Roppel/Gubenko erfolgreich unterwegs Tanzsportabteilung des OSC: Samba und Walzer vom ersten Schritt an

Von Peter Vorberg

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Vorzeige-Paar des OSC: Sonja Gubenko und Lennart Roppel Foto: André HavergoVorzeige-Paar des OSC: Sonja Gubenko und Lennart Roppel Foto: André Havergo

Osnabrück Tanzen bringt Freude – wer gern tanzt und das mal als Wettkampfsportart ausprobieren möchte, ist bei der Tanzsportabteilung des Osnabrücker SC bestens aufgehoben. Sonja Gubenko und Lennart Roppel sind gemeinsam diesen Weg gegangen und tanzen nun im Alter von 20 Jahren in der Latein A- und Standard B-Klasse hochklassig um Pokale und Titel.

Freitagnachmittag, Tanzsporthalle des OSC in Voxtrup (Am Mühlenkamp 67): Rita Fridman und Anatoliy Krantvays bewegen sich vor einer Gruppe Kinder und Jugendlicher elegant im Takt. Die beiden ausgebildeten Tanzlehrer kümmern sich seit rund 20 Jahren beim OSC um die Ausbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Latein- und Standardtänzen. Mit Erfolg, wie die Aufzählung gewonnener Titel und Meisterschaften sowie viele Fotos an der Wand verraten.

„Vier – eins, zwei, drei, vier“, Krantvays zählt an, die drei jugendlichen Tanzpaare Roppel/Gubenko, die Geschwister Nikita und Constanze Schulz sowie Alex Shadrin/ Eva Roppel saugen die Bewegungen ihres dekorierten Lehrers sichtbar auf und tanzen nach. Das geschmeidige Zusammenspiel von Armen, Beinen, Hüften und Füßen beeindrucken. Krantvays und Fridman wissen, wie Latein- und Standardtanz geht. Beide waren einst in ihrer Heimat Ukraine ein geschätztes Tanzpaar und hier schon mehrfach Niedersachsenmeister.

Mit 81 Jahren noch Standardtanz

Die Kindergruppe für Einsteiger von sechs bis 14 Jahre wird von Fridman liebevoll betreut, die sagt, was für sie wesentlich ist. „Ich versuche, die Kinder spielerisch und mit viel Spaß ans Tanzen heranzuführen. Wichtig ist uns die richtige Technik gleich von Anfang an, das bringen wir den Kindern bei. Dies ist vielleicht etwas anders als bei einer Tanzschule, wo es meist nur um die richtige Schrittfolge geht.“ Krantvays steht für die weitere Entwicklung bis zum Leistungssport. „Tanzen vereinigt unheimlich viel: Zuerst ist die richtige Fußstellung wichtig, das Zusammenspiel von Beinen, Körper und natürlich der Hüfte“, erklärt er, worauf es beim Latein- und Standardtanz ankommt. „Das Schöne ist, man kann das ganze Leben beim Tanzen ständig etwas dazu lernen bis ins hohe Alter.“ Bestes Beispiel sind Ilse und Gerd Bechert, die mit 81 Jahren noch Standard tanzen.

Auf besten Weg in der Turnierszene nach oben sind Sonja Gubenko und Lennart Roppel. Vor zehn Jahren fingen sie an, jetzt tanzen die 20-Jährigen auf Turnieren in der A-Klasse Latein und in der B-Klasse Standard. Der größte Erfolg bisher ist die Norddeutsche Meisterschaft der Jugend 2014 im Standardtanzen. Dazu zählen der Wiener Walzer, langsamer Walzer, Tango, Slow Fox und Quick Step. „Tanzen macht mir nach wie vor riesig viel Spaß. Ich kann mir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen“, schwärmt Lennart Roppel. „Durch die Auftritte habe ich vor allem auch an Selbstbewusstsein gewonnen.“ Partnerin Sonja Gubenko nimmt den zeitlichen Stress – Studium in Hannover, Training in Osnabrück – gerne in Kauf. „Wir haben gezeigt, dass, wenn man kontinuierlich trainiert, weit kommen kann. Wir haben noch eine Menge vor und wollen in Kürze in die S-Klasse Latein und in die A-Klasse Standard aufsteigen.“ Noch höhere langfristige Ziele haben sich der elfjährige Nikita und die zwölfjahrige Constanze Schulz gesetzt, wie sie mitteilen. „Wir wollen Deutscher Meister werden.“

Auftritt beim Fest der Kulturen

Auch im Erwachsenenbereich tut sich bei der OSC-Tanzsportabteilung eine ganze Menge, wie die Abteilungsvorsitzende Anna Gubenko erklärt. „Wir haben insgesamt fünf Tanzkreise mit rund 70 Mitgliedern, die sich einmal die Woche treffen. Dazu nehmen sechs Paare an Turnieren teil. Wir würden uns künftig freuen, wenn sich eine Gruppe im Alter von 20 bis 30 Jahren finden würde. Jeder kann bei uns einfach nur mal kostenlos reinschnuppern. Wir haben sehr gute Möglichkeiten hier in der Halle mit dem Parkettboden.“ Am kommenden Sonntag zeigt der OSC-Nachwuchs beim Fest der Kulturen um 14.45 Uhr auf dem Marktplatz ein Showprogramm. Bald findet am 21. Oktober wieder das 9. Steckenpferd-Pokal-Turnier statt – beste Möglichkeit, einmal Anschauungsunterricht bei den „Profis“ zu nehmen. Im Mai ging bereits das 15. Friedensreiter-Turnier über die Bühne.


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