Kostümspringen als begeisternde Innovation Großer Preis vom RC Gut Waldhof: Janßen mit Platz eins, vier und fünf

Von Peter Vorberg

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Zum großen Sprung angesetzt: Matthias Janßen auf Quinta vom RUFV Merzen Foto: André HavergoZum großen Sprung angesetzt: Matthias Janßen auf Quinta vom RUFV Merzen Foto: André Havergo

Osnabrück Reitsport ist absolut „in“ in Osnabrück: So das Fazit von drei Tagen Reitturnier des RC Gut Waldhof auf dem Hof Frintrup. Der Sponsorenabend und das Kostümspringen kamen als Neuerungen bei Reitern und Gästen gut an. „Wir haben unsere Feuertaufe bestanden“, freute sich die 1. RCGW-Vorsitzende Doris Hengelbrock.

Die sportlich hochwertigste Prüfung gewann am Sonntagnachmittag der Merzener Matthias Janßen auf Quinta (0 Fehler/ 37,93 Sekunden) im Stechen des Großen Preises, einem S-Springen. Platz zwei und drei belegten die ebenso fehlerfreien Andreas Hinz auf Calle (0/39,35, RFV Aschen) und Frederike Staack auf Ployo (0/39,50, RV Oldenburger Münsterland). Dominator war aber klar Janßen, der mit Corrida und Chandor zwei weitere Pferde ins Stechen nach elf Null-Ritten brachte und dort neben dem Sieg noch die Plätze vier und fünf belegte. „Das lag heute in der Luft. Ich musste aber alles geben“, strahlte der 52-jährige Berufsreiter über das ganze Gesicht, der bereits seinen sechsten Großen Preis auf Gut Waldhof gewann. Richtig, Janßen startete als Letzter und streckte sich schließlich im Sattel über dem letzten Hindernis zum Sieg.

Das M**-Springen am Mittag, das in zwei Abteilungen ausgetragen wurde, gewannen Pia Wernke (RV Holdorf/Langenberg) auf Little Crazy Jumper und Annette Hardinghaus (RV Mettingen) auf Cyraleen. Parallel sicherte sich Melanie Sandig auf Donna Escapada (8,0 Pkt., RV Herzog Wittekind Oberbauernschaft) den Sieg in der M**-Dressur vor Petra König auf Don Giovanni (7,8, RV Mettingen) und Anja Lissek auf Wylagia (7,6, RFV Großer Weserbogen). Das Turnier hatte viele leichte bis mittelschwere A-, L- und M-Prüfungen zu bieten, was der sportliche Leiter des RCGW, Maik Balgenort, wie folgt erklärte. „Wir haben viele Jugendliche auf dem Niveau. Die haben sich im Vorfeld riesig gefreut, auch auf das Mannschaftsspringen am Freitag.“ Dort belegte Team Gut Waldhof 1 den zweiten Platz hinter dem RV Neuenkirchen-Bramsche. „Wir haben viel am Gemeinschaftsgefühl im Verein gearbeitet, das merkt man“, zeigte sich Balgenort zufrieden. Für ihn war das Turnier ein Abschied für die kommenden sechs Monate, die er in Australien verbringen wird. Zum Abschluss gab es zwei eigene zweite Plätze und zwei Siege in der A-Dressur von Justine Maes zu bejubeln.

Das Dreitagesturnier fand unter neuer Leitung statt. Doris Hengelbrock hatte im März den Vorsitz des RCGW von der langjährigen Vorgängerin Imogen Graf übernommen. „Das ist eine ganz andere Hausnummer als früher. Ich habe bereits 23 Jahre Vorstandsarbeit beim TuS Borgloh hinter mir“, so Hengelbrock, die auf die Unterstützung der 2. Vorsitzenden Natalie Fürmeyer und Tochter Wiebke Hengelbrock als Jugendwartin bauen darf. Hengelbrock hatte am Freitag leicht Bammel vor ihrer Premiere, danach zog sie ein positives Fazit: „Alles war gut, wir hatten perfektes Wetter und einen wahnsinnigen Besuch.“

Begeisterung löste die Premiere eines A**-Kostümspringens aus, das Viktoria Artus gleich doppelt gewann: Neben der schnellsten Zeit hatte die RCGW-Lokalmatadorin auch die Juroren von ihrer Verkleidung überzeugt. Mit Schimmel Rossini, der in Skelettform angemalt war, war sie unter 15 anderen Themen-Kostümen wie Hippie, Flamingo oder Erdbeere der absolute Blickfang. Viel Spaß bereitete auch die Schlumpf-Show außer Konkurrenz von Astrid Espel vom RFV Venne und sechs Schlumpfinen. „Ein absolutes Highlight: Viele haben angekündigt, nächstes Jahr auch mitzumachen“, so Turniersprecherin Maren Fenne.


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