Kommentar Kunstrasenplätze in Osnabrück: Die Politik muss liefern

Von Benjamin Kraus, 10.09.2018, 18:51 Uhr
Kunstrasen – bald auch flächendeckender in Osnabrück? Foto: dpa

Osnabrück. Bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen Kunstrasen-Infrastruktur hat die Stadt eine Entwicklung verschlafen, die rund um Osnabrück schon vor einem Jahrzehnt eingesetzt hat. Nun muss dringend aufgeholt werden – ein Kommentar.

Wie groß der Handlungsbedarf ist für Osnabrück bei der Schaffung von Kunstrasenplätzen zur Sicherung des Schul- und Fußballsports in der kälteren Jahreszeit, zeigt der Vergleich mit Georgsmarienhütte: Eine Stadt, die weniger als ein Fünftel der Einwohner hat, kann Sportlern fast doppelt so viele Kunstrasenplätze bieten wie Osnabrück – eine zehnmal bessere Versorgungslage.

Hier muss aufgeholt werden, und zwar schnell. Angesichts der Tatsache, dass die meisten Sportanlagen Osnabrücks der Stadt gehören und aktuell glücklicherweise Haushaltsmittel verfügbar sind, muss der Stadtrat jetzt die Weichen stellen. Politiker preisen gern, wie unverzichtbar der Sport ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Gesundheit, Integration und Lebensfreude. Doch das sind nur Sonntagsreden, wenn sie keine konkreten Maßnahmen gegen den Verfall der sportlichen Infrastruktur ergreifen.

Es geht um die Glaubwürdigkeit der Kommunalpolitik bei Vereinen und Schulen, bei Trainern, Eltern, Sportlern und Ehrenamtlern. Die muss und darf der organisierte Sport einfordern. Gerne lauter und mutiger als bisher. Daran hat es in Osnabrück gefehlt – auch das ist ein Teil des Problems.

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