20. Auflage: „Unfallfrei, keine Verletzten“ Mofarennen der AMG Osnabrück: Ohne Frauen, aber mit „Zünddeppen“



Osnabrück. Sie haben Team-Namen wie „Die glorreichen Puchisten“, „Kings of Stoppelfeld“, „Hells on Acker“ oder „Die Zünddeppen“. Wenn die Mitglieder solcher Teams aufeinandertreffen, dann ist nicht nur feinster Mofa- und Mopedsport garantiert, sondern vor allem auch jede Menge Spaß. Wie am Wochenende auf der Nahner Waldbahn.

Die Auto- und Motorsportgemeinschaft (AMG) Osnabrück hatte wieder einmal zum Mofarennen geladen. Mittlerweile zur 20. Auflage, „da kann man durchaus schon von Tradition“ sprechen“, meinte der AMG-Vorsitzende Dieter Glatzer. Und? Wie ist es gelaufen? „Alles unfallfrei, keine Verletzten“, stellte der AMG-Chef erst einmal fest. „Das ist für so eine Veranstaltung ganz wichtig.“ Lob habe es von den letztlich 72 Startern auch gegeben, „unsere Streckenführung hat wohl Anklang gefunden“.

Der 1300 Meter lange Kurs auf der legendären Nahner Waldbahn war gespickt mit „flüssigen Stücken zum Gas- geben“, aber auch mit einem Sprunghügel, „der für alle Klassen zu bewältigen war“, so Glatzer.

Klassen? Insgesamt waren fünf Kategorien vorgesehen – von den serienmäßigen Mofas und Mopeds über die Maschinen mit Tretkurbeln, Fußrasten oder wassergekühlten Motoren – bis hin zur Frauenklasse. Letztere musste zum Leidwesen der AMG gestrichen werden. Glatzer: „Im Vorfeld hatte sich eine Frau angemeldet, die dann kurz vorher wieder abgesagt hat.“ Die rund 250 Zuschauer mussten sich somit am Samstag mit Mofa- und Mopedsport ohne Frauenanteil begnügen. Dabei wurde hinter den Kulissen fleißig geschraubt, gewienert und gefachsimpelt.

Übrigens: Der Regen am Samstagnachmittag machte keinen Strich durch die Veranstaltung, „allenfalls in den letzten 15 Minuten“. Die ansonsten optimalen Bedingungen wussten neben anderen auch die Osnabrücker Lokalmatadoren Justus (mit seinem Team „JP Racing“) und Richard Teich („Die Zünddeppen“) zu nutzen. Die Teich-Brüder rollten in ihrer Klasse beim Endurance-Rennen (also beim Ausdauer-Wettbewerb) nach zwei Stunden und 15 Minuten auf den Rängen zwei (Justus) und drei (Richard) über die Ziellinie.

Für April 2019 ist die 21. Auflage des Mofarennens geplant. Das exakte Datum steht noch nicht fest. Schließlich muss das Mofa-Spektakel auch zeitlich mit dem großen Nahner Grasbahnrennen abgestimmt werden.


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