart 93:72 beim Bürgerfelder TB. Aleksandar Cuic, zuletzt in der ProB bei Schwelm, der Ex-Drache Blanchard Obiango und der US-amerikanische Flügelspieler Cameron Coleman haben Qualität. „Individuell gesehen, haben wir die stärkste Mannschaft der Liga“, sagt Senger. „Man muss nur schauen, dass man alles ans Laufen kriegt. Mit vielen Leitfiguren in einer Mannschaft dauert es, bis jeder seine Rolle gefunden hat.“ Eine weitere Herausforderung ist das Wissen um die eigene Stärke. „Da muss man einfordern, keinen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen“, sagt Senger.

Senger sieht Perspektive in Bramsche

Bei allen Mahnungen und Warnungen ist das Bramscher Ziel klar: Am Saisonende soll es in die 1. Regionalliga gehen. Senger will dann „gerne ein bisschen länger dort bleiben“. Was er am TuS hat, weiß er aus der Jugend. Drei Saisons lang trug er das Bramscher Trikot. „Es ist ein Traditionsstandort und eine gute Adresse im Basketball. Es ist beeindruckend, was da auf die Beine gestellt wird und wie die ganze Stadt hinter den Basketballern steht“, sagt Senger. Im ersten Heimspiel und beim Derby gilt das ganz besonders.


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