Frauen: Lintorf erstmals in Dritter Liga Volleyball-Saisonvorschau: Klassenerhalt oberstes Ziel für Bad Laer

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Wollen in der 2. Bundesliga bleiben: Die Volleyballerinnen vom SV Bad Laer um Trainer Zoran Nikolic (hinten links). Foto: Swaantje HehmannWollen in der 2. Bundesliga bleiben: Die Volleyballerinnen vom SV Bad Laer um Trainer Zoran Nikolic (hinten links). Foto: Swaantje Hehmann

Bad Laer/Lintorf. Nach dem Klassenerhalt ist vor dem Klassenerhalt: Der SV Bad Laer will mit neuem Trainer in der 2. Bundesliga erneut bestehen. Zoran Nikolic versprüht sogar Optimismus auf mehr. Auch der VfL Lintorf will nach dem erstmaligen Aufstieg in die Dritte Liga die Klasse halten.

Mit dem Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse haben die Bad Laerer in der vergangenen Saison historisches in ihrer Vereinsgeschichte geschafft. „Wir sind davon überzeugt, dass wir in die 2. Liga gehören und haben das Selbstvertrauen, dass wir den Klassenerhalt wieder schaffen“, gibt Kapitänin Franziska Bentrup das klare Ziel für die neue Spielzeit aus.

Das soll erneut mit einer Mannschaft aus Eigengewächsen, die ohne Profis auskommt, gelingen. Der Kader bleibt weitestgehend unverändert, nur Vanessa Linden und Stefanie Wilkens verlassen das Team. Dafür wechselten Anne Horstmann vom Detmolder TV und Franziska Detmer vom VC Osnabrück zu dem Südkreisverein. Außerdem gehören nun die beiden 17-jährigen Nachwuchsspielerinnen Franka Schwöppe und Franziska Stricker, die in der vergangenen Saison bereits Zweitligaluft schnuppern durften, fest zum Kader.

Neu an der Seitenline ist Nikolic. Der 54-jährige Serbe betreute zuletzt den österreichischen Frauen-Erstligisten Sokol Post SV Wien, mit dem er 2017 Meister wurde. Auch in Deutschland kann Nikolic auf Erfolge zurückblicken: Die Männer vom VC Eintracht Mendig führte er von 1997 bis 2001 von der 2. Liga bis in den Europacup. Zugetraut hatte ihnen das damals keiner. Deshalb will er in Bad Laer auch mehr erreichen, als den Klassenerhalt, „vielleicht Mittelfeld oder oberes Mittelfeld“, sagt der Coach.

„Als Team können wir viel erreichen“

Neuland betreten hingegen die Spielerinnen vom VfL Lintorf. Erstmals spielen die Frauen in einer höheren Liga als die Männer. Durch einen „glücklichen Zufall“, wie es Trainer Stefan Engelke nennt, sind sie in die Dritte Liga aufgestiegen. Als Zweitplatzierte der Regionalliga hatten sie sich für die Relegation qualifiziert, doch es fand sich kein Gegner. Als dann ein Platz in der Dritten Liga frei wurde, rutschten sie hoch.

„Die Freude in Lintorf war sehr groß, dass wir wieder ein Drittliga-Team haben“, sagt Engelke. Für sein Team werde die Saison eine Herausforderung. „Wir wissen, dass wir ganz klar der Außenseiter sind.“ Deshalb hat der Klassenerhalt natürlich auch die absolute Priorität.

Die Lintorfer müssen den Abgang von vier etatmäßigen Außenangreiferinnen verkraften. Dafür sind Alessandra D‘Argento, Kristina Gierke und Anne Maaß zum Team dazugestoßen. Zudem rückt Jannika Groß aus der zweiten Mannschaft hoch. „Wir müssen als Mannschaft zusammen wachsen, denn als Team können wir viel erreichen“, sagt Engelke. Beim Vorbereitungsturnier beim Oldenburger TB hätten sie bereits richtig gut gespielt. „Da haben wir gesehen, wir können was“, berichtet der 58-Jährige.

„Ganz oben angreifen“

In der Regionalliga werden erneut die Frauen vom VC Osnabrück aufschlagen. Als Aufsteiger hatten sie in der vergangenen Saison einen überraschend starken dritten Platz belegt, nachdem Trainer Gunnar Kraus als Saisonziel den Klassenerhalt – und zwar so früh wie möglich – ausgegeben hatte. Im Kader hat sich einiges getan: Vier Abgängen stehen vier Neuzugängen gegenüber. Dennoch wollen die Osnabrücker an die gute letzte Saison anknüpfen und im oberen Tabellendrittel landen. „Wir haben die Möglichkeit, ganz oben anzugreifen“, meint Kraus, obwohl mit Tuspo Weende und dem SV Wietmarschen gleich zwei Drittligaabsteiger zu den Gegnern zählen.

„Eine starke Liga“

In der Oberliga treffen der TV Schledehausen, die Tecklenburger Land Volleys sowie die zweiten Mannschaften des VCO und des SV Bad Laer aufeinander. „Es ist eine starke Liga mit drei Regionalliga-Absteigern und erfahrenen Oberliga-Teams“, sagt Schledehausens Trainer Dieter Wültener und ergänzt: „Alles ist möglich.“ Als einer der Absteiger peilt der TV das obere Tabellendrittel an.


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