Help Age und OTB am Start Osnabrücker Läufer starten beim Berlin-Marathon

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Berlin-Starter Abdelmajeed Abdallah. Foto: Michael MönstermannBerlin-Starter Abdelmajeed Abdallah. Foto: Michael Mönstermann

al/jka Berlin/Osnabrück. Die Läuferwelt hat an diesem Sonntag (9.15 Uhr, ARD) die Bundeshauptstadt im Fokus. Mehr als 40000 Sportler gehen beim 45. Berlin-Marathon an den Start. Mittlerweile schon traditionell dabei: Rund 170 Läufer, die die 42,195 Kilometer lange Strecke für die Osnabrücker Hilfsorganisation Help Age in Angriff nehmen. Auch der OTB ist in Berlin vertreten.

„Wir laufen, um zu helfen“, stellen Help-Age-Geschäftsführer Lutz Hethey und Berlin-Organisator Mathias Hornung einmal mehr das Motto in den Vordergrund. Und so werden die Charity-Läufer in Berlin sicher wieder mit ihren „Jede Oma zählt“-Shirts auffallen. Dabei betätigt sich jeder einzelne Aktive nicht nur sportlich, sondern auch vor, während und nach der Veranstaltung als Spendensammler für Großmütter-Enkel-Projekte im südlichen Afrika. Das Ziel: mindestens eine höhere fünfstellige Summe.

„Oma-Läufer“ aus Chile und der Schweiz

„Wir haben wieder Starter aus dem gesamten Bundesgebiet, die für uns laufen“, sagen Hethey und Hornung, „dazu Sportler aus der Schweiz, Österreich und sogar aus Chile – das ist fantastisch.“ Neben dem Charity-Gedanken zählt für einige „Oma-Läufer“ aber auch der sportliche Aspekt. Allen voran strebt Chalachew Tiruneh eine Zeit unter 2:10 Stunden an, die dem Äthiopier eine Platzierung unter den Top Ten einbringen könnte. Tiruneh bewegt sich mit Weltklasse-Läufern wie Wilson Kipsang oder Eliud Kipchoge auf Augenhöhe.

Tiruneh fliegt aus Äthiopien ein

Während Tiruneh extra aus seiner Heimat einfliegt, reist Abdelmajeed Abdallah direkt aus Osnabrück an. Der Sudanese lebt seit drei Jahren im Norden – und hat sich in dieser Zeit zu einem führenden Athleten der Osnabrücker Laufszene entwickelt. Der 26-Jährige profitiert mittlerweile auch von der Arbeit mit Trainer Michael Karsch vom Osnabrücker Turnerbund (OTB). „Wenn ich nicht erst seit drei Jahren laufen würde, wäre ich bestimmt so schnell wie Chalachew Tiruneh“, gibt sich Abdallah selbstbewusst. Für Berlin nimmt er eine Zeit unter 2:30 Stunden ins Visier.

Abdallah, Karsch und Riechers als OTB-Team

Weil Abdallah seit dem 1. Januar 2018 offiziell auch für den OTB startberechtigt ist, kann er mit Dustin Karsch und Nicolai Riechers das Trio für die Mannschaftswertung komplettieren. Marius Hüpel fällt wegen Wadenproblemen für Berlin aus. Riechers und Karsch liefen zuletzt bei der Deutschen Meisterschaft im Zehn-Kilometer-Straßenlauf in Bremen Bestzeiten. „Sie haben gezeigt, dass sie in guter Form sind“, ist Trainer Michael Karsch zuversichtlich, dass auch sie „2:30 Stunden oder knapp darunter“ laufen können. Die OTB-Athleten, die am Sonntag aus dem Elitefeld vor dem Pulk der Breitensportler starten, haben auf der Streckenkarte studiert, an welchen Punkten sich zusätzlich Getränke anreichen lassen. Auf den Lauf werden sie am Samstagabend eingestimmt: Persönliche Kontakte ermöglichten eine Teilnahme am Athletenbriefing mit den Profiläufern.


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